Erzählte Geschichte
Beiträge zur narrativen Kultur im alten Israel
Seiten
2000
Neukirchener Theologie (Verlag)
978-3-7887-1817-6 (ISBN)
Neukirchener Theologie (Verlag)
978-3-7887-1817-6 (ISBN)
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Die Beiträge dieses Bandes befassen sich anhand ausgewählter biblischer Erzähltexte mit dem komplexen Beziehungsgeflecht, das zwischen geschehener, erinnerter und erzählter Geschichte besteht. Dabei werden Probleme der narrativen Konstruktion einer Sinngeschichte Israels in ihrem Verhältnis zur Rekonstruktion der Ereignis- und Faktengeschichte ebenso erörtert wie Fragen der Intention und innerbiblischen Rezeption von Erzähltexten über die frühe Königszeit (Saul, David), der Josefsnovelle und der Kultreform Josias.
Mit seinen Erzählungen nimmt das biblische Israel einen hervorragenden Platz in der antiken Erzählkultur ein. Aus einer Fülle von umlaufenden Geschichten formte es sich ein Bild von seiner Geschichte. Auf diesem langen Weg der Integration von Geschichten zu einem normativen Geschichtsbild durchliefen die Erzähltexte einen Prozess der Umformung und Überformung. Im Zuge ihrer Nach- und Weitererzählung, ihrer Sammlung und Fortschreibung erfuhren sie Sinn- und Horizonterweiterungen. Am Ende dieses komplizierten Prozesses stand schließlich eine Sinngeschichte, die als Bibel Israels die Geschichte von Juden und Christen bis in die Gegenwart hinein prägt. In der alttestamentlichen Wissenschaft hat sich die Diskussion über das Verhältnis dieser narrativen Sinngeschichte zur Ereignis- und Sozialgeschichte Israels erneut zugespitzt. Während erstere als Konstrukt der kollektiven Erinnerung in Gestalt von Texten vorliegt, ist letztere auf die sorgfältige Rekonstruktion des Historikers ang ewiesen. Lassen sich beide Gestalten der Geschichte überhaupt zueinander ins Verhältnis setzen? Oder muss nicht schon aus rein methodischen Gründen die verschriftete Sinngeschichte zum Gegenstand der Literaturwissenschaft erklärt werden, während allein die zu rekonstruierende Fakten- und Ereignisgeschichte ein Gegenstand der Geschichtswissenschaft sein kann? Die in diesem Band gesammelten Studien gehen dieser Frage an ausgewählten Erzähltexten der Bibel Israels nach.
Mit seinen Erzählungen nimmt das biblische Israel einen hervorragenden Platz in der antiken Erzählkultur ein. Aus einer Fülle von umlaufenden Geschichten formte es sich ein Bild von seiner Geschichte. Auf diesem langen Weg der Integration von Geschichten zu einem normativen Geschichtsbild durchliefen die Erzähltexte einen Prozess der Umformung und Überformung. Im Zuge ihrer Nach- und Weitererzählung, ihrer Sammlung und Fortschreibung erfuhren sie Sinn- und Horizonterweiterungen. Am Ende dieses komplizierten Prozesses stand schließlich eine Sinngeschichte, die als Bibel Israels die Geschichte von Juden und Christen bis in die Gegenwart hinein prägt. In der alttestamentlichen Wissenschaft hat sich die Diskussion über das Verhältnis dieser narrativen Sinngeschichte zur Ereignis- und Sozialgeschichte Israels erneut zugespitzt. Während erstere als Konstrukt der kollektiven Erinnerung in Gestalt von Texten vorliegt, ist letztere auf die sorgfältige Rekonstruktion des Historikers ang ewiesen. Lassen sich beide Gestalten der Geschichte überhaupt zueinander ins Verhältnis setzen? Oder muss nicht schon aus rein methodischen Gründen die verschriftete Sinngeschichte zum Gegenstand der Literaturwissenschaft erklärt werden, während allein die zu rekonstruierende Fakten- und Ereignisgeschichte ein Gegenstand der Geschichtswissenschaft sein kann? Die in diesem Band gesammelten Studien gehen dieser Frage an ausgewählten Erzähltexten der Bibel Israels nach.
Rüdiger Lux, Jahrgang 1947, ist Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.
Aus dem Inhalt: Jürgen van Oorschot, Geschichte als Erinnerung und Wissenschaft - ein Beitrag zu ihrem Verhältnis; Thomas Naumann, David als Spiegel und Gleichnis - Ein Versuch zu den Wirkweisen alttestamentlicher Geschichtserzählungen am Beispiel von 2Sam 11f; Andreas Kunz, Soll das Schwert denn ewig fressen? Zur Erzählintention von 2Sam 2,8-32; Christof Hardmeier, König Joschija in der Klimax des DtrG. (2Reg 22f) und das vordtr. Dokument einer Kultreform am Residenzort (23,4-15); Rüdiger Lux, Geschichte als Erfahrung, Erinnerung und Erzählung in der priesterschriftlichen Rezeption der Josefsnovelle (Gen 37-50)
| Reihe/Serie | Biblisch-Theologische Studien |
|---|---|
| Co-Autor | Christof Hardmeier, Andreas Kunz, Rüdiger Lux, Thomas Naumann, Jürgen van Oorschot |
| Sprache | deutsch |
| Gewicht | 231 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum |
| Schlagworte | Altes Testament • Altes Testament / AT • Biblische Geschichten • Israel (Alt-I.); Geistes-/Kultur-G. • Israel (Alt-I.); Geistes-/Kultur-Geschichte • Narrative Theologie |
| ISBN-10 | 3-7887-1817-X / 378871817X |
| ISBN-13 | 978-3-7887-1817-6 / 9783788718176 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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