Exilerfahrung und Konstruktionen von Identität 1933 bis 1945
Seiten
2013
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-029852-9 (ISBN)
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-029852-9 (ISBN)
Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Begriff deutsch-jüdische Literatur bzw. Kultur verweist auf Werke jüdischer Autoren in deutscher Sprache, insoweit jüdische Aspekte erkennbar sind. Aber auch das häufig vom Antisemitismus geprägte Judenbild nichtjüdischer Autoren wird zu einem Faktor der literarisch vermittelten deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Der Erforschung des gesamten Problemfelds bietet die Reihe ein angemessenes Forum.
Die jüdische Erfahrung der Vertreibung aus dem vertrauten kulturellen, sprachlichen und sozialen Milieu zur Zeit des Dritten Reichs und die Versuche, unter den Bedingungen des Exils damit umzugehen, können in vieler Hinsicht als paradigmatisch für entsprechende Erfahrungen von Millionen von Flüchtlingen und Migranten in unseren Tagen angesehen werden. In einer im April 2011 vom German Department der Hebräischen Universität Jerusalem veranstalteten Konferenz wurden an Texten deutsch-jüdischer Exilanten die verschiedensten Identitätskonstruktionen und Zugehörigkeitsmodelle untersucht, die den Abgrund zwischen Hier und Dort überbrücken sollten. Die einzelnen Beiträge behandeln u.a. Versuche der Identitätskonstruktion bzw. -rekonstruktion deutsch-jüdischer Autoren, die in sprachlicher Isolation zu leben gezwungen waren und die öffentliche Funktion der Sprache aufgeben mussten. Alternative Konzepte von Identität und Solidarität, die von den im Namen einer Ideologie, Rasse oder Religion Verfolgten in ihren Texten entwickelt wurden, aber auch neue Wahrnehmungen von Exil, das in der jüdischen Tradition immer schon die nationale und kulturelle Identität bestimmt hat, gehören zu den Themen des Bandes.
Die jüdische Erfahrung der Vertreibung aus dem vertrauten kulturellen, sprachlichen und sozialen Milieu zur Zeit des Dritten Reichs und die Versuche, unter den Bedingungen des Exils damit umzugehen, können in vieler Hinsicht als paradigmatisch für entsprechende Erfahrungen von Millionen von Flüchtlingen und Migranten in unseren Tagen angesehen werden. In einer im April 2011 vom German Department der Hebräischen Universität Jerusalem veranstalteten Konferenz wurden an Texten deutsch-jüdischer Exilanten die verschiedensten Identitätskonstruktionen und Zugehörigkeitsmodelle untersucht, die den Abgrund zwischen Hier und Dort überbrücken sollten. Die einzelnen Beiträge behandeln u.a. Versuche der Identitätskonstruktion bzw. -rekonstruktion deutsch-jüdischer Autoren, die in sprachlicher Isolation zu leben gezwungen waren und die öffentliche Funktion der Sprache aufgeben mussten. Alternative Konzepte von Identität und Solidarität, die von den im Namen einer Ideologie, Rasse oder Religion Verfolgten in ihren Texten entwickelt wurden, aber auch neue Wahrnehmungen von Exil, das in der jüdischen Tradition immer schon die nationale und kulturelle Identität bestimmt hat, gehören zu den Themen des Bandes.
Hans Otto Horch, RWTH Aachen; Hanni Mittelmann und Karin Neuburger,Hebrew University of Jerusalem, Israel.
| Erscheint lt. Verlag | 21.5.2013 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Conditio Judaica ; 85 |
| Zusatzinfo | 4 b/w ill. |
| Verlagsort | Berlin/Boston |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 518 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | Exile literature • Exile literature; Jewish exile • Exilliteratur • Jewish exile • Juden • Judentum, Literatur • Jüdisches Exil |
| ISBN-10 | 3-11-029852-X / 311029852X |
| ISBN-13 | 978-3-11-029852-9 / 9783110298529 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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