Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Moritz Goldstein "Künden, was geschieht..."

Berlin der Weimarer Republik - Feuilletons, Reportagen und Gerichtsberichte

Irmtraud Ubbens (Herausgeber)

Buch | Hardcover
519 Seiten
2012
De Gruyter Saur (Verlag)
978-3-11-027433-2 (ISBN)
CHF 249,95 inkl. MwSt
  • Versand in 10-14 Tagen
  • Versandkostenfrei
  • Auch auf Rechnung
  • Artikel merken
In der 1958 gegründeten Schriftenreihe des Instituts für Zeitungsforschung erscheinen wissenschaftliche Arbeiten zu den Kernthemen des Instituts, der Entwicklung der Printmedien und des Journalismus. Die Beiträge greifen historische und aktuelle medien- und kommunikationswissenschaftliche Themen und Fragestellungen auf. Die Reihe umfasst Monographien und Sammelbände sowie Nachschlagewerke, Biografien und Textdokumentationen.
Moritz Goldstein (1880–1977) lebte als jüdischer Schriftsteller und Journalist bis zur Emigration in Berlin. Die erstmals vorliegende systematische, kommentierte Anthologie der Reportagen und Gerichtsberichte von Goldstein zur Zeit der Weimarer Republik in Berlin ermöglicht tiefe Einblicke in den turbulenten Berliner Alltag und in bedeutende sozialgeschichtliche Debatten aus deutsch-jüdischer Perspektive. Moritz Goldstein gehört zu den vielen vergessenen Journalisten der Weimarer Republik, die nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten Arbeit und Heimat verloren. Er ging – wie viele seiner jüdischen Kollegen – 1933 ins Exil. Von 1918 bis 1933 war er Redakteur bei der Vossischen Zeitung und wurde als Gerichtsreporter „Inquit“ („Er sagt“) bekannt. In seinen Texten beschränkte er sich nicht darauf, Tatsachen wiederzugeben, sondern stellte Fragen, reflektiert und moralisch gefestigt. Er fragte nicht nur nach den Gründen für die Straffälligkeit, sondern auch nach den Gründen für die Anziehungskraft der radikalen Parteien; und er kritisierte die Parteinahme der Justiz für rechtsgerichtete Straftäter. Aus seinen Reportagen spricht Moritz Goldstein – einer der bekanntesten und bedeutendsten Gerichtsreporter der Weimarer Republik – als ein Augenzeuge, der noch nicht wissen konnte, bis zu welchem Maß der Unmenschlichkeit und Zerstörung die Nationalsozialisten in den folgenden Jahren fähig waren.

Irmtraud Ubbens, Bremen.

"Was bleibt, sind aufmerksame, kluge, manchmal komische Beobachtungen eines begnadeten Stilisten aus einer Ära, die in tiefen Widersprüchen zerrissen war. Die Sammlung seiner Artikel muß als eine zeitgeschichtliche Dokumentation von eigenem Reiz bewertet werden."
Cristina Fischer in: Junge Welt, 14.01.2013

Erscheint lt. Verlag 15.3.2012
Reihe/Serie Dortmunder Beiträge zur Zeitungsforschung ; 66
Zusatzinfo 29 b/w ill.
Verlagsort Berlin/Boston
Sprache deutsch
Maße 155 x 230 mm
Gewicht 875 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte 1918 bis 1945
Geschichte Allgemeine Geschichte Zeitgeschichte
Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Schlagworte Berlin / Geschichte • Berlin, Geschichte • Berlin/history • Berlin/History; German-Jewish History; Goldstein; Press History; Weimar Republic • Deutsch-Jüdische Geschichte • German-Jewish History • Goldstein • Goldstein, Moritz • Presse • Pressegeschichte • press history • Weimarer Republik • Weimar Republic
ISBN-10 3-11-027433-7 / 3110274337
ISBN-13 978-3-11-027433-2 / 9783110274332
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
die große Flucht der Literatur

von Uwe Wittstock

Buch | Hardcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 36,40