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Sprache und Identität im frühen Mittelalter

Walter Pohl, Bernhard Zeller (Herausgeber)

Buch | Softcover
2012 | 2. Auflage
Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften
978-3-7001-7006-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Sprache und Identität im frühen Mittelalter -
CHF 82,55 inkl. MwSt
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Dass jedes Volk seine Sprache hat, scheint aus dem Blickwinkel unserer Kultur zunächst selbstverständlich. Seit der Antike gilt Sprache als ein, ja zuweilen als das Definitionsmerkmal des Volkes. Der moderne Nationalismus ging noch weiter und hat in der Sprache den Ausdruck der innersten 'Seele' eines Volkes gesehen; oft wurde davon ein politischer Auftrag abgeleitet. Gerade die Geschichte des Frühmittelalters gibt gute Voraussetzungen, das Verhältnis zwischen Sprache und ethnischer Identität über lange Dauer hinweg zu verfolgen. In der Epoche zwischen etwa 400 und 1000 werden in Europa sowohl eine Vielzahl neuer Völker und Staaten als auch zahlreiche neue Sprachen greifbar. Doch wie sollen ,Völker' und 'Sprachen' methodisch abgegrenzt werden? Was macht eine ethnische Gruppe zu einem eigenen Volk, und wodurch wird ein Dialekt innerhalb eines Sprachkontinuums zu einer distinkten Sprache? Wann wird etwa aus dem Lateinischen das Altfranzösische? Sind sprachliche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede markant genug gewesen, um Distanz- wie Zusammengehörigkeitsbewusstsein zu begründen? Muss eine identitätswirksame Sprache zugleich die Umgangssprache sein? Welche Auswirkungen hatte Mehrsprachigkeit auf das Identitätsbewußtsein? Diesen und ähnlichen Fragestellungen gingen HistorikerInnen und PhilologInnen im Rahmen der internationalen Tagung ,Sprache und Identität' 2009 in Wien nach. Für das Frühmittelalter wurden sie bisher noch nie in derart breitem Vergleich erörtert. Deshalb bietet der vorliegende Tagungsband, der im Rahmen des Wittgenstein-Preis-Projektes "Ethnische Identitäten im frühmittelalterlichen Europa" entstanden ist, einen einzigartigen Überblick; seine Ergebnisse sind weit über die behandelte Epoche hinaus von Interesse.

ist Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Wien und Direktor des ÖAW-Instituts für Mittelalterforschung

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW

https://onix.oeaw.ac.at/Inhaltsverzeichnis/9783700170068_Inhaltsverzeichnis.pdf

https://onix.oeaw.ac.at/Leseprobe/9783700170068_Leseprobe.pdf

Erscheint lt. Verlag 9.2.2012
Reihe/Serie Forschungen zur Geschichte des Mittelalters ; 20
Verlagsort Wien
Sprache englisch; deutsch
Maße 210 x 300 mm
Gewicht 888 g
Einbandart Englisch Broschur
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Schlagworte Bernhard Zeller • Christi Geburt bis 1500 nach Chr. • Frühes Mittelalter • Frühmittelalter; Geistes-/Kultur-Geschichte • Geschichte • Identität • Mittelalter • Sprache • Walter Pohl
ISBN-10 3-7001-7006-8 / 3700170068
ISBN-13 978-3-7001-7006-8 / 9783700170068
Zustand Neuware
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