Stimmen aus dem Jenseits
David Fassmanns historisch-politisches Journal "Gespräche in dem Reiche derer Todten" (1718-1740)
Seiten
| Ausstattung: eBook & Hardcover
2014
De Gruyter
978-3-11-034960-3 (ISBN)
De Gruyter
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In historical and cultural studies, the Early Modern Age has developed a profile of its own. The book series Frühe Neuzeit (Early Modern Age) publishes editions, monographs and collected volumes advancing fundamental research in the field. It does not seek to produce wide-ranging overviews, premature syntheses or pretentious constructions but takes the long route of detailed work and the exploration of submerged traditional linkages. Particular emphasis is placed on studies which transcend the boundaries of individual disciplines. Die Frühe Neuzeit hat in den Geschichts- und Kulturwissenschaften ein eigenes Profil gewonnen. Die Buchreihe Frühe Neuzeit dient der Grundlagenforschung in Gestalt von Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie strebt nicht die großräumige Überschau an, die vorschnelle Synthese oder prätentiöse Konstruktion, sondern nimmt den Umweg über die Arbeit am Detail und die Erkundung verschütteter Traditionszusammenhänge. Ein besonderer Akzent liegt auf Untersuchungen, welche die Grenzen der Fachdisziplin überschreiten.
Zwischen 1718 und 1740 erschien ein deutschsprachiges Journal in Dialogform, dessen Einfluss auf die europäische Zeitschriftenliteratur lange unterschätzt wurde. An den äußerst erfolgreichen „Gesprächen in dem Reiche derer Todten“ wird gezeigt, wie politische Kommentare zum aktuellen Zeitgeschehen mit einem umfassenden historischen Bildungsprogramm und populären Gesprächsthemen verknüpft wurden. Im Gegensatz zu gelehrten und häufig noch lateinischen Zeitschriften boten die deutschsprachigen Totengespräche des Hofhistoriographen und Diplomaten David Fassmann eine eklektizistische Mischung von Themen, Figuren und stilistischen Zitaten, was Zeitgenossen wie Gottsched als Kritiker auf den Plan rief. Trotzdem gehörten die Totengespräche mit zu den erfolgreichsten Organen auf dem europäischen Journalmarkt und lösten eine Art ‚Renaissance?der antiken Gattung aus. Gerade an der Darstellung ‚exotischer? Figuren wie Süleyman oder Kleopatra wird deutlich, in welchem Spannungsfeld zwischen Eigenem und Fremden sich zeitgenössische Nachrichtenorgane zu Beginn der Frühaufklärung befanden.
Zwischen 1718 und 1740 erschien ein deutschsprachiges Journal in Dialogform, dessen Einfluss auf die europäische Zeitschriftenliteratur lange unterschätzt wurde. An den äußerst erfolgreichen „Gesprächen in dem Reiche derer Todten“ wird gezeigt, wie politische Kommentare zum aktuellen Zeitgeschehen mit einem umfassenden historischen Bildungsprogramm und populären Gesprächsthemen verknüpft wurden. Im Gegensatz zu gelehrten und häufig noch lateinischen Zeitschriften boten die deutschsprachigen Totengespräche des Hofhistoriographen und Diplomaten David Fassmann eine eklektizistische Mischung von Themen, Figuren und stilistischen Zitaten, was Zeitgenossen wie Gottsched als Kritiker auf den Plan rief. Trotzdem gehörten die Totengespräche mit zu den erfolgreichsten Organen auf dem europäischen Journalmarkt und lösten eine Art ‚Renaissance?der antiken Gattung aus. Gerade an der Darstellung ‚exotischer? Figuren wie Süleyman oder Kleopatra wird deutlich, in welchem Spannungsfeld zwischen Eigenem und Fremden sich zeitgenössische Nachrichtenorgane zu Beginn der Frühaufklärung befanden.
Stephanie Dreyfürst, Schreibzentrum/Goethe-Universität, Frankfurt am Main.
| Reihe/Serie | Frühe Neuzeit ; 187 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Includes a print version and an ebook |
| Verlagsort | Berlin/Boston |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik |
| Schlagworte | Dialog • Dialogues of the Dead • Dialogues of the Dead; exotism; journal • exotism • Exotismus • Journal • Totengespräch |
| ISBN-10 | 3-11-034960-4 / 3110349604 |
| ISBN-13 | 978-3-11-034960-3 / 9783110349603 |
| Zustand | Neuware |
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