Abtreibung
Diskurse und Tendenzen
Seiten
2014
|
1., Aufl.
transcript (Verlag)
978-3-8376-2602-5 (ISBN)
transcript (Verlag)
978-3-8376-2602-5 (ISBN)
»Wir haben abgetrieben!« hieß es 1971 im »Stern«. Wie ist der heutige Diskussions- und Rechtsstand dieses nach wie vor umstrittenen Themas? Eine Bestandsaufnahme zwischen Akzeptanz und Moralisierung.
Zwanzig Jahre nach der gesetzlichen Neuregelung zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ist in den wissenschaftlichen Debatten sowohl eine merkwürdige Ruhe als auch eine problematisierende Perspektive zu konstatieren.
Die Beiträge des Bandes gehen den Hintergründen und Folgen nach. Siebzehn Autorinnen und Autoren, u.a. Cornelia Helfferich, Dagmar Herzog und Hartmut Kreß, analysieren wissenschaftliche und öffentliche Diskurse im Spannungsfeld zwischen zunehmender Akzeptanz der reproduktiven Selbstbestimmung einerseits und anhaltenden Moralisierungstendenzen andererseits, beleuchten die Schnittstellen zwischen dem Abtreibungsthema und reproduktionsmedizinischen und bioethischen Herausforderungen aus ethischer und juristischer Perspektive und diskutieren die Erfahrungen von Frauen sowie beteiligten Professionellen - auch unter Einbeziehung von internationalen Erfahrungen.
Ulrike Busch (Prof. Dr. phil.) lehrt Familienplanung und Beratung an der Hochschule Merseburg. Daphne Hahn (Prof. Dr.) lehrt Gesundheitswissenschaften und empirische Sozialforschung an der Hochschule Fulda.
Schwangerschaftsabbruch: Fundiert sachlich
Der von Ulrike Busch und Daphne Hahn herausgegebene Sammelband wendet sich dem Themenfeld Schwangerschaftsabbruch multiperspektivisch zu. Einerseits werden von Hartmut Kreß und Sabine Berghahn umfassende medizinethische und rechtliche Überlegungen zum Status des Embryos gebündelt vorgestellt. Andererseits wird empirischen Befunden Rechnung getragen, dass in medialen Debatten die
Im gesellschaftlichen Diskurs spielt die Situation der Frauen, die sich vor der Frage sehen, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen, kaum eine Rolle. Abtreibung ist gar stigmatisiert. Wie soll vor dem Hintergrund normativen Drucks eine individuelle und im Ausgang offene Beratung für Rat suchende Frauen aussehen? Die Psychologin Petra Schweiger erläutert die Situation der Frauen, ihr
Gerahmt werden die Beiträge von weiteren, die die historische Dimension beleuchten, internationale Vergleiche unternehmen und empirische Befunde zur Entscheidung von Paaren in Bezug auf Kinderwunsch sowie Schwangerschaftsabbruch vorstellen. Insgesamt ist der Band gründlich gearbeitet. Er bietet sich als Basis an, Schwangerschaftsabbruch in all seinen Dimensionen und fundiert sachlich zu behandeln.
— Heinz-Jürgen Voß
Der von Ulrike Busch und Daphne Hahn herausgegebene Sammelband wendet sich dem Themenfeld Schwangerschaftsabbruch multiperspektivisch zu. Einerseits werden von Hartmut Kreß und Sabine Berghahn umfassende medizinethische und rechtliche Überlegungen zum Status des Embryos gebündelt vorgestellt. Andererseits wird empirischen Befunden Rechnung getragen, dass in medialen Debatten die
Selbstbestimmung von Frauenim Vergleich etwa mit dem
Schutz des ungeborenen Lebensdeutlich seltener thematisiert wird.
Im gesellschaftlichen Diskurs spielt die Situation der Frauen, die sich vor der Frage sehen, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen, kaum eine Rolle. Abtreibung ist gar stigmatisiert. Wie soll vor dem Hintergrund normativen Drucks eine individuelle und im Ausgang offene Beratung für Rat suchende Frauen aussehen? Die Psychologin Petra Schweiger erläutert die Situation der Frauen, ihr
Erleben und Bewältigendes Schwangerschaftsabbruchs aus psychologischer Sicht. Einen Einblick in die Beratungspraxis gibt die Pädagogin und Therapeutin Jutta Franz. Die ärztliche Praxis und die Sicht der Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, stellen Christine Czygan, Ines Thonke und Helga Seyler in ihren Aufsätzen vor.
Gerahmt werden die Beiträge von weiteren, die die historische Dimension beleuchten, internationale Vergleiche unternehmen und empirische Befunde zur Entscheidung von Paaren in Bezug auf Kinderwunsch sowie Schwangerschaftsabbruch vorstellen. Insgesamt ist der Band gründlich gearbeitet. Er bietet sich als Basis an, Schwangerschaftsabbruch in all seinen Dimensionen und fundiert sachlich zu behandeln.
— Heinz-Jürgen Voß
| Erscheint lt. Verlag | 6.1.2015 |
|---|---|
| Reihe/Serie | KörperKulturen | KörperKulturen |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 225 mm |
| Gewicht | 514 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Allgemeines / Lexika |
| Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Ethik | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Gender Studies | |
| Schlagworte | Abtreibung • Bioethics • Bioethik • Body • ethics • Ethik • Gender • Gender Studies • Geschlecht • Körper • Körper • Law • Recht • Reproduktionsmedizin • Schwangerschaftsabbruch • Selbstbestimmung • Sociology • Soziologie |
| ISBN-10 | 3-8376-2602-4 / 3837626024 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-2602-5 / 9783837626025 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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