Die Logik der Industriepolitik im Dritten Reich (eBook)
320 Seiten
Franz Steiner Verlag
978-3-515-09532-7 (ISBN)
Vielmehr erfolgten die meisten Investitionen freiwillig aufgrund eines der privatwirtschaftlichen Rationalität entspringenden Profitinteresses. Dabei kalkulierten die Unternehmen mit ein, dass die spezifischen, durch die NS-Wirtschaftspolitik geschaffenen makroökonomischen Rahmenbedingungen - wie die staatlich induzierte Nachfrage oder die Devisenbewirtschaftung - nicht von Dauer sein würden. Zu Investitionen in den entsprechenden Bereichen waren sie deshalb nur bereit, wenn das Reich das Risiko ganz oder zum Teil übernahm. Dazu bediente sich der Staat einer Reihe von standardisierten Vertragstypen, die bisher von der Forschung weitgehend vernachlässigt wurden.
Inhaltsverzeichnis 6
Vorwort 10
1. Einleitung 12
1.1 Forschungsstand und Fragestellung 12
1.2 Vorgehensweise 23
2. Varianten der Investitionsförderung in den Autarkie- und Rüstungsbranchen 26
2.1. Einleitung 26
2.2 Der Wirtschaftlichkeitsgarantievertrag und seine Varianten 28
2.3 Pachtverträge und reichseigene Maschinen 38
2.4. Das Förderprämienverfahren 54
2.5. Der Zuschussvertrag 68
2.6. Risikoteilungsverträge 71
2.7. Zwischenergebnisse 82
3. Beispielhafte Investitionsentscheidungenin der Chemie- und in der Investitionsgüterindustrie 85
3.1 Buna 85
3.2 Die Treibstoffgewinnung mit dem Hydrier- und dem Fischer-Tropsch-Verfahren 104
3.3. Investitionsgüter 140
3.4. Chemische Vorprodukte 149
3.5 Zwischenergebnisse 160
4. Investitionsentscheidungen in der halbsynthetischen Chemiefaserindustrie 164
4.1 Einleitung 164
4.2 Die Vertragsverhandlungen zwischen Staat und Industrie 1934 167
4.3 Die staatliche Förderung 176
4.4. Zwang oder Freiwilligkeit bei der Kapitalbeschaffung der regionalen Zellwollewerke? 185
4.5 Vertragswahl und Erwartungen in der Friedenszeit 190
4.6 Vertragswahl und Erwartungen in der Kriegszeit 210
4.7. Zwischenergebnisse 222
5. Investitionsentscheidungen bei der Gewinnung von Nichteisenmetallen 225
5.1 Wirtschaftliche Entwicklung und staatliche Förderung 225
5.2 Vertragsform und Erwartungen 243
5.3 Zwischenergebnisse 277
6. Schlussbetrachtung: Ein „Modell“ zur Rationalität unternehmerischer Investitionsentscheidungen in den Autarkie- und Rüstungsbranchen und zur Logik der NS-Industriepolitik 279
6.1. Einleitung 279
6.2 Die Modellannahmen 280
6.3 Die Gewinnmaximierung der privaten Unternehmen und die Kostenminimierung des Staates 285
6.4 Vertragsprognosen und empirische Überprüfung 289
6.5 Zusammenfassung 299
7. Anhänge 302
8. Abkürzungsverzeichnis 307
9. Archiv- und Bestandsverzeichnis 309
10. Literaturverzeichnis 310
11. Tabellenverzeichnis 318
12. Schaubildverzeichnis 321
| Erscheint lt. Verlag | 22.6.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte | Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte |
| Schlagworte | Drittes Reich • Geschichte • Industriepolitik • Investitionen • Rüstungsindustrie • Wirtschafts- und Sozialgeschichte |
| ISBN-10 | 3-515-09532-2 / 3515095322 |
| ISBN-13 | 978-3-515-09532-7 / 9783515095327 |
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