Sächsische Rechtspraxis und gelehrte Jurisprudenz
Studien zu den rechtspraktischen Texten und zum Werk des Leipziger Juristen Dietrich von Bocksdorf (ca. 1410–1466)
Seiten
2012
Hahnsche Buchh. (Verlag)
978-3-7752-5714-5 (ISBN)
Hahnsche Buchh. (Verlag)
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Die gelehrten Juristen des Spätmittelalters stehen als neue, aufstrebende
Funktionselite schon seit einiger Zeit im Interesse der Forschung. Sie gelten als
maßgebliche Akteure der Modernisierung von Politik und Verwaltung sowie
als Träger der Rezeption des gelehrten römisch-kanonischen Jus com-mune,
welche die überkommene Rechtsordnung grundlegend umgestaltete. Die
vorliegende Studie nähert sich diesem Phänomen über die Erschließung und
Bewertung bisher unbekannter oder kaum genutzter Quellen und über eine
prominente Einzelperson: Dietrich von Bocksdorf, Doktor beider Rechte,
Ordinarius der Leipziger Juristenfakultät, gelehrter Rat des Kur-fürsten und
Bischof von Naumburg. Der erste Teil des Buches erschließt umfangreiche
handschriftliche Sammlungen von über 500 rechtspraktischen Arbeiten des
Leipziger Ordinarius. Erstmals werden dabei Wirkungsräume, Klientenkreis
und Tätigkeitsfelder eines deutschen Juristen des Spätmittel-alters erkennbar.
Der zweite Teil untersucht die von Bocksdorf geschaffenen Hilfsmittel für die
gelehrte Praxis des Gemeinen Sachsenrechts und fragt nach Charakter und
Funktion, Verbreitung und Rezeption dieser Arbeiten. In der Summe ergeben
sich tiefe Einblicke in die Frühphase des epochalen Um-bruchs von der
traditional-archaischen Gerichtsverfassung des Mittelalters zur schriftlichwissenschaftlichen
Rechtspflege der Neuzeit.
Funktionselite schon seit einiger Zeit im Interesse der Forschung. Sie gelten als
maßgebliche Akteure der Modernisierung von Politik und Verwaltung sowie
als Träger der Rezeption des gelehrten römisch-kanonischen Jus com-mune,
welche die überkommene Rechtsordnung grundlegend umgestaltete. Die
vorliegende Studie nähert sich diesem Phänomen über die Erschließung und
Bewertung bisher unbekannter oder kaum genutzter Quellen und über eine
prominente Einzelperson: Dietrich von Bocksdorf, Doktor beider Rechte,
Ordinarius der Leipziger Juristenfakultät, gelehrter Rat des Kur-fürsten und
Bischof von Naumburg. Der erste Teil des Buches erschließt umfangreiche
handschriftliche Sammlungen von über 500 rechtspraktischen Arbeiten des
Leipziger Ordinarius. Erstmals werden dabei Wirkungsräume, Klientenkreis
und Tätigkeitsfelder eines deutschen Juristen des Spätmittel-alters erkennbar.
Der zweite Teil untersucht die von Bocksdorf geschaffenen Hilfsmittel für die
gelehrte Praxis des Gemeinen Sachsenrechts und fragt nach Charakter und
Funktion, Verbreitung und Rezeption dieser Arbeiten. In der Summe ergeben
sich tiefe Einblicke in die Frühphase des epochalen Um-bruchs von der
traditional-archaischen Gerichtsverfassung des Mittelalters zur schriftlichwissenschaftlichen
Rechtspflege der Neuzeit.
| Reihe/Serie | Monumenta Germaniae Historica. Studien und Texte ; 54 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 608 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Mittelalter |
| ISBN-10 | 3-7752-5714-4 / 3775257144 |
| ISBN-13 | 978-3-7752-5714-5 / 9783775257145 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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