Jude, Kommunist und Neger
Zambon Verlag & Vertrieb
978-3-88975-209-3 (ISBN)
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Was für ein Skandal!
Die politische Korrektheit wird durch diesen Titel mit Füßen getreten.
Aber warum sollte ein Jude beleidigt sein, wenn jemand ihn als Jude bezeichnet?
Und ein Kommunist? Beleidigt sicher nicht, vielleicht nur beunruhigt
– wenn nicht beängstigt - wegen der von ihm erlittenen Diskriminierung
seitens der „Demokraten“. Warum sollte also ein Neger beleidigt sein? Weil
die Bezeichnung mit großer Diskriminierung verbunden ist. Und waren Juden
und Kommunisten dagegen immer respektiert und geachtet?
Viele denken, es wäre besser gewesen, einen anderen Titel zu wählen, und
zwar: mosaischen Glaubens (anstatt Jude), Weltverbesserer (anstatt Kommunist)
und schwarz (anstatt Neger).
Aber wir wollten uns nicht lächerlich machen und haben uns entschieden, bei
Neger zu bleiben. Es hat keinen Sinn, jemanden „schwarz“ zu bezeichnen,
wenn er in unserer Gesellschaft immer noch wie ein „Nigger“ behandelt wird.
Wir leben offensichtlich in einer rassistischen Gesellschaft, in welcher, unter
den Augen der Frontex-Behörden vor Lampedusa nicht nur kläglich die Flüchtlinge
aus Afrika ertrinken lässt; sondern die Fischerbootskapitäne vor Gericht
zerrt, die darauf beharren, den Hilferufen der Flüchtlinge gehör zu verschaffen
und versuchen „gesetzwidrig“ sie
ans Land zu ziehen: wir leben in einer
Gesellschaft der puren Heuchelei.
Wenn Alessandro Sinigaglia noch leben
würde, würde er sicher den Deutschen
sagen: Beruhigt euch – ich bin
und bleibe Neger, schwarz ist eure Angela Merkel.
1 Cynthia, David und Alessandro
2 In San Domenico di Fiesole in der Villa Smith
3 In Florenz in der Via Ghibellina
4 In Russland, im gelobten Land
5 In Spanien bei der Verteidigung der Republik
6 In Frankreich in den Straflagern
7 In Ventotene in der Verbannung
8 In Florenz an der Spitze
der „Gruppi d’Azione Patriottica“
Im vorliegenden Buch wird die Geschichte eines Mannes erzählt, dessen Vorfahren in den USA als „Neger“ noch Sklaven gewesen waren. Seine Mutter kam als Dienstmädchen einer US-amerikanischen Familie nach Italien. Früh schloss sich Alessandro Sinigaglia der Arbeiterbewegung an. Später wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens. Das alleine hätte ihn, vor allem in der Zeit der Herrschaft Mussolinis, zu einem Diskriminierten und Verfolgten gemacht. Dazu kam aber noch, dass sein Vater Jude war. Zwar praktizierte Sinigaglia die jüdische Religion nicht, was aber andere nicht daran hinderte, ihn als „Negerjuden“ zu beschimpfen. „Jude, Kommunist, Neger“ – der Titel des vorliegenden Buches benennt die Stereotypen und Etiketten, mit denen im 20. Jahrhundert Menschen belegt wurden, die in der einen oder anderen Form von der Mehrheit abwichen. Um die politische Haltung Sinigaglias zu verstehen, könnten wir heranziehen, was der kürzlich verstorbene Rabbi David Hartmann zu den beiden gegensätzlichen Stellungnahmen Abrahams zum göttlichen Willen gesagt hat: „Er diskutiert mit Gott und versucht, Sodom zu retten, akzeptiert aber stillschweigend die Opferung seines Sohnes Isaak.“ Der Rabbi fährt fort: „Wir müssen mit aller Kraft versuchen, den Schmerz des Nächsten zu spüren, ihn zu mildern, ihn abzuwehren. Dies ist Chesed (Liebe).“(1) Der Aufforderung zu dieser Chesed folgend, schließt sich Alessandro Sinigaglia in jungen Jahren den Arditi del Popolo im antifaschistischen Widerstandskampf in der Toskana an, emigriert als Kommunist in die UdSSR und kämpft später zur Verteidigung der Spanischen Republik als Admiral in der republikanischen Flotte.Nach dem Sieg der Truppen Francos kommt er im „demokratischen“ Frankreich ins Gefängnis und wird anschließend – unter der deutschen Besetzung – nach Italien ausgeliefert. Dort wird er auf die Insel Ventotene im Thyrennischen Meer verbannt. (2) Nach dem Sturz Mussolinis wird der kranke Sinigaglia freigelassen und kümmert sich um die Neuorganisation der Partei mit dem Ziel, den fortgesetzten Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer und ihre italienischen Kollaborateure zu unterstützen. Als einer der Ersten organisiert er den bewaffneten Kampf in den Städten. Er war mutig, manchmal sogar tollkühn und vollbrachte seine Taten vor aller Augen. Faschistische Agenten spürten ihn aufgrund seiner unverwechselbaren körperlichen Merkmale auf. Er wurde von einer Polizeipatrouille aus nächster Nähe erschossen. Die bewegte und bewegende Biographie Sinigaglias kann dazu beitragen, den Zusammenhang und die Wirkung rassistischer, antisemitischer und antikommunistischer Ressentiments zu erkennen und zu bekämpfen. Sein Beispiel zeigt, wie man durch ein kämpferisches Leben alle Diskriminierungen überwinden kann.
| Erscheint lt. Verlag | 1.2.2014 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 140 mm |
| Gewicht | 300 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum | |
| Schlagworte | Juden • Judentum • Jund und Kommunist • Kommunist |
| ISBN-10 | 3-88975-209-8 / 3889752098 |
| ISBN-13 | 978-3-88975-209-3 / 9783889752093 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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