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Die Adipositas-Epidemie als politisches Problem (eBook)

Gesellschaftliche Wahrnehmung und staatliche Intervention
eBook Download: PDF
2014 | 2015
XII, 336 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Verlag)
978-3-658-06614-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Adipositas-Epidemie als politisches Problem - Friedrich Schorb
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Die 'Adipositas-Epidemie' gilt als eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart und zunehmend auch als politisches Problem. Die Studie untersucht den Prozess der Etablierung dieser, zwar nur temporären, aber dennoch wirkmächtigen Wahrheit über dicke Körper und ordnet sie in ihren gesellschaftspolitischen Kontext ein. Dabei wird auch auf Gegendeutungen eingegangen; etwa auf die Forderung, dicke Körper als gleichberechtigten Teil gesellschaftlicher Vielfalt anzuerkennen. Anschließend wird analysiert, wie sich die politischen Maßnahmen gegen die 'Adipositas-Epidemie' in Deutschland, den USA, Großbritannien und der Europäischen Union in den Paradigmenwechsel vom fürsorgenden zum aktivierenden Sozialstaat einfügen.

Dr. Friedrich Schorb ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen.

Dr. Friedrich Schorb ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen.

Danksagung 6
Inhaltsverzeichnis 8
1 Einleitung 13
1.1 Forschungsziel und Fragestellung 16
1.2 Zur Untersuchung sozialer Problemkarrieren – Theoretische Grundannahmen der Arbeit 17
1.3 Aufbau der Arbeit 23
2 Gesellschaftliche Wissensbestände um Adipositas 27
2.1 Vom Embonpoint zur Epidemie – Adipositas als gesellschaftliches Problem 27
2.1.1 Der Wandel des Schönheitsideals im 19. Jahrhundert 28
2.1.2 Erklärungen für den Wandel des Schönheitsideals 30
2.1.3 Das neue Schönheitsideal und die Rolle der Medizin 31
2.1.4 Das Schlankheitsparadoxon in der westlichen Welt 35
2.2 Definition der Adipositas 37
2.2.1 Zur historischen Entstehung der heutigen Grenzwerte 39
2.2.2 Zur Diskussion um ethnische Grenzwerte für Übergewicht und Adipositas 42
2.2.3 Zur Definition von Übergewicht und Adipositas bei Kindern 48
2.3 Ätiologie und Therapie der Adipositas 50
2.3.1 Der Körper als Kraftwerk – Die Lehre von der Energiebilanz 50
2.3.2 Der Körper als Thermostat – Die Set-Point-Theorie 51
2.3.3 Zur Psychologie des menschlichen Appetits 55
2.3.4 Endogene Ursachen für Adipositas 61
2.3.5 Der Einfluss der Gene auf das Essverhalten und das Körpergewicht 64
2.3.6 Zur Behandlung von Adipositas 66
2.3.7 Zusammenfassung der medizinisch-psychologischen Wissensbestände um Adipositas 73
2.4 Soziale Risikofaktoren von Dickleibigkeit und für Dickleibigkeit 76
2.4.1 Geschlechtsspezifische Risikofaktoren 77
2.4.2 Sozioökonomische Risikofaktoren 79
2.4.3 Ethnische Risikofaktoren 85
2.4.4 Die Auswirkungen von Gewichtsdiskriminierung auf das Körpergewicht 86
3 Die „Adipositas-Epidemie“ und ihre wichtigsten Alternativund Gegendeutungen 92
3.1 Das Problemmuster der „Adipositas-Epidemie“ 93
3.1.1 Der Problemname 93
3.1.2 Die Akteure der Problemwahrnehmung „Adipositas-Epidemie“ 98
3.1.3 Das „Adipositas-Epidemie“-Narrativ – Erkennungsschema und Diskursstrategien 114
3.1.4 Die adipogene Umwelt 125
3.1.5 Die adipogene Kultur 135
3.1.6 „The climate Change of Public Health“ 146
3.1.7 Das Ende der „Adipositas-Epidemie“? 155
3.1.8 Zusammenfassung der gesellschaftlichen Wissensbestände um die Problemwahrnehmung „Adipositas-Epidemie“ 167
3.2 Alternativdeutungen zur „Adipositas-Epidemie“ 169
3.2.1 Die Kohlehydratskeptiker 170
3.2.2 Adipositas als Suchterkrankung 176
3.3 Gegendeutungen zur Problemwahrnehmung „Adipositas-Epidemie“ 184
3.3.1 Adipositas als individuelles Problem 185
3.3.2 Akteure und Allianzen der Wahrnehmung „Adipositas als individuelles Problem” 193
3.3.3 Die Anti-Diät-Bewegung 198
3.3.4 Fat Acceptance 205
3.3.5 Fett als Identität 213
3.3.6 Akteure und Allianzen von Fat Acceptance 220
3.3.7 Fat Rights 227
3.3.8 Zusammenfassung der Gegendeutungen zur Problemwahrnehmung „Adipositas-Epidemie“ 230
4 Staatliche Interventionen gegen die „Adipositas-Epidemie“ 233
4.1 Analyse der Nationalen Aktionspläne 234
4.1.1 Darstellung der Ursachen für die „Adipositas-Epidemie“ in den Nationalen Aktionsplänen 235
4.1.2 Diskursstrategien in den Nationalen Aktionsplänen 243
4.1.3 Vergleich der Nationalen Aktionspläne 248
4.2 Public Health und Healthismus 249
4.2.1 „New Public Health“ 250
4.2.2 Gesundheitsförderung und Prävention 253
4.2.3 Von „New Public Health” zu „Healthism” 257
4.2.4 Eigenverantwortung und Medikalisierung in den Nationalen Aktionsplänen 263
4.3 Gesundheitspolitik im Aktivierenden Sozialstaat 267
4.3.1 Das “Harm-Principle” von John Stuart Mill 268
4.3.2 Zur Rolle der Sicherheitsdispositive im liberalen Staat 270
4.3.3 Zur politischen Ökonomie des Sozialstaates 273
4.3.4 Zum Verhältnis von Privatisierung und Ökonomisierung im Aktivierenden Sozialstaat 275
4.3.5 Zur politischen Theorie des Aktivierenden Sozialstaates 277
4.3.6 Motivation und Zielsetzung der Nationalen Aktionspläne 281
4.3.7 Methodik der Nationalen Aktionspläne 286
4.4 Realpolitische Interventionen 292
4.4.1 Die Interventionsleiter 293
4.4.2 Beispiele für Interventionsstufen in den Nationalen Aktionsplänen 296
4.4.3 Interventionen bei Kindern und Jugendlichen 302
4.4.4 Interventionen in die Preisstruktur von Lebensmitteln 306
4.4.5 Punitivität der Maßnahmen gegen die „Adipositas-Epidemie“ 311
5 Fazit 315
Literaturverzeichnis 325

Erscheint lt. Verlag 5.11.2014
Reihe/Serie Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit
Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit
Zusatzinfo XII, 336 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Fat-Studies • New Public Health • Realpolitische Interventionen • Soziale Arbeit
ISBN-10 3-658-06614-8 / 3658066148
ISBN-13 978-3-658-06614-7 / 9783658066147
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