Archäologie als Naturwissenschaft?
Eine Streitschrift
Seiten
2013
|
1.
Vergangenheitsverlag
978-3-86408-154-5 (ISBN)
Vergangenheitsverlag
978-3-86408-154-5 (ISBN)
Die Autoren treffen das Selbstverständnis der Archäologie ...
Seit rund zwei Jahrzehnten ist eine deutliche Zunahme der Zusammenarbeit einiger archäologischer Fächer mit den Naturwissenschaften festzustellen. Dazu gehört besonders die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, die in dieser Streitschrift im Zentrum steht. An die Stelle des Spatens, bis vor wenigen Jahren noch traditionelles Symbol der Archäologie, sind längst moderne technische Geräte wie das Notebook getreten. Und bei der Auswertung und Deutung von Funden und Fundkontexten scheinen naturwissenschaftliche Methoden mittlerweile den 'Königsweg' zu weisen.
Die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, so die Kernthese der Autoren, gerate immer stärker in den Bann eines positivistisch-szientistischen
Paradigmas. Gleichzeitig sind in sehr seriösen und traditionsreichen deutschen Fachzeitschriften beunruhigende Tendenzen pseudoreligiöser und esoterischer Deutungen urgeschichtlicher Phänomene
zu beobachten. Solche auch über Ausstellungen, populärwissenschaftliche Literatur und Medien verbreitete Thesen finden einen starken Widerhall in der Öffentlichkeit. Sie sind damit das Gegenteil verantwortungsbewusster Popularisierung von Wissenschaft. Insgesamt, so das Fazit dieses Pamphlets, befindet sich die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie auf einem Weg, der nicht mit ihrem Selbstverständnis als vergleichend
orientierte Historische Kulturwissenschaft zu vereinbaren ist.
Seit rund zwei Jahrzehnten ist eine deutliche Zunahme der Zusammenarbeit einiger archäologischer Fächer mit den Naturwissenschaften festzustellen. Dazu gehört besonders die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, die in dieser Streitschrift im Zentrum steht. An die Stelle des Spatens, bis vor wenigen Jahren noch traditionelles Symbol der Archäologie, sind längst moderne technische Geräte wie das Notebook getreten. Und bei der Auswertung und Deutung von Funden und Fundkontexten scheinen naturwissenschaftliche Methoden mittlerweile den 'Königsweg' zu weisen.
Die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, so die Kernthese der Autoren, gerate immer stärker in den Bann eines positivistisch-szientistischen
Paradigmas. Gleichzeitig sind in sehr seriösen und traditionsreichen deutschen Fachzeitschriften beunruhigende Tendenzen pseudoreligiöser und esoterischer Deutungen urgeschichtlicher Phänomene
zu beobachten. Solche auch über Ausstellungen, populärwissenschaftliche Literatur und Medien verbreitete Thesen finden einen starken Widerhall in der Öffentlichkeit. Sie sind damit das Gegenteil verantwortungsbewusster Popularisierung von Wissenschaft. Insgesamt, so das Fazit dieses Pamphlets, befindet sich die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie auf einem Weg, der nicht mit ihrem Selbstverständnis als vergleichend
orientierte Historische Kulturwissenschaft zu vereinbaren ist.
Stefanie Samida (geb. 1973) ist Archäologin und Medienwissenschaftlerin und forscht derzeit am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
Manfred Eggert (geb. 1941) war Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
| Erscheint lt. Verlag | 11.11.2013 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Reihe Pamphletliteratur |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 115 x 170 mm |
| Gewicht | 134 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Archäologie |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Vor- und Frühgeschichte | |
| Schlagworte | Archäologie • Diskurs • Frühgeschichte Archäologie • Geschichte • Historische Kulturwissenschaft • Naturwissenschaft • Urgeschichtliche Archäologie |
| ISBN-10 | 3-86408-154-8 / 3864081548 |
| ISBN-13 | 978-3-86408-154-5 / 9783864081545 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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