Aneignung durch Transformation (eBook)
552 Seiten
Verlag Herder GmbH
978-3-451-80604-9 (ISBN)
Hans-Ulrich Weidemann, geb. 1969, Dr. theol., Professor für Biblische Theologische an der Universität Siegen. Christoph Schaefer, geb. 1979, Dr. theol., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neues Testament an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Wilfried Eisele, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen. Karl Lehmann, Dr. phil, Dr. theol., (1936-2018), Mitarbeiter von Karl Rahner während des Vaticanum II, 1968-1971 Professor für Dogmatik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 1971-1983 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 1983-2016 Bischof von Mainz, 1987-2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, 2001 zum Kardinal erhoben. Der große Theologe war einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen den Konfessionen und Religionen. Tobias Niklas, geb. 1967, Dr. theol., Professor, Inhaber des Lehrstuhls für Exegese und Hermeneutik des Neuen Testaments an der Universität Regensburg. Martin Ebner, geb. 1956, Dr. theol., Studium der Katholischen Theologie an den Universitäten in Würzburg und Tübingen sowie an der École Biblique in Jerusalem, 1998-2011 Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Münster, seit 2011 Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Bonn. Hubert Frankemölle, Dr. theol., geb. 1939, em. Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Paderborn Marlis Gielen wurde 1959 geboren und ist Univ.Professorin für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Publikationen u.a. zu den Briefen des Paulus und zu ekklesialen Leitungsstrukturen in neutestamentlicher Zeit. Walter Groß, geb. 1941, Theologiestudium in Rom an der Gregoriana und am Päpstlichen Bibelinstitut (Lic. Bibl.) sowie in München, 1967 Priesterweihe, 1974 Promotion in München, 1976 Habilitation in München und Privatdozent ebd., 1976-1980 Ordinarius für Altes Testament in Mainz, 1980-2009 Ordinarius für Altes Testament in Tübingen. Gerd Häfner, Dr. theol., geb. 1960, Professor für Biblische Einleitungswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Thomas Schmeller, Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments an der Universität Frankfurt. Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Universität Bochum. Christoph Theobald SJ, geb. 1946, Dr. theol., Dr. h.c. der Universitäten Laval und Louvain, Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Hochschule der französischen Jesuiten (Centre Sèvres) in Paris, Hauptschriftleiter der Recherches de Science Religieuse (Paris), Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Istituto per les science religiose (Bologna), Herausgeber der kritischen Ausgabe der Werke Karl Rahners in französischer Sprache. Rudolf Hoppe, Prof. em. für ntl. Exegese an der Universität Bonn.
Hans-Ulrich Weidemann, geb. 1969, Dr. theol., Professor für Biblische Theologische an der Universität Siegen. Christoph Schaefer, geb. 1979, Dr. theol., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neues Testament an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Wilfried Eisele, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen. Karl Lehmann, Dr. phil, Dr. theol., (1936–2018), Mitarbeiter von Karl Rahner während des Vaticanum II, 1968–1971 Professor für Dogmatik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 1971–1983 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 1983–2016 Bischof von Mainz, 1987–2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, 2001 zum Kardinal erhoben. Der große Theologe war einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen den Konfessionen und Religionen. Tobias Niklas, geb. 1967, Dr. theol., Professor, Inhaber des Lehrstuhls für Exegese und Hermeneutik des Neuen Testaments an der Universität Regensburg. Martin Ebner, geb. 1956, Dr. theol., Studium der Katholischen Theologie an den Universitäten in Würzburg und Tübingen sowie an der École Biblique in Jerusalem, 1998-2011 Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Münster, seit 2011 Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Bonn. Hubert Frankemölle, Dr. theol., geb. 1939, em. Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Paderborn Marlis Gielen wurde 1959 geboren und ist Univ.Professorin für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch–Theologischen Fakultät der Paris-Lodron–Universität Salzburg. Publikationen u.a. zu den Briefen des Paulus und zu ekklesialen Leitungsstrukturen in neutestamentlicher Zeit. Walter Groß, geb. 1941, Theologiestudium in Rom an der Gregoriana und am Päpstlichen Bibelinstitut (Lic. Bibl.) sowie in München, 1967 Priesterweihe, 1974 Promotion in München, 1976 Habilitation in München und Privatdozent ebd., 1976-1980 Ordinarius für Altes Testament in Mainz, 1980-2009 Ordinarius für Altes Testament in Tübingen. Gerd Häfner, Dr. theol., geb. 1960, Professor für Biblische Einleitungswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Thomas Schmeller, Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments an der Universität Frankfurt. Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Universität Bochum. Christoph Theobald SJ, geb. 1946, Dr. theol., Dr. h.c. der Universitäten Laval und Louvain, Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Hochschule der französischen Jesuiten (Centre Sèvres) in Paris, Hauptschriftleiter der Recherches de Science Religieuse (Paris), Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Istituto per les science religiose (Bologna), Herausgeber der kritischen Ausgabe der Werke Karl Rahners in französischer Sprache. Rudolf Hoppe, Prof. em. für ntl. Exegese an der Universität Bonn.
Aneignung
1
Inhalt 5
Vorwort 9
Zur Einleitung in den Band – Wilfried Eisele, Christoph Schaefer, Hans-Ulrich Weidemann 11
I. Aneignung durch Transformation: Michael Theobalds exegetischer Ansatz 11
II. Zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum: Die Beiträge der Festschrift 15
1. Evangelien und Apostelgeschichte 15
2. Paulus – Der Apostel und seine Schüler 18
3. Biblische Schriften in frühchristlicher Rezeption 20
4. Tradition – Bibelkritik und Fundamentaltheologie 21
Evangelien und Apostelgeschichte 23
Die Missionsinstruktion in Q 10,2–16. Transformationen der Jesusüberlieferung im Spruchevangelium Q – Christoph Heil 25
I. Rekonstruktion von Q 10,2–12 25
II. Überlieferungskritik und Rückfrage nach dem historischen Jesus 42
III. Die Q-Redaktion in Q 10,2–16 und die Frage nach dem „Wanderradikalismus“ in Q 48
IV. Kurzes Fazit 54
„Dies ist mein Bundesblut“ (Mk 14,24). Die markinische Abendmahlserzählung als Beispiel für liturgisch beeinflusste Transformationsprozesse – Hans-Ulrich Weidemann 56
I. Abendmahlserzählung und Liturgie: zur Einführung 57
II. Die Datierung des letzten Mahles Jesu als Paschamahl 63
III. Die Gestaltung der Mahlerzählung Mk 14,18–25 79
IV. Schlussüberlegung: Die markinische Mahlerzählung als Deutung eines christlichen Symposions am Vorabend des Pascha 95
Ein Skandal! Oder: Weichenstellungen für eine notwendige Umkehr. Rezeptionsästhetische Lektüre von Mt 18,1–20 – Martin Ebner 99
I. Rezeptionsästhetische Lektüre 101
II. Matthäus – ein praktischer Theologe 122
„Ich bin es“ … „das Brot des Lebens“ (Mk 6,50 Joh 6,20.35). Von den absoluten synoptischen zu den prädikativen johanneischen Ich-bin-Worten – Michael Reichardt
I. Die neutestamentlichen Ich-bin-Worte 127
II. Das absolute markinische „Ich bin es“ (Mk 6,50) Jesu im Rahmen seiner Epiphanie auf dem Meer (Mk 6,45–52) als (Selbst-)Identifikation und (Selbst-)Offenbarung 131
III. Die johanneischen Ich-bin-Worte 142
.V. Zusammenfassung 153
„Gott ist Liebe“ – Jean Zumstein 154
I. Johannes 3,16–17: Die inkarnierte Liebe des Vaters 155
II. Johannes 13,1–11: die Liebe und das Kreuz 159
III. Die Liebe in den Abschiedsreden 161
IV. Der Liebehymnus in 1Joh (4,7–21) als zweite Relektüre 165
V. Schluss 167
David als Zeuge der Auferstehung Jesu. Rhetorik und Schriftgebrauch in der lukanischen Pfingsterzählung (Apg 2,1–41) – Wilfried Eisele 169
I. Die rhetorische Gestaltung der Pfingstperikope 173
II. Der argumentative Gebrauch der Schrift in der Pfingstpredigt 183
III. Davids Grab und Jesu Auferstehung 193
IV. Zusammenfassung 206
Transformation durch Humor. Die Komödisierung von Tradition in der Apostelgeschichte – Knut Backhaus 209
I. Das Lachen des Lukas: Annäherung an den antiken Humor 209
II. Der ridiküle Rhetor: Komik als Redaktionsleistung 213
III. Rollenrochaden: Komödisierung als Transformationsprozess 222
IV. Die Erlösung vom Ernst und der Ernst der Erlösung: Humor als Aneignung 231
Paulus – Der Apostel und seine Schüler 239
Kreuz und Kraft. Apostolisches Durchsetzungsvermögen nach 1 und 2 Kor – Thomas Schmeller 241
I. Ältere und neuere Zugänge 242
II. Textuntersuchungen 249
III. Auswertung 261
Befreiung vom Bösen. Tradition und Transformation im Galaterbrief – Thomas Söding 264
I. Der Ausgangspunkt: Die Hingabe Jesu 264
II. Die Transformation der Hamartologie: Die Vergebung der Sünden 270
III. Die Transformation der Christologie: Die Liebe des Gottessohnes 280
IV. Transformation der Eschatologie: Die Fülle der Zeit 289
V. Lebendige Überlieferung: Der Geist des Glaubens 296
Der 2 Thess als „Paulus“-Brief. Überlegungen zur Rezeption des 1 Thess durch den „Paulus“ des 2 Thess – Rudolf Hoppe 298
I. Der 1 Thess und seine Themen 301
II. Der 2 Thess – Fiktionale Gründungsverkündigung und Reflexion 303
III. Schlussüberlegung 317
Von echter zu inszenierter Kommunikation. Die Transformation paulinischer Briefschlüsse in den Pastoralbriefen – Gerd Häfner 318
I. Funktionen und Elemente des Briefschlusses in den Paulusbriefen 319
II. Die Briefschlüsse in den Pastoralbriefen – der Befund 324
III. Verschiebungen in parallelen Elementen 326
IV. Die Transformation paulinischer Briefschlüsse in den Pastoralbriefen 331
Das kirchliche Amt der Verkündigung bei Paulus und in den Deuteropaulinen – Otfried Hofius 339
I 340
II 343
III 349
IV 349
V 352
VI 353
Und so kam Paulus unter die Antisemiten. Transformation des Verstehens in der Auslegung von 1 Thess 2,14–16 im 19. Jahrhundert – Rainer Kampling 358
I. Zur Kontextualisierung der Exegese – Zwischen Tacitus-Rezeption und ‚Judenfrage’ 360
II. Theologisches Ethnographisches20 zu 1 Thess 2,14–16 – Ein fremder Blick 363
III. Offene Fragen 373
Biblische Schriftenin frühchristlicher Rezeption 375
Wer dominiert? Methodische Probleme mit neutestamentlichen Rezeptionen alttestamentlicher Texte – Walter Groß 377
I. Die alttestamentlichen Bezüge im Abschnitt 21,42–44 des Gleichnisses von den bösen Winzern Mt 21,33–46 378
II. Das Zitat aus Ps 22(LXX: 21),2 in Mk 15,34 387
III. Fazit 392
Die Gottverlassenheit des Gottessohns. Funktionen von Psalm 22/21 LXX in frühchristlichen Auseinandersetzungen mit der Passion Jesu – Tobias Nicklas 395
I. Zur Funktion von Ps 22/21 im Markusevangelium 396
II. Ps 22/21 in den anderen kanonischen Evangelien 398
III. Außerkanonische Zeugnisse 403
IV. Fazit 414
Der Polykarpbrief und der 1. Petrusbrief. Versuch einer Neubestimmung ihres literarischen Verhältnisses – Marlis Gielen 416
I. Wer beruft sich hier auf wen? Infragestellung eines exegetischen Axioms 416
II. Vergleich der zentralen Querbezüge und Berührungen zwischen dem Polykarpbrief und dem 1. Petrusbrief 421
Anhang 439
Tradition – Bibelkritik und Fundamentaltheologie 445
Offenbarung „als einmalig-abgegrenzte und objektivierte Wirklichkeit“. Bibeltheologisch-hermeneutische Reflexionen zur „Transformation“ von Wahrheit bei der Lektüre neutestamentlicher Schriften – Hubert Frankemölle 447
I. Das hermeneutische Grundproblem 448
II. Ein Paradigma zum Einstieg: Muhammad und Jesus 452
III. Eine hermeneutische Zwischenreflexion 455
IV. Paulus als Vertreter und Verweigerer von Transformationen 460
V. Hermeneutische Folgerungen 477
Tradition als kreativer Prozess. Eine fundamentaltheologische Herausforderung – Christoph Theobald 483
I. Überlieferung und kirchliche Lernprozesse: Tradition in den Spuren des Vatikanum II 485
II. Irreversible Entscheidungen? 493
III. Vom Entdeckungs- zum Begründungszusammenhang 502
Von der Schriftwerdung des Wortes Gottes. Besinnung rund um das Wort Tradition – Karl Kardinal Lehmann 509
I. 509
II. 513
III. 515
IV. 517
V. 520
Herausgeber- und Autorenverzeichnis 525
Michael Theobald – Thematische Bibliographie – zusammengestellt von Christoph Schaefer 527
I. Jesus 527
II. Synoptische Evangelien 527
III. Johannesevangelium und Johannesbriefe 528
IV. Paulus und Corpus Paulinum 531
V. Hebräerbrief 534
VI. Offenbarung des Johannes 534
VII. Weitere Themenschwerpunkte 535
VIII. Auswahl weiterer Beiträge 537
Stellenregister 539
| Erscheint lt. Verlag | 25.5.2016 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Herders biblische Studien |
| Co-Autor | Michael Reichardt, Karl Lehmann, Professor Tobias Nicklas, Christoph Schaefer, Hans-Ulrich Weidemann, Wilfried Eisele, Knut Backhaus, Professor Martin Ebner, Hubert Frankemölle, Marlis Gielen, Walter Groß, Professor Gerd Häfner, Thomas Schmeller, Thomas Söding, Professor Christoph Theobald, Jean Zumstein, Prof. Rudolf Hoppe, Rainer Kampling, Christoph Heil, Otfried Hofius |
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Analyse • Aneignung • Beiträge • Christentum • Festschrift • Michael • Theobald • Theologie • Transformation • Überlieferung • überlieferungsprozessen • Urchristentum |
| ISBN-10 | 3-451-80604-5 / 3451806045 |
| ISBN-13 | 978-3-451-80604-9 / 9783451806049 |
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