Spätmittelalterliche Frömmigkeit zwischen Ideal und Praxis
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War das Spätmittelalter zwischen 1350-1520 eine Ära der Frömmigkeitskrise, auf die dann die Reformation Luthers antwortete? Die Autoren dieses Bandes zeigen die vielfältige Wechselbeziehung zwischen Frömmigkeitsidealen und Frömmigkeitspraxis zu dieser Zeit und die Ausformung einer neuen Frömmigkeitskultur, die in der Reformation fortgesetzt wurde.
Frömmigkeit bedeutet die angestrebte und realisierte Verwirklichung von Religion im konkreten Lebensvollzug durch eine bestimmte Lebensgestaltung. Sechs Wissenschaftler zeigen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie vielfältig die Wechselbeziehung zwischen Frömmigkeitsidealen und der Frömmigkeitspraxis im Zeitraum von 1350 bis 1520 war. Dabei werden folgende Muster deutlich: Ideale drängen zur Praxis, die Praxis verändert die Ideale, Ideale gestalten die Praxis und die Praxis läßt Ideale scheitern. Wenn religiöser Gestaltungswille auf Widerstände stößt und damit scheitert, dann liegt das nicht an einem krisenhaften Frömmigkeitsverfall vor der Reformation, sondern an der Art der geistlichen Ideale oder Reformziele inmitten einer sich verändernden Zeit und eines sich verändernden menschlichen Erfahrungshorizonts.
Frömmigkeit bedeutet die angestrebte und realisierte Verwirklichung von Religion im konkreten Lebensvollzug durch eine bestimmte Lebensgestaltung. Sechs Wissenschaftler zeigen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie vielfältig die Wechselbeziehung zwischen Frömmigkeitsidealen und der Frömmigkeitspraxis im Zeitraum von 1350 bis 1520 war. Dabei werden folgende Muster deutlich: Ideale drängen zur Praxis, die Praxis verändert die Ideale, Ideale gestalten die Praxis und die Praxis läßt Ideale scheitern. Wenn religiöser Gestaltungswille auf Widerstände stößt und damit scheitert, dann liegt das nicht an einem krisenhaften Frömmigkeitsverfall vor der Reformation, sondern an der Art der geistlichen Ideale oder Reformziele inmitten einer sich verändernden Zeit und eines sich verändernden menschlichen Erfahrungshorizonts.
Geboren 1945; Studium der Ev. Theologie in Heidelberg und Tübingen; 1975 Promotion; 1981 Habilitation in Tübingen; 1984-2011 Professor an der Universität Erlangen; seitdem im Ruhestand.
Geboren 1962; z. Zt. Oberassistent und Forschungsleiter der VW-Nachwuchsgruppe 'Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum' an der Universität Münster.
| Erscheint lt. Verlag | 9.10.2000 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 163 x 248 mm |
| Gewicht | 524 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Mittelalter |
| Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte | |
| Schlagworte | Frömmigkeit • HC/Religion/Theologie/Christentum • Kirchengeschichte • Mittelalter /Religion • Spätmittelalter • Spätmittelalter; Religion |
| ISBN-10 | 3-16-147414-7 / 3161474147 |
| ISBN-13 | 978-3-16-147414-9 / 9783161474149 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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