Pluralismus in der Medizin aus der Patientenperspektive (eBook)
497 Seiten
Franz Steiner Verlag
978-3-515-11277-2 (ISBN)
Der Blick von Patienten auf das medizinische Versorgungsgeschehen in Deutschland zwischen 1992 und 2000 steht im Fokus dieser Untersuchung. Philipp Eisele analysiert rund 4500 Briefe von Menschen, die sich mit der Bitte um medizinischen Rat an eine Patientenorganisation für alternative Behandlungsmethoden wandten – und kann auf dieser Grundlage explizit auch die Sichtweisen von Nutzern alternativer Therapien herausarbeiten. Die Verfasser der Briefe werden dabei als Akteure aufgefasst, die durch ihre Entscheidungen bei der Inanspruchnahme der Angebote auf einem fragmentierten und individualisierten Gesundheitsmarkt das Gesundheitswesen aktiv mitgestalten können.
Die Auswertung des Quellenmaterials erfolgt mit einem interdisziplinären Ansatz, der auf das Methodenrepertoire der Geschichtswissenschaften, der Soziologie sowie der Textlinguistik zurückgreift. So lassen sich Antworten finden auf die bis heute relevanten Fragen nach den Gründen für den wachsenden Stellenwert der Gesundheit, den steigenden Bedarf an Gesundheitsinformationen und die anhaltende Popularität der Alternativen Medizin.
Studium der Anglistik und Geschichtswissenschaften an der Universität Stuttgart. Von 2010 bis 2013 Promotionsstipendiat am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart. Von 2014 bis 2015 wissenschaftlicher, seit 2015 freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung. Forschungsschwerpunkte: Patientengeschichte, Geschichte der Alternativen Medizin.
Vorwort 6
Inhaltsverzeichnis 8
Abbildungen 10
Schaubilder 10
Tabellen 12
Zusammenfassung 16
Abstract 20
1. Einleitung 24
1.1 Patientenverhalten im Wandel 24
1.2 Erkenntnisinteresse und Fragestellung 27
1.3 Begriffserklärungen 30
1.4 Stand der Forschung 36
1.5 Hintergründe 57
1.6 Quellen 69
1.7 Gliederung 75
2. Methoden 78
2.1 Theoretisch-methodische Verortung 78
2.2 Inhaltsanalyse 85
2.3 Bildung des Quellenkorpus 88
2.4 Beschreibungsinstrument: Die Schreibabsichten 96
2.5 Reflexion der Methoden 108
3. Die Briefe an Natur und Medizin: Ein Überblick 110
3.1 Quantitative Entwicklung des Briefaufkommens 110
3.2 Schreibabsichten 114
3.3 Briefautoren 146
3.4 Konturen einer reflexiven Wissenschaftsorganisation 161
4. Der Brief als Ort medizinischer Beratung 174
4.1 Der Weg zu Natur und Medizin 174
4.2 Häufigkeit und Form der brieflichen Kontaktaufnahmen 186
4.3 Beratungsbedarf 198
4.4 Nutzen der Beratung 225
5. Die Briefpatienten 233
5.1 Herkunft 234
5.2 Die Kategorie Geschlecht 258
5.3 Das Alter 285
5.4 Nutznießer der Briefe 299
5.5 Gesundheit und Krankheit 311
5.6 Patientenprofile 329
6. Patienten(vor)geschichten 333
6.1 Informationswege 334
6.2 Behandlungswege 393
6.3 Der Patient als Gesundheitsmanager? 439
7. Schlussbetrachtung 442
8. Anhang 452
9. Bibliographie 469
9.1 Archivalien und nicht publizierte Quellen 469
9.2 Literatur 471
9.3 Internet 496
| Erscheint lt. Verlag | 24.5.2016 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Medizin, Gesellschaft und Geschichte – Beihefte | Medizin, Gesellschaft und Geschichte – Beihefte |
| Zusatzinfo | 43 Schaubilder |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte |
| Schlagworte | Alternative Behandlungsmethoden • Alternative Medizin • Geschichte der Medizin • Medizinischer Pluralismus • Natur und Medizin |
| ISBN-10 | 3-515-11277-4 / 3515112774 |
| ISBN-13 | 978-3-515-11277-2 / 9783515112772 |
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