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Meldungen aus Norwegen 1940-1945 -

Meldungen aus Norwegen 1940-1945 (eBook)

Die geheimen Lageberichte des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD in Norwegen
eBook Download: PDF
2008 | 1. Auflage
1789 Seiten
De Gruyter Oldenbourg (Verlag)
978-3-486-70861-5 (ISBN)
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Die geheimen Lageberichte des 'Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD' (BdSudSD) in Norwegen liegen in unterschiedlichen Kumulationsstufen bzw. Berichtsserien vor. Den höchsten Kumulationsgrad repräsentieren die 'Meldungen aus Norwegen'. Da diese nur teilweise überliefert sind, wurden in die Edition auch alle nachweisbaren 'Tagesrapporte' und Sonderberichte aufgenommen. Inhaltlich wurden die 'Meldungen' durch Gestapo, Kriminalpolizei und SD gespeist. Im Gegensatz zu den entsprechenden Polizei-SD-Apparaten in den besetzten Ostgebieten hatte der BdSudSD in Norwegen keinen Vernichtungsauftrag, da er in einem 'germanischen' Bruderland operierte. Die Schwäche des norwegischen Kollaborationsregimes unter Vidkun Quisling und der zunehmende Widerstand gegen die Besatzung zwangen jedoch zu immer stärkerer Repression. Eine ausführliche Einleitung wird durch Organisationsübersichten der sicherheitspolizeilichen Dienststellen, Kurzbiographien der wichtigsten Akteuere, einer Karte mit den am 1.2.1945 bestehenden Kommandeursgebieten und sämtlichen nachgewiesenen Dienstorten des SD ergänzt. Ein ausführliches Register erschließt die Edition.

"Januar – 15. Dezember 1942 (S. 558-559) Januar 1942 Aufzeichnung des SS-Obersturmführers Dr. Georg Wolff (BdSudSD Oslo, Abt. III) zur Entwicklung der innenpolitischen Lage in Norwegen im Jahr 1941, Anfang 1942 BA R 43 II/674 b, Bl. 33-56 Die Haltung des norwegischen Volkes gegenüber Deutschland, dem Nationalsozialismus und der Nasjonal Samling hat sich im Laufe des Jahres 1941 in zunehmendem Maße verhärtet. Am Ende des zweiten Kalenderjahres der deutschen Besetzung Norwegens muß festgestellt werden, daß die zahlreichen Verständigungsmöglichkeiten, die das Jahr 1940 noch zu enthalten schien, nunmehr nicht mehr vorhanden sind, daß die Feindseligkeit des norwegischen Volkes gegenüber Deutschland sich vertieft, die sogenannte Neuordnung sich in der öffentlichen Meinung Norwegens nicht hat durchsetzen können und schließlich, daß die Bildung eines gemeineuropäischen Bewußtseins im norwegischen Volk nicht gelungen ist. Rückblickend kann festgestellt werden, daß diese negative Entwicklung der allgemeinen Stimmung in Norwegen eigentlich erst mit dem 25. September 1940 - dem Datum der Einsetzung der sogenannten NS-Staatsräte sowie des Verbots aller bisher bestehenden Parteien außer der Nasjonal Samling - einsetzte. Von diesem Zeitpunkt an nahm die nunmehr als ""staatstragende Partei"" anerkannte Nasjonal Samling eine zwar stetige, aber doch langsame Aufwärtsentwicklung, während auf der anderen Seite die öffentliche Meinung Norwegens eine im zunehmenden Maße ablehnende Haltung gegenüber Deutschland einzunehmen begann. Der Widerstand - durch den ""25. September"" zunächst nur aus den führenden Stellungen der Ministerien verdrängt - setzte sich nunmehr in untergeordneteren Verwaltungsstellen sowie in halböffentlichen Vereinigungen und Verbänden fest. Nicht ohne große Schwierigkeiten, die insbesondere in dem Mangel der Nasjonal Samling an geeigneten Persönlichkeiten bestanden, mußte nunmehr der Widerstand Schritt für Schritt vor allen Dingen aus den leitenden Positionen der staatlichen und Gemeindeverwaltung, der Rechtsprechung, der Polizei, der staatlichen Wirtschaftsführung, der öffentlichen Kulturpflege usw. herausgedrängt werden. Zum Teil ist dieser Vorgang auch heute noch nicht abgeschlossen. In demselben Maße jedoch, in dem die staatlichen Organe von dieser Entwicklung erfaßt wurden, verlagerte sich der Widerstand auf die dem Staat nicht unmittelbar zugänglichen Sektoren des öffentlichen Lebens: das gesellschaftliche, humanitäre und kulturelle Vereinswesen und vor allen Dingen auf die Berufsgenossenschaften, die Gewerkschaften, Lehrer-, Ärzte-, Rechtsanwalts-, Richter- usw. usw. - Verbände. Damit setzte die Politisierung eines Sektors des öffentlichen Lebens Norwegens ein, der bisher in ganz besonderem Maße für sich die Beziehung [!] ""unpolitisch"" in Anspruch genommen hatte. Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit der sogenannten ""43- Verbände-Angelegenheit"". 43 kulturelle Vereinigungen, humanitäre Verbände, Berufsvereine usw. wandten sich im Juni 1941 mit einer rein politischen Eingabe zunächst an den Reichskommissar und später auf illegalem Wege an die norwegische Öffentlichkeit. Dieser Schritt, der sich im übrigen gegen die Nasjonal Samling richtete, ließ in vollem Umfange die allgemeine Politisierung des öffentlichen Lebens Norwegens erkennen. Die Konsequenzen dieser ""Politisierungs-Bewegung"" waren in mehrfacher Beziehung bedeutungsvoll. Die weitreichendste Folge dieses Vorganges ist zweifellos darin zu erblicken, daß eben diese Politisierung als ein Zeichen dafür zu gelten hat, daß der norwegische Widerstand gegen den Nationalsozialismus den Glauben an die seiner Weltanschauung gemäßen Mittel und damit an seine Weltanschauung und letzten Endes sich selbst bereits verloren hatte. Auf die in diesem Zusammenhang auftretenden Probleme wird noch an anderer Stelle einzugehen sein. Die unmittelbare Folge der ""Politisierungs-Bewegung"" war jedoch die, daß sie Raum geschaffen hatte für einen politischen Gegenzug des Reichskommissars und der Nasjonal Sam-"

Erscheint lt. Verlag 31.10.2008
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Neuzeit (bis 1918)
Geschichte Allgemeine Geschichte 1918 bis 1945
ISBN-10 3-486-70861-9 / 3486708619
ISBN-13 978-3-486-70861-5 / 9783486708615
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