Ethik in der Klinikseelsorge (eBook)
403 Seiten
Vandenhoeck und Ruprecht (Verlag)
978-3-647-62431-0 (ISBN)
Dr. Thorsten Moos, geb. 1969, ist Diplom-Physiker und evangelischer Theologe. Er leitet den Arbeitsbereich Religion, Recht und Kultur an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, und leitete das Forschungsprojekt 'Klinikseelsorge und Ethik'. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Bio- und Medizinethik, Krankheitsbegriffe, Ethik kirchlicher Handlungsfelder (Seelsorge, Diakonie), Theologie und Kulturwissenschaften sowie Grundfragen theologischer Ethik. Er ist Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin sowie Mitherausgeber der Zeitschriften Praktische Theologie und Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht.
Dr. Thorsten Moos, geb. 1969, ist Diplom-Physiker und evangelischer Theologe. Er leitet den Arbeitsbereich Religion, Recht und Kultur an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, und leitete das Forschungsprojekt "Klinikseelsorge und Ethik". Seine Forschungsschwerpunkte sind: Bio- und Medizinethik, Krankheitsbegriffe, Ethik kirchlicher Handlungsfelder (Seelsorge, Diakonie), Theologie und Kulturwissenschaften sowie Grundfragen theologischer Ethik. Er ist Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin sowie Mitherausgeber der Zeitschriften Praktische Theologie und Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht.Simone Ehm, geb. 1973, studierte Management von sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen, evangelische Theologie und Biologie. Sie ist Studienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin für Ethik in den Naturwissenschaften und arbeitete in dieser Funktion am Forschungsprojekt "Seelsorge und Ethik" an der FESt in Heidelberg mit. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind: Medizinethik, Versorgungsstrukturen in Medizin und Pflege, Profil konfessioneller Einrichtungen im Gesundheitssystem. Seit 2014 arbeitet sie zudem freiberuflich in der Evaluations- und Wirkungsforschung im Gesundheitswesen. Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft und der Akademie für Ethik in der Medizin.Fabian Kliesch (* 09.02.1978) ist approbierter Arzt und promovierter evangelischer Theologe. Er studierte in Bonn, Durham/USA und Heidelberg. Er war im Projekt "Seelsorge und Ethik" an der FEST Heidelberg angestellt und arbeitete 2012-2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studienleiter am Ökumenischen Institut und Wohnheim der Universität Heidelberg. Er forschte zur ärztlichen Berufsethik und klinischer Ethikberatung sowie zu ethischen Fragen der Organtransplantation und der Klinikseelsorge. Derzeit ist er in Heidelberg als Pfarrer der Evangelischen Kirche in Baden tätig. Er ist Mitglied im Klinischen Ethikkomitee der Universitätsklinik Heidelberg sowie im Verwaltungsrat der Evangelischen Stadtmission Heidelberg und bietet Ethikfortbildungen für Klinikmitarbeitende und Seelsorgende an. Weitere Mitgliedschaften: Akademie für Ethik in der Medizin, Landesärztekammer Baden-Württemberg, Altstipendiaten der Konrad Adenauer Stiftung, Collegium Oecumenicum.Dr. Julia Thiesbonenkamp-Maag studierte Cognitive Science an den Universitäten Osnabrück und Marseille sowie Ethnologie, Psychologie, Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg. Sie promovierte im Fach Ethnologie an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit über die Fürsorge und Selbstsorge philippinischer Migranten, die einer charismatischen Gruppierung angehören. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FEST Heidelberg e.V. Ihre Schwerpunkte sind Medizin- und Religionsethnologie. Sie ist Mitglied in der AG Medical Anthropology der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde.
Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 8
Body 12
Vorwort 6
1. Ethik in der Klinik als Gegenstand empirischer Seelsorgeforschung 12
I. Ethik als Aufgabe der Klinikseelsorge 12
II. Fragestellung und Methoden der Studie 17
III. Begriffliche Vorklärungen 31
IV. Zum Aufbau des Buches 33
V. Anmerkungen zur Autorschaft 34
2. Ethische Situationen in der Klinik und die Rolle der Seelsorgenden 35
2.1 Was ist Ethik in der Klinik? Die Perspektive von Seelsorgenden 35
I. Ethikberatung in der Klinik: Entwicklung und Status quo 37
II. Ethische Probleme aus Sicht von Seelsorgenden 41
III. Erwartungen von Seelsorgenden an die Institutionalisierung von Ethik 49
IV. Das Ethikverständnis von Seelsorgenden: Ein Modell zur Klassifikation ethischer Situationen 53
V. Fazit: Ein weiter Ethikbegriff markiert Diskrepanzen im Klinikalltag 58
2.2 Die Rolle von Seelsorgenden in der Konfrontation mit Ethik 59
I. Veränderte Rahmenbedingungen von Seelsorge im Krankenhaus 60
II. Einflüsse auf die ethische Rolle von Seelsorgenden 64
III. Fazit: Ethik erweitert das Rollenspektrum von Seelsorgenden 71
3. Der Umgang von Seelsorgenden mit ethischen Problemen 73
3.1 Der Einfluss der Seelsorgenden in Entscheidungssituationen 73
I. Die Genese ethischer Situationen 73
II. Die Veränderung ethischer Situationen 81
III. Die Nachbegleitung ethischer Entscheidungen 86
IV. Der Einfluss ethischer Situationen auf Seelsorgende 88
V. Fazit: Seelsorgende gestalten ethische Situationen in vielfacher Hinsicht 90
3.2 Ethik im Kontext der Organisation 91
I. Organisationsregeln und -kultur als Themen der Ethik 93
II. Der Wandel von Strukturen ethischer Kommunikation 98
III. Die kommunikative Einbindung der Seelsorgenden 100
IV. Die Einheit der Organisation 103
V. Fazit: Umgang mit Ethik umfasst auch „Seelsorge an der Institution“ 107
3.3 Sorge in Beziehungen 110
I. Ansätze einer Care-Ethik 112
II. Care als Orientierung von Seelsorgenden in ethischen Situationen 116
III. Fazit: Care gehört zum Ethos von Seelsorgenden 128
3.4 Gewissensfragen in der Klinik 130
I. Das Gewissensverständnis der Seelsorgenden 132
II. Seelsorglicher Umgang mit Gewissensfragen 144
III. Die religiöse Dimension des Gewissens 150
IV. Fazit: Der Gewissensbegriff markiert einen Raum für moralisches Subjektsein 153
3.5 Verhandlungen über Personsein 155
I. „Personsein“ als Hintergrundkonzept ethischer Kommunikation 155
II. Momente des Personseins am Lebensende 161
III. Das Personsein von Föten und Säuglingen 173
IV. Fazit: Personsein an den Grenzen des Lebens ist eine prekäre Zuschreibung 182
3.6 Sprachen und Grenzen von Sprache im Krankenhaus 185
I. Der Umgang von Seelsorgenden mit medizinischer Sprache 186
II. Zur Funktion religiöser Rede bei Klinikseelsorgenden 200
III. Moralische und entmoralisierende Rede 217
IV. Grenzen der Sprache und die Ethik der Grenzsituationen: Der seelsorgliche Umgang mit nonverbaler Kommunikation 229
V. Fazit: Seelsorgende haben ein Gespür für Sprache als Form des Ethischen 237
3.7 Die ethische Funktion von Ritualen 240
I. Rituale als symbolische Handlungskomplexe 241
II. Die Neuordnung ethischer Situationen im Ritual 245
III. Rituale in Entscheidungssituationen 251
IV. Die Ordnung sozialer Beziehungen und die Verhandlung sozialer Rollen im Ritual 256
V. Exkurs: Räume als Ressource für das Ritual 259
VI. Fazit: Rituale sind Orte symbolischer Kommunikation über Ethik 260
4. Perspektiven einer Ethik der Seelsorge 262
4.1 Ethik und Seelsorge: Theologische Überlegungen 262
I. Zur Frage der Zuordnung von Seelsorge und Ethik 265
II. Materiale Themen 268
III. Grundfragen im Verhältnis von Seelsorge und Ethik 282
IV. Fazit: In der Seelsorge begegnen sich moralische Subjekte auf transmoralischem Grund 290
4.2 Ethische Kompetenz in der Seelsorge 294
I. Ein neues Modell ethischer Kompetenz in der Seelsorge 295
II. Die Elemente ethischer Kompetenz in der Seelsorge 302
III. Fazit: Ethische Kompetenz sollte bereits in der grundständigen Seelsorgeausbildung entwickelt werden 312
4.3 Ausbildung ethischer Kompetenz: Das Heidelberger Modul 314
I. Seelsorgedidaktische Überlegungen 315
II. Die einzelnen Einheiten 319
III. Erfahrungen und Varianten 332
5. Zusammenfassung und Ausblick 335
I. Zusammenfassung der Studienergebnisse 335
II. Themen weiterer Forschung 341
Anhang: Material für die Seelsorgeausbildung 344
M I: Arbeitsblatt „Modelle der Einbindung von Seelsorge in die Klinik“ (Block 1) 345
M II: Impuls „Klassifikation ethischer Situationen“ (Block 2) 348
M III: Fallbeispiel (Blöcke 2 und 3) 350
M IV: Rollenanweisungen (Block 2) 351
M V: Rollenanweisungen (Block 3) 363
M VI: Ablaufplan „Nimwegener Modell der ethischen Fallbesprechung“ (Block 3) 374
M VII: Fragenkatalog „Auswertung des Planspiels“ (Block 3) 376
M VIII: Material zur Themeneinheit „Umgang mit Schuld“: Impuls für Erfahrungsaustausch 377
M IX: Material zur Themeneinheit „Umgang mit Schuld“: Arbeitsmaterial für Kleingruppenarbeit 378
M X: Material zur Themeneinheit „Barmherziger Samariter und Seelsorge“ 380
Dank 383
Abkürzungen 385
Autorinnen und Autoren 386
Literatur 387
| Erscheint lt. Verlag | 9.12.2015 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie |
| Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie | Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie. |
| Zusatzinfo | mit 5 Grafiken und 7 Tabellen |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Krankenseelsorge • Pfarrerausbildung • Praktische Theologie |
| ISBN-10 | 3-647-62431-4 / 3647624314 |
| ISBN-13 | 978-3-647-62431-0 / 9783647624310 |
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