Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Die anwaltliche Taetigkeit waehrend der nationalsozialistischen Herrschaft - Friedo Schröder

Die anwaltliche Taetigkeit waehrend der nationalsozialistischen Herrschaft

Eine Analyse der anwaltlichen Argumentation in Zivilprozessen anhand der vorhandenen Prozeßakten der Landgerichte Frankenthal, Wiesbaden, Limburg und Frankfurt und der Handakten der juedischen Konsulenten des OLG-Bezirks Frankfurt
Buch | Softcover
292 Seiten
2001
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-36606-6 (ISBN)
CHF 133,95 inkl. MwSt
Der Verfasser zeigt mittels der Prozeßakten verschiedener Zivilrechtsstreitigkeiten der Jahre 1928 bis 1945, daß auch die Argumentation von Rechtsanwälten und jüdischen Konsulenten in Zivilprozessen nicht frei von nationalsozialistischer Propaganda war. Die Darstellung ihrer Rechtsansichten weist eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Segregation in der Gesellschaft auf, zu der sie beitrugen, indem sie - freiwillig - im Laufe der Zeit zunehmend auf eine den Wertewandel berücksichtigende Argumentation zurückgriffen. Zumeist handelte es sich dabei um die bloße Wiedergabe von leeren Worthülsen, in einigen Fällen aber, insbesondere wenn die eigene oder die gegnerische Partei eine nationalsozialistische Organisation war, kam es zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den propagierten Rechtsbegriffen, die über das bloße Mitläufertum hinaus ging.

Der Autor: Friedo Schröder, aus Wolfsburg stammend, hat an der Universität Mainz von 1986 bis 1992 studiert und anschließend sein Referendariat in Rheinland-Pfalz abgeleistet. Von 1995 an war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zivilrechtslehrstuhl von Prof. Dr. Arndt Teichmann an der Universität in Mainz. Nach Abschluß der Dissertation im April 2000 wechselte der Autor zur Anwaltsozietät Clifford Chance Pünder in Frankfurt am Main, wo er derzeit im Bereich der Restrukturierung und der steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Beratung von Unternehmen und Finanzinstituten tätig ist.

lt;i>Aus dem Inhalt: Veränderte rechtliche, wirtschaftliche und soziale Situation von Rechtsanwälten im Dritten Reich - Argumentation zu verleumderischen Behauptungen, erniedrigenden Äußerungen und zum Verhältnis der Prozeßparteien zur NSDAP - Auslegung von Recht und Gesetz - Verhältnis von Nationalsozialismus zu formalem Recht - Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung und Erberkrankten.

Erscheint lt. Verlag 13.3.2001
Reihe/Serie Rechtshistorische Reihe ; 235
Mitarbeit Herausgeber (Serie): Gerhard Lingelbach
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 390 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Militärgeschichte
Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern Privatrecht / Bürgerliches Recht
Recht / Steuern Rechtsgeschichte
Schlagworte Analyse • anhand • anwaltliche • anwaltlichen • Argumentation • bezirks • Drittes Reich /Recht • Eine • Frankenthal • Frankfurt • Friedo • Gerhard • Handakten • HC/Recht/Allgemeines, Lexika • Herrschaft • jüdischen • Konsulenten • landgerichte • Limburg • Lingelbach • Nationalsozialismus • nationalsozialistischen • Prozeßakten • Rechtsanwalt • Schröder • Tätigkeit • vorhandenen • während • Wiesbaden • Zivilprozess • Zivilprozessen
ISBN-10 3-631-36606-X / 363136606X
ISBN-13 978-3-631-36606-6 / 9783631366066
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende

von Sönke Neitzel

Buch | Softcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80