Das Geschlecht des "präventiven Selbst" (eBook)
399 Seiten
Franz Steiner Verlag
978-3-515-11640-4 (ISBN)
Prävention und Gesundheitsförderung avancierten spätestens seit den 1970er Jahren in einem immer teurer werdenden Gesundheitssystem zu einem zentralen Leitgedanken der Gesundheitspolitik. Mit der Frage nach dem 'präventiven Selbst' stellt Pierre Pfütsch seine Forschungen in den Kontext von Biopolitik und Gouvernementalität, die gegenwärtig in der zeitgeschichtlichen, soziologischen und gesundheitswissenschaftlichen Diskussion zu Prävention das herrschende Paradigma sind. In den Fokus rücken dadurch die komplexen Interaktionen zwischen den verschiedenen Akteuren und das spezifische Interesse der adressierten historischen Subjekte.
Pfütsch geht davon aus, dass in der Gesellschaft bestehende Geschlechterleitbilder Auswirkungen auf ein inkorporiertes Selbsthandeln von Männern und Frauen haben. Er analysiert die Geschlechterspezifik von Präventionsangeboten verschiedener Akteure, wie der staatlichen Gesundheitsaufklärung, der Volkshochschulen oder der privaten Gesundheitsbranche. Auf diese Weise arbeitet er die im Kontext der Gesundheitsprävention vorherrschenden Geschlechterbilder in Westdeutschland heraus und verortet sie in ihrem historischen Kontext.
Pierre Pfütsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kulturgeschichte von Gesundheit, Zeitgeschichte der Medizin, Geschichte medizinischer Berufe und Geschlechtergeschichte.
Inhaltsverzeichnis 6
Vorwort 10
Einleitung 12
Ausgangslage 12
Theoretische Überlegungen und Erkenntnisinteresse 26
Stand der Forschung 34
Quellenauswahl 42
1. Die Frau als Hauptadressatin der Gesundheitsaufklärung (1950–1969) 68
1.1 Geschlechterspezifische Prävention auf Bundesebene 68
1.2 Geschlechterspezifische Prävention auf Landes- und Kommunalebene 97
1.3 Geschlechterspezifische Prävention auf privatwirtschaftlicher und medizinischer Ebene 122
1.4 Aneignung auf Individualebene 128
1.5 Zwischenfazit 1950er und 1960er Jahre 138
2. Der Mann als Negativbeispiel: Die Entstehung des Defizitdiskurses (1970–1979) 141
2.1 Geschlechterspezifische Prävention auf Bundesebene 141
2.2 Geschlechterspezifische Prävention auf Landes- und Kommunalebene 174
2.3 Geschlechterspezifische Prävention auf privatwirtschaftlicher und medizinischer Ebene 181
2.4 Aneignung auf Individualebene 189
2.5 Zwischenfazit 1970er Jahre 203
3. Die Entdeckung der Männer als Zielgruppe für Prävention (1980–1989) 207
3.1 Geschlechterspezifische Prävention auf Bundesebene 207
3.2 Geschlechterspezifische Prävention auf Landes- und Kommunalebene 232
3.3 Geschlechterspezifische Prävention auf privatwirtschaftlicher und medizinischer Ebene 238
3.4 Aneignung auf Individualebene 245
3.5 Zwischenfazit 1980er Jahre 273
4. Ausdifferenzierung der geschlechterspezifischen Präventionskonzepte (1990–1999) 275
4.1 Geschlechterspezifische Prävention auf Bundesebene 275
4.2 Geschlechterspezifische Prävention auf Landes- und Kommunalebene 287
4.3 Geschlechterspezifische Prävention auf privatwirtschaftlicher und medizinischer Ebene 294
4.4 Aneignung auf Individualebene 300
4.5 Zwischenfazit 1990er Jahre 306
5. Gender Mainstreaming und Pluralisierung in der Präventionsarbeit (2000–2010) 309
5.1 Geschlechterspezifische Prävention auf Bundesebene 309
5.2 Geschlechterspezifische Prävention auf Landes- und Kommunalebene 325
5.3 Geschlechterspezifische Prävention auf privatwirtschaftlicher und medizinischer Ebene 334
5.4 Zwischenfazit 2000er Jahre 340
Fazit 342
Anhang 353
Quellen- und Literaturverzeichnis 356
Quellen 356
Literatur 364
Abbildungsverzeichnis 393
Tabellenverzeichnis 396
Abkürzungsverzeichnis 399
| Erscheint lt. Verlag | 10.2.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Medizin, Gesellschaft und Geschichte – Beihefte |
| Zusatzinfo | 24 schw.-w. u. 22 farb. Abb., 64 schw.-w. Tab. |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte |
| Schlagworte | Geschlecht • Gesundheitsaufklärung • Gesundheitsförderung • Medizingeschichte • Prävention • Zeitgeschichte |
| ISBN-10 | 3-515-11640-0 / 3515116400 |
| ISBN-13 | 978-3-515-11640-4 / 9783515116404 |
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