Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Caesar et Imperium - Franz Matsche

Caesar et Imperium

Die Fassadendekoration und das Deckenbild im Festsaal der ehemaligen Reichskanzlei in der Wiener Hofburg

(Autor)

Buch
280 Seiten
2011
Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften
978-3-7001-6761-7 (ISBN)
CHF 99,95 inkl. MwSt
  • Titel nicht im Sortiment
  • Artikel merken
Die Reichshofkanzlei ist neben der Hofbibliothek und der Hofreitschule eines der Bauwerke, die Kaiser Karl VI. im Rahmen seines beabsichtigten Neubaus der Wiener Hofburg 1723-29 errichten ließ. Der Reichskanzleitrakt war der erste von vier geplanten Flügeln um den Burgplatz als dem repräsentativen architektonischen Zentrum der Hofburg. Er diente als Regierunszentrale des Kaisers als Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Rolle des Kaisers für das Reich bestimmt das Darstellungsprogramm der Fassadendekoration. Die Hauptakzente bilden die vier Statuengruppen mit Taten des Herkules an den beiden Durchfahrten von dem kaiserlichen Hofbildhauer Lorenzo Martinelli, die den Kaiser als "Hercules Victor" verherrlichen. Während das Fassadenprogramm ganz der Reichsauffassung des Wiener Hofes folgt und eine absolutistische Stellung des Kaisers im Reich behauptet, vertrat das Programm des Deckenbildes im Hauptsaal des Repräsentationsappartements in der Reichskanzlei eine ganz andere Reichsauffassung. Es war vom damaligen Reichserzkanzler, Kurfürst Lothar Franz von Schönborn, und seinem Stellvertreter in Wien, Reichsvizekanzler Friedrich Karl von Schönborn, der in der Reichskanzlei sein Hofquartier hatte, bestimmt und vom Hofmaler der Schönborn, Johann Rudoph Bys, gemalt worden. Es wurde zwar nach dem Ende des Alten Reiches entfernt, kann aber aufgrund einer Nachzeichnung und des erhaltenen schriftlichen Konzepts im sogenannten Codex Albrecht in der ÖNB rekonstruiert werden. Es betonte das auf Gegenseitigkeit abgestellte Verhältnis zwischen dem Kaiser und den Reichsständen: "Caesar et Imperium". So wurden am Wiener Kaiserhof mit bildnerischen Mitteln zwei antagonistische Reichsauffassungen propagiert. Ihre Untersuchung verbindet Kunstgeschichte und Politikgeschichte und zeigt an diesem wichtigen Denkmal barocker Auftragskunst, wie Architektur, Skulptur und Monumentalmalerei als politisches Medium eingesetzt wurden.
Erscheint lt. Verlag 22.7.2011
Reihe/Serie Veröffentlichungen der Kommission für Kunstgeschichte ; 10
Mitarbeit Herausgeber (Serie): Artur Rosenauer
Mitglied der Redaktion: Stefanie Linsboth, Anna Mader-Kratky
Zusatzinfo 129 Abb.
Verlagsort Wien
Sprache deutsch
Maße 210 x 300 mm
Gewicht 840 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Schlagworte Deckenbild • Fassadendekoration • Festsaal • Reichskanzlei • Wiener Hofburg
ISBN-10 3-7001-6761-X / 370016761X
ISBN-13 978-3-7001-6761-7 / 9783700167617
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Geschichte einer Augsburger Familie (1367-1650)

von Mark Häberlein

Buch | Softcover (2024)
Kohlhammer (Verlag)
CHF 47,60
von Dschingis Khan bis heute

von Karénina Kollmar-Paulenz

Buch | Softcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80