Vom europäischen Verbindungsbüro zur transnationalen Gewerkschaftsorganisation (eBook)
505 Seiten
Franz Steiner Verlag
978-3-515-10855-3 (ISBN)
Von Beginn der Europäischen Integration an schufen auch die Gewerkschaften Formen der Zusammenarbeit für den europäischen Gemeinschaftsraum. Unter den sich herausbildenden Europäischen Gewerkschaftsverbänden (EGV) nahm der Zusammenschluss der Metallgewerkschaften eine herausragende Stellung ein: Der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) schloss die traditionell im Gewerkschaftsbereich führenden, da mitgliederstarken und gut organisierten Metallarbeitnehmerorganisationen zusammen und vertrat zugleich mit der Metall- und Elektroindustrie Leitindustrien für Europa, die Taktgeber für den technologischen und ökonomischen Wandel waren.
Erstmals wird durch Yves Clairmont die Entwicklung der europäischen Metallgewerkschaftszusammenarbeit von deren Anfängen in der Montanunion bis zur zeitgeschichtlichen Zäsur um 1990 wissenschaftlich nachgezeichnet. Hierbei zeigt sich, dass die Metallgewerkschaften - ausgehend von einem kleinen Koordinationsbüro - ihre Organisationsstrukturen und -strategien sukzessive dem europäischen Mehrebenensystem anpassten und stärkten. Es gelang ihnen so zunehmend, originär gewerkschaftliche Machtpotentiale für Europa zu entfalteten, so dass sich der EMB schon vor der Jahrtausendwende zu einer transnationalen Gewerkschaftsorganisation formierte.
Yves Clairmont ist Historiker mit den Schwerpunkten der Geschichte und Kulturgeschichte der Arbeit sowie der Geschichte der Europäischen Integration. Er studierte Geschichte, Neuere deutsche Literatur und Philosophie und im Zusatzstudium Museumsmanagement an der Universität Hamburg. Im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin - Arbeitsstelle für Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik - entstand seine Dissertation zum Europäischen Metallgewerkschaftsbund.
INHALTSVERZEICHNIS 8
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 12
DANK 22
I. EINLEITUNG 24
1. Warum zeitgeschichtliche Forschung zum EMB? 24
2. Forschungsstand 33
3. Quellenlage 51
4. Der Metallausschuss/EMB – eine Gewerkschaftsorganisation? 55
5. Der Metallausschuss/EMB – eine transnationale Gewerkschaftsorganisation? 66
6. Zum Aufbau und Anlage der Arbeit 76
II. VORGESCHICHTE UND KONTEXT 79
1. „Workers of the World unite“? – Gewerkschaftlicher Internationalismus 79
2. Gemeinsam in den Gemeinschaften – die Entwicklung europäischer Gewerkschaftsstrukturen 86
III. DIE GRÜNDUNG DES EMB – DER METALLAUSSCHUSS 1963–1971 102
1. Mehr als nur ein Vorläufer – der Europäische Ausschuss der Metallgewerkschaften 102
2. Schreibtisch und Aktenschrank füllen sich – Leitlinien und Arbeitsfelder des Metallausschusses 107
2.1 Nahe und ferne Verwandte – der Metallausschuss in den Strukturen internationaler Gewerkschaftszusammenarbeit 112
2.2 Kritisch konstruktiv – die Einflussnahme des Metallausschusses auf die EWG-Organe 145
2.3 Der einsame Sozialpartner – die Suche des Metallausschusses nach Kontakten zur Arbeitgeberseite 169
3. Auf dem Weg zum EMB – vom Arbeitsprogramm zur neuen Statur 197
4. Die ersten acht Jahre Metallgewerkschaftsstrukturen in der Gemeinschaft – eine Zwischenbilanz 208
IV. DER EUROPÄISCHE METALLGEWERKSCHAFTSBUND(EMB) IN DER GEMEINSCHAFT 1971–1990 219
1. Mit neuer Struktur vor dem Strukturbruch 219
2. Das Werkstück findet seine Form 228
2.1 Konstituierung und Gestalt des EMB 228
2.2 Der EMB im Kampf um die eigene „Kaufkraft“? – Finanzen 251
2.3 Die Erweiterungen des EMB 260
2.4 Die Hälfte der Welt, aber nicht der Gewerkschaft – Frauen im EMB 307
2.5 „Einen Teil der eigenen Geschichte und Kultur vergessen“? – Selbstverständnis, Ziele und programmatische Ausrichtung des EMB 311
3. Der EMB in den Strukturen internationaler Gewerkschaftszusammenarbeit 320
3.1 Solidarität organisieren – die Zusammenarbeit der europäischen Metallgewerkschaften innerhalb des EMB 320
3.2 „Keinesfalls ein Konkurrenzkampf“? – der EMB und der IMB 332
3.3 „Immer als Mitglied des EGB gefühlt“ – der EMB und der EBFG/EGB 340
3.4 „Das hat wenig mit gewerkschaftlicher Solidarität zu tun“ – Montanausschuss und Verbindungsbüro Luxemburg 346
4. Zwischen Avantgarde und den Mühen der Ebene – der EMB und die EWG-Organe 358
4.1 „Einen Luftballon hochlassen“ für eine gemeinschaftliche Industriepolitik 374
5. Der EMB und die europäischen Industriellen Beziehungen 404
5.1 „Da kam nichts bei raus!“ – der EMB und die europäischenMetallarbeitgeberorganisationen 404
5.2 Die Stimme der europäischen Arbeitnehmer in Multinationalen Konzernen 418
V. RÉSUMÉ UND SCHLUSS 459
VI. LITERATUR UND QUELLEN 474
1. Mündliche Quellen 474
2. Archivalien 474
3. Literatur und gedruckte Quellen 474
| Erscheint lt. Verlag | 9.9.2014 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zur Geschichte der Europäischen Integration / Études sur l’Histoire de l’Intégration Européenne / Studies on the History of European Integration) |
| Zusatzinfo | 2 farb. Abb., 18 schw.-w. Tab. |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte |
| Schlagworte | Geschichte • Gewerkschaftsorganisation • Machtpotentiale • Metallgewerkschaftsbundes • Strategien • Verbindungsbüro |
| ISBN-10 | 3-515-10855-6 / 3515108556 |
| ISBN-13 | 978-3-515-10855-3 / 9783515108553 |
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