Selbstbestimmung als Konstruktion (eBook)
262 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-93450-1 (ISBN)
Im theoretischen Teil werden Historizität und Ambivalenz des Autonomiekonzepts herausgearbeitet. Die Selbstbestimmung behinderter Menschen wird gekennzeichnet als Befreiung aus der feudalistischen Struktur des Asylmodells, von dem die Versorgungsstrukturen der Behindertenhilfe auch heute noch geprägt sind. Anschließend werden narrativ strukturierte Einzelfallstudien vorgestellt, in denen körperlich beeinträchtigte Frauen und Männer ihre Alltagstheorien und Erfahrungen bei der Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens schildern.
Im Ergebnis zeigt diese Pionierbarbeit der deutschsprachigen Disability Studies, dass der Autonomiegedanke verschiedene Konstruktionen beinhaltet, bei denen politische, instrumentelle, therapeutische und kreative Dimensionen eine zentrale Rolle spielen.
Dr. Anne Waldschmidt ist Professorin für Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie leitet die Internationale Forschungsstelle Disability Studies (iDiS).
Dr. Anne Waldschmidt ist Professorin für Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie leitet die Internationale Forschungsstelle Disability Studies (iDiS).
Inhalt 5
Vorbemerkung zur 2. Auflage 8
1. Vorbemerkung 10
2 . Individuelle Selbstbestimmung und gesundheitliche Beeinträchtigung: Eine theoretische Skizze 16
2.1 „Selbst“ und „Bestimmung“: Zur Etymologie 17
2.2 Selbstbestimmung im Kontext von Krankheit und Behinderung 20
2.2.1 Die Vernunft als Maßstab: Abgestufte Grade persönlicher Autonomie 22
2.2.2 Verspätete Befreiung oder neoliberale Pflicht? Historische Betrachtungen 31
2.3 Konstruktionen von Selbstbestimmung in der Moderne: Ein heuristisches Modell 49
2.3.1 Selbstbeherrschung 52
2.3.2 Selbstinstrumentalisierung 56
2.3.3 Selbstthematisierung 62
2.3.4 Selbstgestaltung 68
2.4 Forschungsleitende Fragestellungen 75
3. Alltagstheorien chronisch kranker und behinderter Männer und Frauen – Einzelfallstudien 78
3.1 Zum Vorgehen 78
3.1.1 Die Einzelfallstudie 79
3.1.2 Der Gesprächsleitfaden 82
3.1.3 Vorbereitung und Durchführung der Interviews 83
3.1.4 Auswertung und Interpretation der Gesprächsaussagen 85
3.2 Herr A(bel): „… absolute Selbstbestimmung gibt es nicht, wederfür den behinderten noch für den nichtbehinderten Menschen.“ 89
3.2.1 Selbstbestimmung allgemein: „… immer alles machen können,was man [..] möchte.“ 90
3.2.2 Selbstbestimmung und Behinderung: „… und der Rest war Pflege.Zwar selbstbestimmte Pflege.“ 93
3.3.3 Selbstbestimmung und Bioethik: „… dass ich auch das Rechthaben muss, mein Leben jederzeit zu beenden.“ 107
3.3.4 Schlussbetrachtung 111
3.3 Frau ender): Selbstbestimmung heißt „die Möglichkeit, das eigeneLeben aktiv zu bestimmen unter Würdigung und Berücksichtigungder Grenzen anderer …“ 114
3.3.1 Selbstbestimmung allgemein: „Also, ‘n eigener Beruf finde ichschon sehr wichtig.“ 115
3.3.2 Selbstbestimmung und Behinderung: „Und zu [..] ‘ner Entscheidunggehört es auch, [..] die Konsequenzen mit zu überlegen.“ 125
3.3.3 Selbstbestimmung und Bioethik: „Ich sehe die Gefahrder Bevormundung.“ 134
3.3.4 Schlussbetrachtung 141
4. Selbstbestimmung, Behinderung und Bioethik:: Schlussfolgerungen aus der empirischen Untersuchung Bioethik 241
5. Bibliographie 255
6. Transkriptionsregeln 261
| Erscheint lt. Verlag | 18.10.2011 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 262 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sozialpädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Behinderte • Behinderung • Disability Studies • Körper • Normalisierung • Normalität • Sozialwissenschaften • Soziologie |
| ISBN-10 | 3-531-93450-3 / 3531934503 |
| ISBN-13 | 978-3-531-93450-1 / 9783531934501 |
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