Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Beihilfe zum Völkermord

Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier
Buch | Hardcover
344 Seiten
2015
Ch. Links Verlag
978-3-86153-817-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Beihilfe zum Völkermord - Jürgen Gottschlich
CHF 13,95 inkl. MwSt
Vor 100 Jahren begann der Genozid an den Armeniern.
Deutschland strebte mit dem Ersten Weltkrieg die Vorherrschaft im Orient an und zog dazu seinen Bündnispartner Osmanisches Reich in den Krieg hinein. Dessen Armee wurde von deutschen Militärs geleitet, die alle Armenier im Land als Spione und Verräter ansahen, da diese angeblich mit dem russischen Feind kollaborierten. Aus der eingeleiteten Umsiedlung der armenischen Bevölkerung in Richtung syrische Wüste wurde von türkischer Seite schnell ein Völkermord. Ihm fielen mehr als eine Million Menschen zum Opfer, was die deutsche Regierung als "hart, aber nützlich" akzeptierte. Bedenken von Diplomaten und Kirchenvertretern wurden beiseite gewischt. Jürgen Gottschlich ist an die Orte der damaligen Ereignisse gereist, hat Nachkommen der betroffenen Familien befragt sowie deutsche und türkische Archive durchforscht. Entstanden ist eine spannende historische Reportage, die die ganze Dimension der deutschen Verstrickung in den Genozid offenlegt und die Auseinandersetzungen um dieses umstrittene Geschehen bis in die Gegenwart verfolgt.

Jahrgang 1954; Studium der Philosophie und Publizistik in Berlin; 1979 Mitbegründer der taz, bis 1993 dort als Journalist tätig, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur; ab 1980 regelmäßige Reportagereisen in die Türkei; 1994 stellvertretender Chefredakteur der Wochenpost; seit 1998 Korrespondent für verschiedene Zeitungen in Istanbul.

Gottschlich zeichnet die Entwicklung der "deutsch-türkischen Waffenbrüderschaft" von ihren Anfängen in den 1880er Jahren bis zum bitteren Ende, bis zur Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg nach. Er untersucht das Kalkül auf deutscher wie jungtürkischer Seite. Und er stellt wichtige, vom imperialistischen Zeitgeist geprägte Akteure vor, die den Krieg im Orient vorantrieben, um deutsche Interessen durchzusetzen, politische und ökonomische. Sibylle Thelen, Stuttgarter Zeitung Gottschlich erzählt die Geschichte des Armeniengenozids nicht in Form einer wissenschaftlichen Abhandlung, sondern als spannende historische Reportage. (...) Bis aus weiteres ist es als unverzichtbares Standardwerk zum Thema anzusehen. iz3w/südnordfunk Meines Erachtens der wichtigste Beitrag zur Aufarbeitung einer verdrängten Schuld. Und sei es "nur" einer Mitschuld. Normalerweise sagt man das über einen guten Roman oder einen spannenden Krimi, aber dieses Buch ist ein Muss. Ist Teil der Geschichte. Und es ist Jürgen Gottschlich und dem Ch. Links Verlag zu verdanken, dass wir diesen Teil der Geschichte überhaupt mitbekommen. Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln (auf KommBuch.com) "Beihilfe zum Völkermord" heißt Gottschlichs aufwühlendes Buch. Der Journalist hat in deutschen und türkischen Archiven recherchiert und legt offen, Deutschland war in den Völkermord verstrickt. ZDF aspekte Jürgen Gottschlich hat die wichtigste Neuerscheinung zum Völkermord an den Armeniern in diesem Jahr vorgelegt. In leicht und anschaulich verfasster Geschichtsschreibung umkreist Gottschlich das Thema: "Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier", so der Untertitel. Stefan Berkholz, Bayerischer Rundfunk, BR 2, Diwan Jürgen Gottschlich hat ein sehr gut lesbares und höchst informatives Buch geschrieben, in dem er die deutschen militärischen Hintergründe des Völkermordes an den Armeniern wieder in den Vordergrund gerückt gat. Wolfgang Gust, literaturkritik.de Mit "Beihilfe zum Völkermord" legt Gottschlich eine ebenso packende wie bestürzende historische Reportage vor und den Beweis, dass seriöse Geschichtsforschung und engagierter Journalismus sich sehr wohl vertragen. Olaf Schmidt, Kreuzer

Gottschlich zeichnet die Entwicklung der 'deutsch-türkischen Waffenbrüderschaft' von ihren Anfängen in den 1880er Jahren bis zum bitteren Ende, bis zur Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg nach. Er untersucht das Kalkül auf deutscher wie jungtürkischer Seite. Und er stellt wichtige, vom imperialistischen Zeitgeist geprägte Akteure vor, die den Krieg im Orient vorantrieben, um deutsche Interessen durchzusetzen, politische und ökonomische. Sibylle Thelen, Stuttgarter Zeitung Gottschlich erzählt die Geschichte des Armeniengenozids nicht in Form einer wissenschaftlichen Abhandlung, sondern als spannende historische Reportage. (.) Bis aus weiteres ist es als unverzichtbares Standardwerk zum Thema anzusehen. iz3w/südnordfunk Meines Erachtens der wichtigste Beitrag zur Aufarbeitung einer verdrängten Schuld. Und sei es 'nur' einer Mitschuld. Normalerweise sagt man das über einen guten Roman oder einen spannenden Krimi, aber dieses Buch ist ein Muss. Ist Teil der Geschichte. Und es ist Jürgen Gottschlich und dem Ch. Links Verlag zu verdanken, dass wir diesen Teil der Geschichte überhaupt mitbekommen. Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln (auf KommBuch.com) 'Beihilfe zum Völkermord' heißt Gottschlichs aufwühlendes Buch. Der Journalist hat in deutschen und türkischen Archiven recherchiert und legt offen, Deutschland war in den Völkermord verstrickt. ZDF aspekte Jürgen Gottschlich hat die wichtigste Neuerscheinung zum Völkermord an den Armeniern in diesem Jahr vorgelegt. In leicht und anschaulich verfasster Geschichtsschreibung umkreist Gottschlich das Thema: 'Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier', so der Untertitel. Stefan Berkholz, Bayerischer Rundfunk, BR 2, Diwan Jürgen Gottschlich hat ein sehr gut lesbares und höchst informatives Buch geschrieben, in dem er die deutschen militärischen Hintergründe des Völkermordes an den Armeniern wieder in den Vordergrund gerückt gat. Wolfgang Gust, literaturkritik.de Mit 'Beihilfe zum Völkermord' legt Gottschlich eine ebenso packende wie bestürzende historische Reportage vor und den Beweis, dass seriöse Geschichtsforschung und engagierter Journalismus sich sehr wohl vertragen. Olaf Schmidt, Kreuzer

Erscheint lt. Verlag 25.2.2015
Zusatzinfo 77 schw.-w. Abb. 4 Ktn.
Sprache deutsch
Maße 135 x 210 mm
Gewicht 552 g
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik 20. Jahrhundert bis 1945
Geisteswissenschaften Geschichte
Schlagworte Abdülhamid • Aleppo • Anatolien • Ankara • Armenien • Armenier • Arthur Zimmermann • Atatürk • Bagdad • Bahaeddin Schakir • Berg-Karabach • Carl Humann • Dardanellen • Deportation • Deutsches Reich • Deutsches Reich 1871-1918 • Eberhard Graf Wolffskeel von Reichenberg • Eisenbahnbaron • Enver Pascha • Erich Ludendorff • Erich von Falkenhayn • Ernst Jäckh • erzurum • Felix Guse • Friedrich Bronsart Schellendorf • Friedrich Kress von Kressenstein • Genozid • Goeben • Gottlieb von Jagow • Hans Freiherr von Wangenheim • Hans Humann • Hans von Seeckt • Henry Morgenthau • Hrant Dink • Ismael Enver • Istanbul • Jerewan • Johannes Lepsius • Kaukasus • Kemah-Schlucht • Kiamil • Konstantinopel • Marie Humann • Mehmet Said Halim • Mehmet V. • Mesopotamien • Musa Dagh • Mustafa Kemal • Napoleon Bonaparte • Neubabelsberg • Orient • Osmanisches Reich • Otto Liman von Sanders • Otto von Feldmann • Otto von Lossow • Paul Graf Wolff Metternich zur Gracht • Paul Rohrbach • Pergamon • Persien • Recep Tayyip Erdogan • Sarikamis • Syrien • Talaat • Theobald von Bethmann Hollweg • Türkei • Urfa • Van • Vernichtung • Völkermord • Völkermord / Genozid • Wilhelm Heinrich Solf • Wilhelm II. • Wilhelm Leopold Colmar von der Goltz • Wilhelm Souchon • Zeitun
ISBN-10 3-86153-817-2 / 3861538172
ISBN-13 978-3-86153-817-2 / 9783861538172
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Theologe im Widerstand

von Christiane Tietz

Buch | Softcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80
Geschichte und Verbrechen

von Bastian Hein

Buch | Softcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80
die Musik und das Leben im Zeitalter der Weltkriege

von Jeremy Eichler

Buch | Hardcover (2024)
Klett-Cotta (Verlag)
CHF 44,75