Verhandelte Demokratisierung (eBook)
248 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-86234-881-7 (ISBN)
Dr. phil. Francesca Weil war bis 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Leipzig beschäftigt. Seit 2003 arbeitet sie am Hannah-Arendt- Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden. Sie leitet das Forschungsfeld »Nationalsozialismus«.
Dr. phil. Francesca Weil war bis 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Leipzig beschäftigt. Seit 2003 arbeitet sie am Hannah-Arendt- Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden. Sie leitet das Forschungsfeld »Nationalsozialismus«.
Inhaltsverzeichnis 11
01_Einleitung 13
02_Runde Tische 27
03_Zentrale Runde Tische 45
04_Bezirke 67
05_Vergleich Runde Tische 211
06_Zusammenfassung 223
07_Anhang 233
"VI. Resümee (S. 223-224)
Wie die Runden Tische 1989/90 in anderen ostmittel europäischen Ländern verfolgten auch die Run den Tische der Bezirke in der DDR eine Strategie des Verhandelns mit den alten Machthabern. In der Praxis bedeutete das den Ver zicht darauf, dieselben durch Druck von unten zu stürzen und die Macht durch oppositionelle Patei en und Grup pie run gen zu über neh men. Letz te re haben zu keinem Zeitpunkt Versuche unternommen, gestützt auf die Protestbewegung großer Teile der Bevölke rung, die alten Machteliten abzusetzen und gegebenenfalls provisorische Staatsinstitutionen zu bilden.
Dement ge gen woll ten die meis ten von ihnen an den Run den Tische dazu bei tra gen, die alten admi nist ra ti ven Struk tu - ren vor dem völ li gen Zusam men bruch zu bewahren. Auch als den ver un sicherten und unentschlossenen Staatsorganen der DDR die Macht aus den Händen zu glei ten droh te, konnten und wollten die Run den Tische – abge se hen von der Tätig keit der Räte ohne Geschäfts be reich – Entscheidungs befugnisse im Sinne von Macht aus übung nicht über nehmen.
Somit ließen es die Run den Tische der Bezirke zu, dass die nach wie vor von SED - Funktionären dominierte staatliche Bürokratie in den Regionen nicht oder nicht voll ends ent mach tet wurde. Letzt - end lich unter stütz ten sie sogar die Sta bi li sie rung der meis ten Bezirks be hör den, die sich nicht nur mit einer Krisensituation, sondern unter der Modrow - Regie - rung auch mit einer zuneh men den, ungewohnten Eigenständigkeit konfrontiert sahen.
Bildung, Zusam men set zung, Arbeits wei sen, Schwerpunkt setzung in den Aufga ben, Moda li tä ten der Zusam men ar beit mit den staat li chen Insti tu tio nen, aber vor allem unmittelbare Einfluss - und Wirkungsmöglichkeiten lassen die Runden Tische der Bezirke äußerst unterschiedlich erscheinen. Sie entstanden im Dezember 1989 teilweise spontan und zwar immer dann, wenn sie aus den vielerorts gebildeten Sicherheitspartnerschaften zwischen oppositionellen Gruppierungen und staatlichen Institutionen hervorgingen. Nach der Bildung des Zentralen Run den Tisches, des damit ver bun de nen Auf rufs der SED zur Etab lie rung der artiger Gremien vom 23. November und dem Beschluss der Modrow - Regie - rung vom 21."
| Erscheint lt. Verlag | 16.6.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Berichte und Studien |
| Berichte und Studien. | Berichte und Studien. |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): für Totalitarismusforschung e.V. Hannah-Arendt-Institut |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Schlagworte | DDR • Demokratisierung • Deutschland /20.Jahrhundert • Runder Tisch • Wiedervereinigung • Zivilgesellschaft |
| ISBN-10 | 3-86234-881-4 / 3862348814 |
| ISBN-13 | 978-3-86234-881-7 / 9783862348817 |
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