Alltagsrelevanz (eBook)
352 Seiten
Vandenhoeck und Ruprecht (Verlag)
978-3-647-62413-6 (ISBN)
Dr. Kristin Merle ist Professorin für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Seelsorgelehre und Predigtlehre an der Universität Hamburg und Pastorin mit KSA-Ausbildung. Sie ist zurzeit geschäftsführende Herausgeberin von 'Wege zum Menschen', der Fachzeitschrift für Seelsorge und Beratung. Besonderes Augenmerk ihrer praktisch-theologischen Arbeiten liegt auf Fragen empirischer Religionsforschung, der Mediatisierung von Religion und des Verhältnisses von Öffentlichem/Politischem und Religion.
Dr. Kristin Merle ist Professorin für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Seelsorgelehre und Predigtlehre an der Universität Hamburg und Pastorin mit KSA-Ausbildung. Sie ist zurzeit geschäftsführende Herausgeberin von "Wege zum Menschen", der Fachzeitschrift für Seelsorge und Beratung. Besonderes Augenmerk ihrer praktisch-theologischen Arbeiten liegt auf Fragen empirischer Religionsforschung, der Mediatisierung von Religion und des Verhältnisses von Öffentlichem/Politischem und Religion.
Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 14
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
1. Einführung: Das Interesse der Poimenik am Alltag – wissenschaftshistorische Voraussetzungen und gegenwärtige Positionen 14
1.1 ›Alltag‹ als Gegenstand wissenschaftlichen Interesses . . . 23
1.1.1 Zur Vielschichtigkeit des Begriffs . . . . . . . . . . . . . . 24
1.1.2 Alltagsforschung als Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung 27
1.2 Das Interesse der Praktischen Theologie am Alltag 36
1.2.1 Entkirchlichung und Hinwendung zur Empirie . . . . . 37
1.2.2 Praktische Theologie als Hermeneutik der Alltagskultur individuell verfasster Religionspraxis . . . . . . . . . . . . 42
1.2.3 Der Alltag in der poimenischen Diskussion 45
Teil I: Intersubjektivität als Struktur der seelsorglichen Situation 64
2. Joachim Scharfenberg: Seelsorge als symbolische Interaktion . . . . . 66
2.1 Die Zirkelstruktur des Verstehens . . . . . . . . . . . . . . . 66
2.1.1 Seelsorge als Gespräch . . 66
2.1.2 Seelsorge als symbolische Interaktion . . 71
2.1.3 Pastoralpsychologie . . 74
2.2 Identität und der Prozess der Bewusstwerdung . . . . . . . . 77
2.2.1 Anthropologische Basismuster: Grundambivalenzen, Grundstrukturen und Grundkonflikte . . . . . . . 77
2.2.2 Psychoanalytische Anthropologie und die Rede von der Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
2.2.3 Ankerung und Aufbruch als Aufgaben der Seelsorge . . . . 81
2.3 Religionskritik und Handlungsfreiheit 85
2.3.1 Religion bei Sigmund Freud 85
2.3.2 Das Freudsche Religionsverständnis als »Fremdprophetie« 87
2.3.3 Religion zwischen Symbol und Substanz . . . . . . . 89
3. Isolde Karle: Seelsorge als religiöse Kommunikation . . . . . . . . . . 94
3.1 Seelsorge zwischen Modernekritik und Inklusionsauftrag . . . . 94
3.1.1 Seelsorge als Funktion der Kirche . . . . . . . . . . . . 94
3.1.2 Seelsorge als religiöse Kommunikation . . . . . . . . . 97
3.1.3 Seelsorge als Konstruktionsgeschehen 100
3.2 Individualisierung als Problem der Moderne . . . . . . . . . . . 103
3.2.1 Die funktionale Differenzierung der modernen Gesellschaft und das Problem der Individualität 103
3.2.2 Inklusion und Exklusion – Aufgabe und Problem der Identitätsbildung 105
3.3 Religion als Vollzug der Gesellschaft . . . . . . . . . . . . 108
3.3.1 Die Bedeutung der Interaktion zwischen Anwesenden für die religiöse Kommunikation 108
3.3.2 Zur Physiognomie der Religion 110
4. Henning Luther: Seelsorge im Angesicht des Anderen . . . . . . . . 116
4.1 Das Verwiesensein der Seelsorge auf die konkrete Alltagswelt . . . . . . . . . . . . . 116
4.1.1 Seelsorge als diakonische Seelsorge: grundlegende Aufgabe kirchlicher Praxis 117
4.1.2 Kritik am »Defizitmodell des Helfens« und die Sorge um das Selbst-Sein-Können des Einzelnen . . . . . . . . . 119
4.1.3 Seelsorge und Alltag . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
4.2 Unabschließbare Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
4.2.1 Identität als Fragment . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
4.2.2 Ethik als prima philosophia . . . . . . . . . 127
4.3 Religion als Modus der Selbsttranszendenz . . . . . . . . . . . 130
4.3.1 Der Alltag als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Theologie und subjektiver Religiosität 130
4.3.2 Weltabstand und Selbsttranszendenz . . . . . . 132
4.3.3 Eschatologie als Movens der Theologie . . . . . . 133
4.4 Sinn: Möglichkeit oder Unmöglichkeit? . . . . . . . . . . . . . . 136
4.4.1 Die Behauptung von Sinn als Moment der Täuschung . . 136
4.4.2 Die Konstitution von Sinn durch den Anderen 138
4.4.3 Jenseits von Sinn und Affirmation: das Problem 141
Teil II: Die sinnhafte Konstitution der alltäglichen Lebenswelt: Alfred Schütz und die phänomenologisch orientierte Soziologie 148
5. Der Lebenswelt-Begriff bei Edmund Husserl und seine Neu-Akzentuierung bei Alfred Schütz . . . . . . . . . . . . . 152
5.1 Der Begriff der ›Lebenswelt‹ bei Edmund Husserl . . . . . . 153
5.2 Phänomenologie als sozialwissenschaftliches Instrumentarium: die wissenschaftstheoretischen Eckpfeiler der Theorie Alfred Schütz’ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
5.3 ›Lebenswelt‹ bei Alfred Schütz und Thomas Luckmann – ›natürliche Einstellung‹ und Sinnverstehen . . . . . . . . 157
5.4 Aufschichtung der alltäglichen Lebenswelt . . . . . . . . . . . 160
6. Die Vorgegebenheit des Anderen: Grenze des Verstehens 169
6.1 Sozialität als überindividuelles Faktum . . . . . . . . . 169
6.1.1 Die faktisch vorgegebene Sozialwelt und die Idealisierung der Reziprozität der Perspektiven 169
6.1.2 Mitmenschen, Zeitgenossen, Generationen . . . . . . . . . . 171
6.2 Eigener Sinn und fremder Sinn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174
6.2.1 Das Problem des Fremdverstehens: subjektiver und objektiver Sinn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
6.2.2 Die Erfahrung des Anderen als Ort der Selbsttranszendenz 178
6.3 Sozialität und Normativität: die ethnomethodologische Studie »Agnes« von Harold Garfinkel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180
6.3.1 Ethnomethodologie . . . . . . . . . . . 181
6.3.2 Die Studie »Agnes« 183
7. Relevanz und Sinnkonstitution 189
7.1 Die passive Synthesis als Grundlage höherstufiger Akte des Bewusstseins . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
7.2 Relevanz und Relevanzgenese . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
7.2.1 Die verschiedenen Strukturen der Relevanz . . . . 195
7.2.2 Typisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198
7.3 Handeln in der alltäglichen Lebenswelt . . . . . . . . . . . . . . . 200
7.3.1 Die Sinnbezogenheit von Erlebnis, Erfahrung und Handlung 201
7.3.2 Handeln als soziale Interaktion 202
7.3.3 Handeln – vom Entwurf zum Resultat 205
8. Intersubjektivität und Institutionalisierung: Konventionalisierung des Fremdverstehens . . . . . . . . . . . . 209
8.1 Der Wissensvorrat und sein Erwerb . . . . . . . 209
8.1.1 Elemente des subjektiven Wissensvorrats . . . . . . . . 210
8.1.2 Der gesellschaftliche Wissensvorrat . . . . . . . . . . . 213
8.1.3 Die soziale Verteilung des Wissens 215
8.2 Zeichen, Symbol, Sprache: intersubjektive Bedeutungskonstitution . . . . . . . . . . . . . . . 217
8.2.1 Das Zeichen als wesentliches Element intersubjektiver Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
8.2.2 Symbolisierung als Appräsentation des Transzendenten . . 223
8.2.3 Sprache 224
8.3 Institutionalisierung und Institutionen . . . . . . . . 228
8.3.1 Externalisierung, Objektivation, Internalisierung . . . 229
8.3.2 Intermediäre Institutionen als Vermittlungsinstanzen . . 232
9. Religion und Transzendenzweite 235
9.1 Der Alltag und seine Transzendenzen . . . . . . . . . . . 235
9.1.1 Die phänomenologischen Transzendenzen . . . . . . 236
9.1.2 Bereiche geschlossener Sinnstruktur 240
9.2 Die kommunikative Qualifizierung religiöser Erfahrung . . . . . 244
Exkurs: Die transzendenzoffene Disposition des Menschen (William James) . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
9.2.1 Die Sinnprovinz der Religion . . . . . . . . . . . . 248
9.2.2 Die kommunikative Konstitution symbolischer Ordnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251
9.3 Erscheinungsformen des Religiösen: die religiöse Grundierung des Alltags . . . . . . . . 253
9.3.1 Individuelle Verfasstheit von Religion: die Verflüssigung des Institutionellen (Privatisierung) . . . . . . . . . 255
9.3.2 Religiöse Sozialformen 258
9.3.3 Zivilreligion 260
Teil III: Poimenische Überlegungen zum Problem des Fremdverstehens 266
10. Seelsorge und Alltag . . . . . . . . . . . . . . . . 269
10.1 Der lebensweltliche Zusammenhang der seelsorglichen Situation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269
10.1.1 Raum und Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270
10.1.2 Sozialität . . . . . . . . . . . 271
10.1.3 Seelsorge und Institution . . . . . . . . . . . . 275
10.2 Religion und alltägliche Lebenswelt . . . . . . . . 280
10.2.1 Der Ort der Religion in der alltäglichen Lebenswelt . . . 281
10.2.2 Religiöse Kommunikation . . . . . . . . . . . 284
10.2.3 Gestalten der seelsorglichen Praxis in der Lebenswelt des Alltags 287
10.3 Eine theologische Leitvorstellung: Geselligkeit als hermeneutische Praxis des Religiösen . . . . 293
10.3.1 Schleiermachers Theorie des geselligen Betragens – Sozialität und Individualität 294
10.3.2 Versuch einer semantischen Verknüpfung: der Gedanke der koinonia bei Paulus . . . . . . . . . . . . 300
10.4 Alltagsrelevanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304
10.4.1 Relevanzerhellung als Reflex auf das Problem des Fremdverstehens . . . . . 304
10.4.2 (Para-) Soziale Faktoren der Relevanzgenese 307
10.4.3 Mögliche Schritte der Interaktion 314
Schluss/Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 320
Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 323
Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 345
Unbenannt 345
Unbenannt 345
Back Cover 354
| Erscheint lt. Verlag | 20.4.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie | Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Analytische Seelsorge • Pastoralpsychologie • Seelsorge |
| ISBN-10 | 3-647-62413-6 / 3647624136 |
| ISBN-13 | 978-3-647-62413-6 / 9783647624136 |
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