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Buddhistische Kritik am Christentum im China des 17. Jahrhunderts

Texte von Yu Shunxi (?-1621), Zhuhong (1535-1615), Yuanwu (1566-1642), Tongrong (1593-1679), Xingyuan (1611-1662), Zhixu (1599-1655)

(Autor)

Buch | Softcover
418 Seiten
1992
Lang, Peter Bern (Verlag)
978-3-261-04495-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

CHF 103,85 inkl. MwSt
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Hervorragende chinesische Buddhisten haben im 17. Jahrh. die christliche Lehre, wie sie damals in China von Jesuiten verkündet wurde, kritisiert. Diese Kritiker gehören verschiedenen buddhistischen Traditionen an (Zen, Reines Land, Huayan, Tiantai) und sie setzen sich mit verschiedenen Aspekten der europäischen Theologie und Philosophie auseinander, so mit der Lehre von der Schöpfung der Welt, der Lehre von der unsterblichen Vernunftseele des Menschen etc. Im Zentrum der Diskussion steht der Gegensatz zwischen dem buddhistischen Gedanken einer allen Wesen eigenen und sie vereinigenden 'Buddha-Natur', die die Hauptursache ihrer Erlösung ist, und der christlichen Idee eines transzendenten Gottes, der letztlich über Heil und Unheil des Menschen entscheidet. Diese für die Auseinandersetzung von Buddhismus und Christentum und für das Verhältnis zwischen chinesischem und europäischem Denken aufschlussreichen Texte werden im vorliegenden Buch zum ersten Mal in eine westliche Sprache übersetzt und im geschichtlichen Umfeld erläutert. Das chinesische Original ist als Annex wiedergegeben.

Der Autor: Iso Kern wurde 1937 in Bern geboren. Er studierte europäische und chinesische Philosophie in Löwen (Belgien), Freiburg i.Br. (D), Taipei (Taiwan), Nanking und Peking. Er promovierte mit einer Arbeit über 'Husserl und Kant', edierte Edmund Husserls 'Zur Phänomenologie der Intersubjektivität' und habilitierte sich an der Universität Heidelberg mit einer Studie über den Begriff der Vernunft. Heute lehrt er an den Universitäten Bern, Freiburg (Schweiz) und Zürich über Themen aus der europäischen und chinesischen Philosophie.

Aus dem Inhalt: Der Begriff des tian (Himmel, Gott, Götter, Natur), das Verbot des Tötens von Tieren, die Lehre von der Wiedergeburt, 'alle Wesen sind Buddha', 'alle Wesen sind eine einzige Substanz', 'die Christen bleiben im gewöhnlichen, unterscheidenden Bewusstsein befangen', 'die Christen plagiieren den Buddhismus'.

'.a valuable contribution to Buddhist-Christian mutual understanding.' (Gotelind Müller, Monumenta Serica) 'Kern hat mit dieser in philologischer und religionsgeschichtlicher Hinsicht außerordentlichen Arbeit somit einen weiteren wertvollen Mosaikstein zur Erforschung der vormodernen christlich-buddhistischen Begegnung beigesteuert.' (Perry Schmidt-Leukel, Münchener Theologische Zeitschrift) 'This is a carefully documented study that places the anti-Christian movement of the late Ming in a new light. It would make a valuable addition to the libraries of all scholars and institutions specializing in 17th-century Sino-Western history.' (D.E.M., Sino Western Cultural Relations Journal)

Verlagsort Bern
Sprache deutsch
Gewicht 600 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Buddhismus
ISBN-10 3-261-04495-0 / 3261044950
ISBN-13 978-3-261-04495-2 / 9783261044952
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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