Machtvolle Verhandlungen (eBook)
348 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-37035-4 (ISBN)
Dr. Alexandra Ortmann arbeitet in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und leitet das Büro der Senatorin.
Dr. Alexandra Ortmann arbeitet in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und leitet das Büro der Senatorin.
Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
Einleitung 10
Teil I: Das Selbstbild der Strafjustiz im Kaiserreich und in der frühen Weimarer Republik 24
1. Wahrheit und Form als widerstreitende Verfahrensziele 25
1.1 Die Suche nach der Wahrheit 26
1.1.1 Religion als Fundament der juristischen Wahrheitssuche 28
1.1.2 Die Wahrheit im Meineidsverfahren – Fallbeispiel I aus dem ländlichen Allgäu: Der gestohlene Deichel 33
1.2 Die Suche nach dem formal korrekten Verfahren 38
1.2.1 Die Uneindeutigkeit der Gesetze 39
1.2.2 Die ›juristische Varianz‹ – ein methodisches Plädoyer am Beispiel der Voruntersuchung 47
2. Die Multiperspektivität der Gerichtsakte 54
2.1 Die juristische Logik der Gerichtsakte 55
2.1.1 Die Akte als Beweis – Ziele der Aktenführung 55
2.1.2 Aufbau der Akte – Fallbeispiel II aus dem ländlichen Allgäu: Die ermordete Magd 57
2.1.3 Protokolle als Verschriftlichung von Dialogen 62
2.1.4 Das juristische Narrativ der Akte 66
2.2 Die Gerichtsakte als vielstimmige historische Quelle 67
3. Die juristische Identität 71
3.1 Die Abgrenzung der juristischen Profession 74
3.1.1 Die Abwehr von robentragenden Frauen 74
3.1.2 Rechtskonsulenten als »Winkeljuristen« 76
3.1.3 »Laienrichter« – Geschworene und Schöffen 78
3.2 Arbeitsteilung und Konflikte im Gerichtssaal 87
3.2.1 Unabhängig, leitend, gerecht? Der Strafrichter 87
3.2.2 Richtend, verteidigend, anklagend? Der Staatsanwalt 90
3.2.3 Objektiv, genau, einseitig? Der Untersuchungsrichter 93
3.2.4 Ehrenhaft, unparteiisch, verdächtig? Der Verteidiger 96
3.2.5 Sorgfältig und vielseitig: Der Gerichtsschreiber 102
4. Das juristische Selbstbild – ein Fazit 106
Teil II: Die Öffentlichkeit als Machtfaktor im Kaiserreich 110
1. Orte der Kommunikation in strafgerichtlichen Verfahren 115
1.1 Justizpaläste als Orte von Macht, Religion und Hierarchie 116
1.2 Die Öffentlichkeit des juristisch Geheimen 123
1.2.1 Geheimnis und Öffentlichkeit im Gerichtssaal 124
1.2.2 Die geheime Voruntersuchung im öffentlichen Raum – Schwäbische Gaststätten als Orte gerichtlicher Handlungen 127
1.2.3 Die sicht- und hörbaren Recherchen vor Ort 132
2. Das mediale Bild des Gerichts – lokale und überregionale Informationen 137
2.1 Das Gericht als Nachbar – der Nachbar vor Gericht 139
2.1.1 Alltagsjustiz in der schwäbischen Lokalpresse 140
2.1.2 Juristische Logiken und personenbezogene Informationen in der schwäbischen Lokalpresse 142
2.2 Das Sensationelle und Unterhaltende der Strafjustiz 147
2.2.1 Prozesse auf der Titelseite – die überregionale Gerichtsberichterstattung 148
2.2.2 Die Justiz als Objekt der Literatur 149
2.2.3 Verbrechen und Gericht im Film 152
3. Konflikte zwischen Juristen und Öffentlichkeit 157
3.1 Lauter werdende und vielfältige Kritik an der Justiz 157
3.2 Die Einschränkung der Öffentlichkeit als Reaktion auf Kritik 162
3.2.1 Die Öffentlichkeit als Enttäuschung 164
3.2.2 Schleichende Rückkehr nicht-öffentlicher Verhandlungen ab den 1880ern 169
3.3 Rechtsberatung als lokale und reichsweite gesellschaftliche Partizipation um 1900 174
3.3.1 Wenig Hilfe für mittellose Angeklagte 175
3.3.2 Kampf gegen die Männerjustiz 178
3.3.3 Gerichtssäle als Ort des Klassenkampfes 180
4. Öffentlichkeit, Partizipation und Konflikte – ein Fazit 186
Teil III: Die Partizipationschancen der ›Laien‹ vor Gericht – eine Fallstudie aus Bayern 190
1. Die Zeugenvernehmung – informativ und gefürchtet 191
1.1 Vernehmungen als Orte der Information 191
1.1.1 Fragekorsette statt freier Rede 192
1.1.2 Wissenserwerb der Zeugen durch die Fragetechniken 194
1.1.3 Schweigen und Reden als machtvolles Zeugenverhalten 196
1.2 ›Laien‹ als Gefahr für die Wahrheitssuche 201
1.2.1 Die juristische Furcht vor lügenden Zeugen 202
1.2.2 Die abgeschafften Beweisregeln als Hilfsmittel 204
2. Das unverzichtbare Verhör 210
2.1 Der äußere Rahmen 210
2.2 Das asymmetrische Gespräch 212
2.2.1 Paternalismus und Misstrauen der Juristen 213
2.2.2 Das Geständnis als Ziel? 216
2.2.3 Die juristische Varianz des Paragraphen 136 Reichsstrafprozessordnung 218
3. Die juristischen Kenntnisse der ›Laien‹ 229
3.1 Von Delikten, Strafen und Rechten 231
3.2 Gleiche Kriterien der Glaubwürdigkeit 234
4. Aktives Prozessieren 244
4.1 Die Anzeige als Mittel im dispute process 244
4.1.1 Die Anzeige als Abwägungsprozess 245
4.1.2 Die Meineidsanzeige als Frage der Ehre 249
4.2 Wissen wird Macht 253
4.2.1 Eingaben, Recherchen, Briefe und Annoncen 256
4.2.2 Die Beeinflussung von Zeuginnen und Zeugen 259
4.3 Die Gefahr selbstbewussten Prozessierens 263
4.3.1 Die beleidigende Beschwerde 263
4.3.2 Die Pathologisierung der Beschwerde 266
4.3.3 Partizipation trotz Repressionsansätzen 267
5. ›Laien‹ zwischen Partizipation und Hemmnissen – ein Fazit 270
Zusammenfassung: Staatsbürger vor Gericht 274
Zeitleisten 286
Dank 290
Abkürzungen 294
Quellen- und Literaturverzeichnis 296
Ungedruckte Quellen 296
Gedruckte Quellen 297
Literatur 313
Register 342
Personenregister 342
Ortsregister 344
Sachregister 345
| Erscheint lt. Verlag | 1.10.2014 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft |
| Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. | Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. |
| Zusatzinfo | mit 5 Abb. |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Neuzeit (bis 1918) |
| Schlagworte | Deutschland /Neuere Geschichte • Geistes- und Kulturgeschichte • Gerichtsbarkeit • Geschichte/ 19./20.Jahrhundert • Justiz • Kulturgeschichte • Rechtsgeschichte |
| ISBN-10 | 3-647-37035-5 / 3647370355 |
| ISBN-13 | 978-3-647-37035-4 / 9783647370354 |
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