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Hysterie (eBook)

Zur Psychodynamik unbewusster Inszenierungen
eBook Download: PDF
2015 | 11. Auflage
191 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-46199-1 (ISBN)

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Hysterie -  Stavros Mentzos
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In der Umgangssprache wird das Wort »hysterisch« abwertend für alles Unechte, Theatralische, haltlos Übertriebene benutzt. Die Psychiatrie und die Psychologie belegten mit dem Terminus Hysterie eine Fülle von körperlichen und seelischen Symptomen und Störungen, die erst durch die Psychoanalyse Sigmund Freuds eine einheitliche Bedeutung und Erklärung erhielten.Zwar sind die damals beschriebenen klassischen hysterischen Krankheitsbilder im Lauf des 20. Jahrhunderts immer seltener geworden; die Auffassung des Hysterischen als Reaktion auf eine längst überwundene repressive Sexualmoral ließ das Freud'sche Konzept als obsolet erscheinen.Stavros Mentzos weist jedoch mit zahlreichen eindrucksvollen Beispielen nach, dass der hysterische Modus der Konfliktverarbeitung mittels unbewusster Inszenierungen relevant bleibt - nicht nur zum Verständnis psychopathologischer und psychosomatischer Dynamik, sondern überhaupt menschlichen Verhaltens und Interagierens.

Prof. Dr. med. Stavros Mentzos (1930-2015) war Psychiater und Psychoanalytiker und Leiter der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums der Universität Frankfurt/Main.

Prof. Dr. med. Stavros Mentzos (1930–2015) war Psychiater und Psychoanalytiker und Leiter der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums der Universität Frankfurt/Main.

Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
Vorwort 10
Vorwort zur 8., erweitertenAusgabe 14
Einleitung 16
Kapitel I: Hysterische Phänomene 20
1. Drei Gruppen hysterischer Phänomene 20
2. Verbreitung und Symptomwandel der hysterischen Symptombildung 28
Kapitel II: Hysterie-Konzepte 32
1. VonAltägypten bis zu Charcot 32
2. Das psychoanalytische Modell 36
Kapitel III: Hysterische Symptombildung 42
1. Annette C. (Konversion) 42
2. Die Krankengeschichte von Barbara M. (Dissoziation) 47
Kapitel IV: Hysterische Charakterbildung 60
1. Einleitung 60
2. Deskriptive Merkmale des hysterischen Charakters (bzw. der heutigen histrionischen Persönlichkeitsstörung) 62
3. Anton C. (Fall Nr. 12) 65
4. Ein dramatischer Auftritt (Fall Nr. 13) 66
5. Zur Typologie hysterischer Charaktere 70
6. Das Über-Ich: der prominenteste Zuschauer 74
Kapitel V: Ich-psychologische Aspekte – die einzelnen Teilmechanismen 76
1. Der impressionistische kognitive Stil und die Affinität für unbewusste Symbolik 76
2. Emotionalisierung – Dramatisierung 79
3. Identifikation als wichtiger Mechanismus inner-halb der hysterischen Symptom- und Charakter-bildung 80
4. Verdrängung und Dissoziation 85
Kapitel VI: Die Krise des Hysteriebegriffs 89
1. Konversion – nur bei ödipalen Konflikten? 89
2. Hysterischer Charakter – nur bei ödipaler Fixierung? 90
3. Hysterie, hysterisch – unbrauchbar gewordene Begriffe? 92
Kapitel VII: Versuch einer neuen Definition 94
1. MethodologischeVorbemerkungen 94
2. Der hysterische Modus der »Konfliktlösung« 95
3. Das spezifisch Hysterische 97
4. Einwände gegen die vorgeschlagene Konzeptualisierung 101
Kapitel VIII: Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn 106
1. Primärer neurotischer Gewinn 106
2. Sekundärer Krankheits-(neurotischer) Gewinn 110
Kapitel IX: Vergleiche und Gegenüberstellungen 113
1. Ein Vergleich mit der Zwangsneurose 113
2. Konversion versus psychosomatische Resomatisierung im engeren Sinne 114
3. Beziehungen zwischen hysterischer Symptom-neurose und hysterischem Charakter (bzw. der heutigen histrionischen Persönlichkeits-störung) 117
Kapitel X: Nosologische und klassifikatorische Aspekte 120
Kapitel XI: InterpersonaleAspekte 124
1. Die hysterische Kommunikation 124
2. Partnerbeziehungen 130
3. Warum sind Frauen häufiger hysterisch? 134
Kapitel XII: TherapeutischeAspekte 136
1. Psychoanalytische Behandlung 136
2. Besondere Formen der Gegenübertragung 138
3. Nichtanalytische psychotherapeutische Verfahren 143
Kapitel XIII: Die Hysterie im 21. Jahrhundert 146
Exkurs: Was ist ödipal und was sind die ödipalen Konflikte? 148
Die »Erben« der Hysterie in der Psychiatrie des 21. Jahrhunderts 151
Vergebliche Versuche, den alten Hysteriebegriff als eine Krankheitseinheit zu retten 154
Kapitel XIV: Das Hysterische in der öffentlichen Kommunikation der heutigen Gesellschaft 156
1. Tokio Hotel 156
2. Fußball regiert dieWelt! 157
3. Sensationslust 161
4. Sekundäre Hysterisierung 163
5. Nur scheinbar perverse hysterische Inszenierungen 165
Zusammenfassende Betrachtung 167
Abgrenzungen und negative Definitionen 167
Positive Definitionen 169
Anmerkungen 173
Literatur 180
Namen- und Sachregister 184

Erscheint lt. Verlag 19.8.2015
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie Psychoanalyse / Tiefenpsychologie
Schlagworte Hysterie • Konfliktlösung • Sozialverhalten
ISBN-10 3-647-46199-7 / 3647461997
ISBN-13 978-3-647-46199-1 / 9783647461991
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