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Der verlorene Himmel (eBook)

Glaube in Deutschland seit 1945
eBook Download: PDF
2013 | 1. Auflage
320 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-30040-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der verlorene Himmel -  Thomas Großbölting
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In vielen Teilen der Welt war und ist das soziale Leben von religiösen Vorstellungen durchtränkt. In Westeuropa wie auch in Deutschland verhält es sich nicht mehr so: Seit Ende des Zweiten Weltkriegs erleben wir einen beispiellosen Traditionsbruch innerhalb der christlichen Konfessionen. Während die unmittelbare Nachkriegszeit noch von der Idee einer umfassenden 'Rechristianisierung' geprägt war, hat sich diese Vorstellung wenige Jahrzehnte später verflüchtigt. Die individuelle Frömmigkeitspraxis schwindet, die Gotteshäuser werden leerer. Hinzu kommt, dass sich auch die christlichen Kirchen selbst in dieser Transformation umfassend gewandelt haben: Der 'strafende Gott' hat sich allmählich zum 'liebenden Vater' entwickelt, die 'Christenlehre' zum Religions- und Ethikunterricht. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die Kirchen selbst, sondern verändert auch die politische Kultur insgesamt: Idealbilder und Praxis von Kernbereichen des gesellschaftlichen Lebens wie Familie, Sexualität, Bildung, aber auch politische Entwürfe sind immer weniger christlich geprägt, so dass der gesellschaftliche und politische Einfluss der Kirchen abnimmt. Dennoch aber ist die Vorstellung vom Verschwinden der Religion nicht haltbar. Ein populärreligiöser Markt boomt, spirituelle Ratgeber werden als Lebenshelfer konsultiert, Religionsvertreter als Berater in Fragen der letzten Dinge um ihre Meinung gebeten. Wie lassen sich die verschiedenen Ebenen dieses Wandels erklären? Welche Konsequenzen zeitigt er für die religiösen Gemeinschaften, vor allem aber für unser Gemeinwesen insgesamt? Und: In welche Richtung wird sich das religiöse Feld zukünftig entwickeln? Diese Fragen beantwortet Thomas Großbölting in seiner Geschichte des Christentums in Deutschland von 1945 bis heute.

Dr. Thomas Großbölting ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Projektleiter im Exzellenzcluster »Religion und Politik«.

Dr. Thomas Großbölting ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Projektleiter im Exzellenzcluster »Religion und Politik«.

Cover 
1 
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
Der verlorene Himmel – Wonach dieses Buch fragt 
10 
1. Ein christliches Deutschland? 
22 
1.1 Der Glaube im Leben – Leben im Glauben? 
23 
Religiöse Praxis und Kirchenbindung. Aufschwung in der Auflösung 27
Die Familie als Bastion. Leitbilder und Lebensbilder 35
Vom »gefallenen Mädchen« zum »absoluten Verstehen«. 
41 
1.2 Gestalten, normieren, verklären. Die Kirchen in Politik und Gesellschaft 44
Religion und Politik. Traditionen und Dispositionen der christlichen Kirchen 45
Religion in der entstehenden Bundesrepublik. 
51 
Entkonfessionalisierung und Pluralisierung. 
56 
1.3 Glaubensverkündigung und Pastoral vom Kriegsende 
73 
Neuaufbrüche nach Kriegsende? »Rechristianisierung« und Schulddiskussion 74
Alte Antworten auf neue Fragen. Theologie und Kirchenorganisation 81
Der Ruf nach der Jugend. Vom »Neuaufbruch« zum »Klimasturz« 87
Die Nachkriegszeit und ihr Ende. »Rechristianisierung« als Ideal und Chimäre 94
2. Vom Aufbruch und vom Absturz in die Nachmoderne. 
96 
2.1 Die christlichen Religionsgemeinschaften in den 
97 
»Warum treten Sie nicht aus der Kirche aus?« 
98 
Christen in den 1960er Jahren. Identitätsbildung mit, neben und ohne Religion 104
Frei machen. Konflikte um Sex, Familie und Autorität 111
2.2 Politisierung und Pluralisierung. Religion, Politik und Gesellschaft 
121 
Glaube in der Politik? Staat, Parteien und Kirchen in der Diskussion 124
Politik im Glauben? Schwangerschaftsabbruch und Schutz 
132 
1968 in den Kirchen. Polarisierung und Pluralisierung 138
2.3 Vom »Höllenfeuer« zur »allumfassenden Liebe«. 
149 
Das Zweite Vatikanum. Ein »Konzil der Kirche über die Kirche« und seine Rezeption 151
Kirchentage und kirchliche Akademien. 
161 
Das »Ende der Hölle« und die »Gott ist tot«-Theologie. 
169 
Traditionsabbruch und Transformation in den langen sechziger Jahren 177
3. Aus Kirche wird Religion. 
182 
3.1 Der Glaube im Leben. Diffusion und Differenzierung des religiösen Feldes 185
Die mediale Entgrenzung der Religion. Kirchenkrise und individuelle Religiosität 188
Eine »spirituelle Revolution«? Sinnsuche in neureligiösen Formen 192
Die Nicht-Religiösen – Zum Porträt einer (fast) unbekannten Gruppe 199
3.2 Auf dem Weg zu einer multireligiösen Gesellschaft? 
202 
Gekommen um zu bleiben. Der Islam in Deutschland 204
Zwischen Desinteresse, Furcht und Konkurrenz. 
214 
Jüdisches Leben in Deutschland 221
3.3 Auf dem Weg in eine entchristlichte Gesellschaft? 230
Sonderfall Ostdeutschland? Die Entwicklung des religiösen Feldes 
231 
Vom Ende der »Priesterkirche«. Neue Rollen und Strukturen im religiösen Feld 242
Neue Formen der religiösen Selbstverortung in, neben und außerhalb der Kirchen 251
Gott in Deutschland – Rückblick und Ausblick 258
Anmerkungen 274
Literaturverzeichnis 294
Dank 316
Register 318
Back Cover 
322 

Erscheint lt. Verlag 20.2.2013
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Zeitgeschichte
Schlagworte Deutschland /Kirche • Geschichte /Zeitgeschichte • Glaube • Religionsgeschichte
ISBN-10 3-647-30040-3 / 3647300403
ISBN-13 978-3-647-30040-5 / 9783647300405
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