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Verfolgte Schüler (eBook)

Ursachen und Folgen von Diskriminierung im Schulwesen der DDR
eBook Download: PDF
2014 | 1. Auflage
440 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-36966-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verfolgte Schüler -  Tina Kwiatkowski-Celofiga
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Zur Geschichte des DDR-Erziehungs- und Bildungssystems gehören zahlreiche Geschichten von Schülern, die aus politischen Gründen benachteiligt wurden und der Willkür von Staat und Partei rechtlich schutzlos ausgeliefert waren. Das politische System der DDR ging gegen solche Benachteiligungen nicht vor, sondern ermöglichte sie überhaupt erst und war sogar darauf angelegt. Während mit der SED-Diktatur 1989/90 auch die von ihr verantworteten Benachteiligungen von Schülern ein Ende fanden, konnten die Folgen des geschehenen Unrechts nicht für jeden einzelnen Betroffenen revidiert oder gemildert werden. Mit dem Erziehungskonzept einer allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit strebte die SED danach, ihren Machtanspruch gegenüber der Bevölkerung frühzeitig und systematisch durchzusetzen. Dieses Streben degradierte Kinder zu »Objekten« der Erziehungspolitik, die es für die eigenen Zwecke mit allen Mitteln zu gewinnen galt. Alternative Erziehungsvorstellungen von Eltern wurden dabei nicht toleriert. Um diesen »schädlichen« elterlichen Einfluss zu unterbinden, schreckten die Träger des Systems auch nicht vor Repressionen gegenüber deren Kindern zurück. Zu diesen Trägern des Systems gehörte neben der Gruppe Partei- und Staatsfunktionäre auch ein großer Teil der Schuldirektoren und ein nicht zu unterschätzender Teil der Lehrerschaft, die bewusst, auch mit Einschüchterung und Gesinnungsdruck die Erziehungsansprüche gegenüber Kindern und Jugendlichen durchsetzten.

Dr. Tina Kwiatkowski-Celofiga promovierte an den Universitäten Augsburg und Leipzig und arbeitet derzeit als Lehrerin an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.

Dr. Tina Kwiatkowski-Celofiga promovierte an den Universitäten Augsburg und Leipzig und arbeitet derzeit als Lehrerin an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.

Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
I. Einleitung 10
1. Relevanz 10
2. Fragestellung 11
3. Forschungsstand 18
4. Quellen und Methoden 24
5. Aufbau 29
II. Das Bildungssystem der DDR 32
1. Ideologische Grundlagen 32
2. Aufbau des Bildungssystems und rechtliche Grundlagen 40
3. Bevölkerungs- und bildungsstatistische Entwicklungen 67
III. Akteure und Institutionen 82
1. Ministerium für Volksbildung 85
2. Schulräte und Schulinspekteure 90
3. Weitere Institutionen 103
4. Schuldirektoren, Lehrer, Ausbildungsleiter und Vorgesetzte in Betrieben 122
5. Zusammenfassung 144
IV. Benachteiligung von Schülern 150
1. Theoretische Einordnung 150
1.1 Politisierung abweichenden Verhaltens 150
1.2 Diskriminierung 155
2. Gründe und Formen abweichenden Verhaltens 157
2.1 Soziale Herkunft und Verhalten von Familienangehörigen im Nationalsozialismus 165
2.2 Religionszugehörigkeit und kirchliche Jugendgruppen 168
2.3 Fehlende Mitgliedschaft in der Pionierorganisation oder in der Freien Deutschen Jugend, Verweigerung der Jugendweihe 178
2.4 Widerständiges Verhalten: 17. Juni 1953, 1968, politische Äußerungen und „abweichende“ Lebensweise 194
2.5 Flucht und Ausreise 204
2.6 Pazifistische Grundeinstellung, Ablehnung des verlängerten Militärdienstes 211
2.7 Verweigerte Zusammenarbeit mit dem MfS 226
2.8 Ablehnung von Unterrichtsinhalten 233
2.9 Zusammenfassung 238
3. Maßnahmen zur Diskriminierung 240
3.1 Beurteilungen 241
3.2 Schulstrafen 248
3.3 Verweigerte Auszeichnungen 251
3.4 Nichtzulassung zu weiterführenden Bildungseinrichtungen 254
3.5 Zusammenfassung 257
V. Der Umgang mit der Benachteiligung – rechtliche Abhilfemöglichkeiten 260
1. Beschwerde 263
2. Eingabe 267
2.1 Eingaben wegen Nichtaufnahme in weiterführende Bildungseinrichtungen 271
2.2 Eingaben aufgrund weiterer Benachteiligungen 293
3. Hilfsgesuche 309
4. Zusammenfassung 318
VI. Langfristige biographische Folgen 322
1. Berufliche und finanzielle Folgen 327
2. Persönliche und gesundheitliche Folgen 346
3. Zusammenfassung 361
VII. Die Rehabilitierung in Sachsen: Möglichkeiten und Grenzen 368
1. Der Begriff „Wiedergutmachung“ 368
2. Rechtliche Grundlagen 369
2.1 Das Strafrechtsänderungsgesetz vom 29. Juni 1990 369
2.2 Der Einigungsvertrag 369
2.3 Das Erste SED-Unrechtsbereinigungsgesetz 371
2.4 Das Zweite SED-Unrechtsbereinigungsgesetz 373
2.5 Das Dritte SED-Unrechtsbereinigungsgesetz 375
2.6 Besondere Regelungen des Freistaates Sachsen 380
3. Wert und Nutzen für Betroffene 380
4. Zusammenfassung 388
VIII. Schlussbetrachtungen 390
IX. Anhang 400
1. Abkürzungen 400
2. Quellenverzeichnis 402
3. Literaturverzeichnis 412
4. Tabellenverzeichnis 428
5. Diagrammverzeichnis 429
6. Abbildungsverzeichnis 430
7. Kurzbiographien 431
Dank 440
Back Cover 441

Erscheint lt. Verlag 13.8.2014
Reihe/Serie Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung.
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung.
Zusatzinfo mit 6 Abb., 14 Diagrammen u. 13 Tab.
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Zeitgeschichte
Schlagworte Deutschland (DDR) /Geschichte • Deutschland (DDR) /Gesellschaft • Deutschland (DDR) /Gesellschaft, Sozialwissenschaf • Sozialwissenschaf • Totalitarismusforschung
ISBN-10 3-647-36966-7 / 3647369667
ISBN-13 978-3-647-36966-2 / 9783647369662
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