Sorry! (eBook)
160 Seiten
GABAL Verlag
978-3-86200-557-4 (ISBN)
Gitte Härter blickt auf zwei Jahrzehnte als Coach und Trainerin zurück. Außerdem schreibt sie Bücher, vor allem zu Persönlichkeit und Miteinander. Davor war sie Führungskraft in einem internationalen Medienkonzern.
Gitte Härter blickt auf zwei Jahrzehnte als Coach und Trainerin zurück. Außerdem schreibt sie Bücher, vor allem zu Persönlichkeit und Miteinander. Davor war sie Führungskraft in einem internationalen Medienkonzern.
Inhalt 6
Warum haben Entschuldigungen einen so hohen Stellenwert? 8
1. Es tut mir leid 10
10 gute Gründe, sich zu entschuldigen 13
1. Sie beweisen Selbstverantwortung 13
2. Sie handeln souverän 13
3. Sie gehen respektvoll mit sich und anderen um 13
4. Sie sorgen für ein gutes Miteinander 14
5. Sie stellen die Harmonie wieder her 14
6. Sie zeigen Größe 14
7. Sie übernehmen die Führung 15
8. Sie ziehen klare Grenzen 15
9. Sie werden angesehener und geschätzter 15
10. Sie gestalten Ihr Umfeld und Ihr Leben aktiv 16
7 triftige Gründe, sich nicht zu entschuldigen 17
1. Es gibt keinen Anlass 17
2. Sie meinen es nicht 17
3. Sie rudern zurück, weil Sie Angst vor Konfrontation haben 18
4. Sie werden emotional erpresst 18
5. Es geht um ein Machtspiel 18
6. Sie sehen es selbst als Freischein 19
7. Der andere lenkt von sich ab 19
Selbst-Check: Können Sie sich entschuldigen? 20
Wie stehen Sie zu Entschuldigungen? 20
Ihre Entschuldigungsbereitschaft – wann fallen Ihnen Entschuldigungen besonders leicht oder schwer? 21
Und so arbeiten Sie mit Ihren Antworten weiter 25
2. Sorry seems to be the hardest word 28
„Ich möchte mich eigentlich entschuldigen, aber …“: Wie Sie mit dem schlechten Gewissen umgehen 30
Das Hadern 30
Das Sich-selbst-Runtermachen 31
Das Relativieren 32
Das Verdrängen 32
Der anderen Person aus dem Weg gehen 33
Schritt 1: Hinhören 35
Schritt 2: Wertungen raus! 36
Schritt 3: Fakten von Annahmen trennen 37
Schritt 4: Perspektivenwechsel 38
Schritt 5: Standpunkt-Check 40
„Ich habe Angst …“: Angst als Entschuldigungsverhinderer 41
auf die Sache zu lenken 46
das mir nicht gefällt 47
unentwegt vorhält 48
nicht annimmt 49
Wovor haben Sie Angst? 50
„Da beiße ich mir lieber die Zunge ab!“: Wenn Sie sich nicht entschuldigen wollen – und warum Sie es trotzdem tun sollten 51
„Er hat angefangen!“ 51
„Ich war’s nicht!“ 52
„Der soll sich mal nicht so haben!“ 53
„Das war ja gar nicht so gemeint!“ 54
„Das ist keine große Sache!“ 55
„Ich bin im Recht!“ 56
„Das kann ja wohl mal passieren!“ 56
„Das ist eh ein Idiot!“ 57
Schnellkurs: So stellen Sie bei Vorbehalten und Befürchtungen Ihre Entschuldigungsbereitschaft her 59
Ihr Anspruch an Sie selbst 59
Was will ich wirklich? 60
Was spricht für eine Entschuldigung? 60
Hin zum Bereinigen – weg vom Elefantengedächtnis 61
3. Sorry. Entschuldigung. Verzeih mir! 62
10 Gründe, warum eine Entschuldi-gung nicht oder falsch ankommt … oder alles nur noch schlimmer macht 64
Die Erfolgsfaktoren für eine aufrichtige Entschuldigung im Überblick 72
Werden Sie sich über Ihre Motive klar 73
Versetzen Sie sich in den anderen 75
Wählen Sie einen günstigen Zeitpunkt, Ort und Weg 78
Die Wahl eines guten Zeitpunkts 78
Eine kluge Ortswahl 81
Den besten Weg wählen: persönlich, telefonisch, schriftlich, öffentlich 83
Schenken Sie der Entschuldigung und dem Gegenüber Ihre volle Aufmerksamkeit 90
Gehen Sie die Entschuldigung mit dem gebührenden Ernst an 92
Beachten Sie Wortwahl und Formulierungen 94
Die Ich-Perspektive 94
Wie Sie Ihre Entschuldigungen auf den Punkt bringen 95
Wie Sie Ihre Entschuldigung gestalten können 97
Vorsicht, Missverständnis! 102
Achten Sie auf Kongruenz 105
1. Halten Sie Blickkontakt 106
2. Achten Sie auf zugewandte Körperhaltung 107
3. Achten Sie auf eine „passende“ Mimik 107
4. Hören Sie sich selbst zu! 108
Achten Sie auf den freien Willen 109
Stellen Sie sich der Sache, aber verfolgen Sie auch Ihre Interessen 111
Steuern Sie das Gespräch 113
Lassen Sie Taten folgen 115
Was tun, wenn eine Entschuldigung zurückgewiesen wird? 117
Stellen Sie sicher, dass Ihre Botschaft angekommen ist 118
Verbinden Sie die Entschuldigung mit einer Hoffnung 118
4. Ich erwarte eine Entschuldigung! 120
Vermissen Sie eine Entschuldigung? 122
Möglichkeit 1: Grollen? 122
Möglichkeit 2: Mit sich selbst ausmachen? 125
Möglichkeit 3: Abwarten und Tee trinken? 129
Möglichkeit 4: Vergeben und vergessen? 130
Möglichkeit 5: Eine Entschuldigung einfordern? 134
Jemand entschuldigt sich bei Ihnen: Wie nehmen Sie die Entschuldigung richtig an? 141
Sie möchten Bedenkzeit, bevor Sie sich äußern 142
Sie nehmen die Entschuldigung an 143
Sie haben Zweifel an der Aufrichtigkeit der Entschuldigung 148
Die Entschuldigung macht Sie noch wütender 149
Gute Gründe, eine Entschuldigung nicht anzunehmen 151
Entschuldigungen aus Eigennutz 151
Serien-Entschuldigungs-Blabla 153
Unentschuldbares 155
Mein Fundament 157
Danke! 161
Verlange ich zu viel? 157
Buchtipps 159
Stichwortverzeichnis 160
Über die Autorin 161
4. Ich erwarte eine Entschuldigung! (S. 119-120)
Entschuldigungen annehmen – oder auch nicht
Stehen Sie auf dem Standpunkt, dass sich jemand entschuldigen sollte, ergeben sich für Sie verschiedene Möglichkeiten. Das Wichtigste: sich nicht durch das Ausbleiben der Entschuldigung verrückt zu machen. Das passiert schneller als man schauen kann, denn je wichtiger Ihnen die Entschuldigung ist, desto fingertrommelnder warten Sie darauf. So eine Wartezeit hat gleichzeitig ihre Tücken, denn sie kann eine schlimme Sache noch schlimmer machen. Verletzungen werden durch Grübeleien heftiger und durch die vermeintliche Ignoranz des anderen noch schmerzhafter. Und auch Wut steigert sich oft ins Unermessliche, wenn eine Entschuldigung ausbleibt.
In diesem Kapitel sehen wir uns an,
¦ wie Sie damit umgehen können, wenn eine Entschuldigung nicht kommt.
¦ was Sie tun können, wenn Sie eine Entschuldigung als nicht aufrichtig erleben oder sie zurückweisen möchten.
¦ in welcher Form Sie einem anderen eindeutig signalisieren, dass er am Zug ist, sich zu entschuldigen.
Mein Hauptanliegen ist es, dass Sie nie einfach passiv abwarten, sondern sich größtmögliche Unabhängigkeit verschaffen: Es ist in Ordnung, eine Entschuldigung haben zu wollen, es darf aber nicht sein, dass Ihr Verhalten und Ihre Gefühle davon abhängen, ob und in welcher Form sie erfolgt. Ich weiß: Das liest sich leichter, als es ist. Aber keine Sorge. Sie erfahren einige ganz praktische Vorgehensweisen, wie Sie diese Unabhängigkeit für sich erreichen.
Nicht zu vergessen: Manche Menschen (oder Unternehmen) entschuldigen sich partout nicht. Das muss man hinnehmen, aber Sie können in diesen Fällen trotzdem glasklar Ihren Standpunkt mitteilen. Damit ist von Ihrer Seite aus alles gesagt … und wer weiß: Der eine oder andere lernt daraus vielleicht für die Zukunft.
Vermissen Sie eine Entschuldigung?
Jetzt ist es also wieder mal so weit. Sie erwarten eine Entschuldigung – doch sie kommt nicht. Was jetzt? Grollen? Es mit sich selbst ausmachen? Abwarten und Tee trinken? Die Sache einfach vergessen? Oder die Entschuldigung sogar einfordern?
Möglichkeit 1: Grollen?
So ein Groll hat es ganz schön in sich. Manchmal beginnt er mit Enttäuschung, entwickelt sich aber schnell in Richtung Bitterkeit, Unmut, Hass, Rachegefühle – unsere Beziehung zum anderen kühlt sich ab oder wir werden richtiggehend feindselig. Darin liegt auch schon die Antwort: So menschlich das Grollen auch ist, so bringt es Ihnen gar nichts. Im Gegenteil: Auch wenn es sich manchmal ganz gut anfühlt, über jemanden herzuziehen oder innerlich zu schimpfen, so schadet Groll immer. In erster Linie Ihnen selbst!
Nutzen Sie aufkommenden Groll bitte immer als Sprungbrett dafür, konstruktiv mit den Gegebenheiten umzugehen. Ich weiß, ich weiß, das klingt jetzt arg nach „Ommmm“ und ein besserer Mensch sein, aber das ist überhaupt nicht gemeint. Konstruktiv mit Groll umgehen heißt weder ihn wegdrücken noch sich die Sachen schönreden. Es heißt lediglich: Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr und nehmen Sie sie ernst. Wenn Sie enttäuscht oder grantig sind, weil sich jemand in Ihren Augen falsch verhalten hat und jetzt noch nicht mal darauf eingeht, dann sind das ganz legitime Gefühle. Der Impuls, nie mehr mit jemandem zu reden oder ihm sogar den Kragen umzudrehen, ist ebenfalls ganz normal. Doch wenn Sie sich jetzt von diesen Gedanken komplett leiten lassen und sich immer weiter hineinsteigern, wie ignorant oder unfair oder gemein der andere war, dann machen Sie sich zum Sklaven Ihrer Gefühle. Das berühmte Elefantengedächtnis, das viele Menschen gerade bei Enttäuschungen hegen und pflegen, ist eine äußerst schlechte Idee.
| Erscheint lt. Verlag | 18.11.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Whitebooks | Whitebooks |
| Verlagsort | Offenbach |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Briefe / Präsentation / Rhetorik |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | Empathie • Entschuldigen • Entschuldigung • Entschuldigung;Entschuldigen;Gespräch;Kommunikation • Gespräch • Gesprächspartner • Gesprächssituationen • größe zeigen • Harmonie • harmonisches Miteinander • Kommunikation • Kommunikationssituation • Lösungsfindung • Miteinander • Persönlichkeitsentwicklung • Problemlösung • sich entschuldigen • soziales Miteinander • Umgang mit anderen Menschen • Wiedergutmachungen |
| ISBN-10 | 3-86200-557-7 / 3862005577 |
| ISBN-13 | 978-3-86200-557-4 / 9783862005574 |
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