Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Verfahren im Konflikt

Konfessionelle Streitigkeiten und Corpus Evangelicorum im 18. Jahrhundert

(Autor)

Buch
560 Seiten
2015
Aschendorff (Verlag)
978-3-402-14655-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verfahren im Konflikt - Andreas Kalipke
CHF 106,35 inkl. MwSt
Die Studie untersucht Voraussetzungen und Konsequenzen der Entscheidungsherstellung im Corpus Evangelicorum, dem Zusammenschluss der protestantischen Reichsstände, im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Der Aufbau einer bindenden Verfahrensgeschichte und die Art und Weise des Entscheidens beeinflussten den Inhalt der Entscheidung selbst erheblich – das Wie und das Was der Entscheidungsherstellung sind, so ein Ergebnis, nicht zu trennen. Analytisches Instrumentarium der Untersuchung ist neben Anleihen bei der Organisations- und Konflikttheorie die Verfahrenstheorie Niklas Luhmanns. Diese Ansätze werden mit einem kulturgeschichtlichen Blick für die Characteristica der Vormoderne angewendet.
Die Studie untersucht Voraussetzungen und Konsequenzen der Entscheidungsherstellung im Corpus Evangelicorum, dem Zusammenschluss der protestantischen Reichsstände, im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Das Corpus hatte sich zur Wahrung der evangelischen Rechte in konfessionellen Konflikten am Beginn des Jahrhunderts institutionalisiert. Die Untersuchung nimmt die konfessionell divergierenden Interpretationen der Reichsverfassung in den Blick, die der Herstellung bzw. Verhinderung kollektiver Handlungsfähigkeit der Protestanten dienen sollten. Das Verfahren des Corpus Evangelicorum bei der Behandlung konfessioneller Beschwerden wird mit seinen Gelingensbedingungen dargestellt und eine Typologie der Entscheidungsherstellung vorgenommen. Zum Gegenstand der Untersuchung zählen auch die Streitigkeiten um die Führung des Direktoriums. Drei Fallbeispiele konfessioneller Streitigkeiten in Siegen, Cronenberg und Dierdorf werden in ihrer Entstehung auf der lokalen Ebene und ihrer Weiterentwicklung auf der Reichsebene analysiert. Der Aufbau einer bindenden Verfahrensgeschichte und die Art und Weise des Entscheidens beeinflussten dabei den Inhalt der Entscheidung selbst erheblich – das Wie und das Was der Entscheidungsherstellung sind, so ein Ergebnis der Studie, nicht zu trennen. Analytisches Instrumentarium der Untersuchung ist die Verfahrenstheorie Niklas Luhmanns. Zudem werden Anleihen bei der Organisations- und Konflikttheorie gemacht. Diese Ansätze werden mit einem kulturgeschichtlichen Blick für die Charakteristika der Vormoderne angewendet.
Erscheint lt. Verlag 1.10.2015
Reihe/Serie Verhandeln, Verfahren, Entscheiden. Hisktorische Perspektiven ; 1
Sprache deutsch
Maße 150 x 230 mm
Gewicht 799 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Schlagworte 1500 bis heute • Deutschland, Geschichte; Recht • Entscheidung (Behörde) • Europäische Geschichte • Frühe Neuzeit • Geschichte • Protestantismus, Geschichte • Systemtheorie • Verfahrenstheologie (soziologisch)
ISBN-10 3-402-14655-X / 340214655X
ISBN-13 978-3-402-14655-2 / 9783402146552
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Geschichte einer Augsburger Familie (1367-1650)

von Mark Häberlein

Buch | Softcover (2024)
Kohlhammer (Verlag)
CHF 47,60
von Dschingis Khan bis heute

von Karénina Kollmar-Paulenz

Buch | Softcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80