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Kindheit zwischen fürsorglichem Zugriff und gesellschaftlicher Teilhabe (eBook)

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2010 | 2010
276 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92382-6 (ISBN)

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Kindheit zwischen fürsorglichem Zugriff und gesellschaftlicher Teilhabe -
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Doris Bühler-Niederberger, Johanna Mierendorff, Andreas Lange Debatten um soziale Problemlagen konzentrieren sich seit geraumer Zeit v- stärkt auf die nachwachsende Generation, insbesondere auf Kinder. Neue - mut, Arbeitsmarktentwicklungen und deren Folgen, neue Formen privaten - bens, Wandel der Geschlechterrollen, Migration und kulturelle Vielfalt oder aber die angenommenen sozialen Folgen des demographischen Wandels - alles das wird in seinen Auswirkungen auf Kinder und Kindheit diskutiert, bekommt damit als 'Zukunft der Gesellschaft' eine besondere Dramatik und verlangt Reaktionen. In diesem Prozess politischer und gesellschaftlicher 'Reaktion' geht es zum einen darum, für Kinder Chancen, vor allem im Sinne zukünftiger Chancen zu maximieren resp. überhaupt zu eröffnen. Zum anderen aber sollen durch För- rung, ggf. auch Schutz und Bestrafung der Kinder Gefahren und Folgekosten von der Gesellschaft abgewendet werden, die sich aus einem nicht gelingenden Sozialisations- und Bildungsprozess ergeben könnten. Beides soll durch eine möglichst frühe und umfassende Förderung der Kinder ermöglicht werden. Förderung wird sowohl über kindbezogene familienergänzende Angebote des Staates erwartet als auch von den Eltern selbst, die im öffentlichen Diskurs mit zunehmender Dringlichkeit dazu angehalten werden, den Erwerb zentraler - siskompetenzen von Geburt an zu ermöglichen. Im Sinne eines Postulats und gelegentlich als Idealisierung bezeichnet der Begriff der 'Erziehungspartn- schaft' den dabei unterstellten Einbezug und das Verhältnis gesellschaftlicher Akteure, der privaten Gemeinschaften wie der Institutionen des Erziehungs- und Bildungssystems..

Dr. Doris Bühler-Niederberger ist Professorin für Soziologie, insbesondere Soziologie der Familie, Jugend und Erziehung, an der Bergischen Universität Wuppertal.
Dr. Johanna Mierendorff ist Professorin für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Dr. Andreas Lange ist Grundsatzreferent für Familienwissenschaften am DJI in München und außerplanmäßiger Professor für Soziologie an der Universität Konstanz.

Dr. Doris Bühler-Niederberger ist Professorin für Soziologie, insbesondere Soziologie der Familie, Jugend und Erziehung, an der Bergischen Universität Wuppertal. Dr. Johanna Mierendorff ist Professorin für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dr. Andreas Lange ist Grundsatzreferent für Familienwissenschaften am DJI in München und außerplanmäßiger Professor für Soziologie an der Universität Konstanz.

Inhaltsverzeichnis 6
Einleitung 8
Teil 1 Kinderwohlfahrtspolitiken – Prämissen, Strategien, Strukturen 15
Organisierte Sorge für Kinder, Eigenarten und Fallstricke – eine generationale Perspektive 16
1 Einleitung 16
2 Der separierende Blick 17
3 Kinder als Objekte der Besorgnis 22
4 Glorifizierung und Unschuld 25
5 Absenz realer Kinder und Disqualifizierung ihrer Stimme 30
6 Fazit 34
Literaturverzeichnis 37
Late Modernity’s British Childhood: Social Investment and the Disciplinary State 41
1 Introduction 41
2 Some Characteristics of Late Modernity 43
3 New Risks, New Welfare: The Transformation of the Welfare State 46
4 The Child Figure and the Social Investment State 48
5 Juvenile Justice: New Labour and ASBO Discipline 51
6 Risk, Individualization and “SUPERNANNY” 57
7 Some Concluding Thoughts 63
Literature 65
Kindheitsforschung, Kinderbilder, Kinderleben: Diesseits/Jenseits von Schutz und Kontrolle. Notate zu einem Forschungsprogramm 70
1 70
2 75
3 78
Literatur 82
Bildung ist für alle da oder die Kolonialisierung des Kinder- und Familienlebens durch ein ambivalentes Dispositiv 86
1 Frühe Bildung als Element gesellschaftlicher Selbst-Diagnose 86
1.1 Die Ausgangslage: Das Bildungssystem unter forciertem Veränderungsdruck 86
1.2 Der analytische Zugang: Wissenssoziologie in der „textvermittelten “Moderne“ 89
2 Bildung – ein Allheilmittel zur gesellschaftlichen Bewältigung vielschichtigen Wandels und individuellen Erfolgs? 92
2.1 Die doppelte Durchsetzung funktional-ökonomischer Bildungsverständnisse oder die Allianz von Entwicklungspsychologie und Ökonomie 92
2 .2 Bildung als nicht substituierbare Ressource in der Wissensgesellschaft 97
3 „Wirkungsbedingungen“ und „Wirkungen“ der Bildungsdiskurse 98
3.1 Wirkungsbedingungen: Deutungsmuster und -rhetoriken 98
3.2 Bildungsdiskurse und Lebenswelt 99
4 (Frühe) Bildung als Element der Neuerfindung des Sozialen 102
5 Alternative Sichtweise auf Bildung und Lebensführung 105
Literaturverzeichnis 107
Teil 2 Die Orientierungen von Eltern und Kindern 112
Kindertageseinrichtung, Grundschule, Elternhaus: Erwartungen, Haltungen und Praktiken und ihr Einfluss auf schulische Erfolge von Kindern aus prekären sozialen Gruppen 113
1 Einleitung 113
2 Verhältnis Familie und öffentliche Institutionen der Bildung, Betreuung und Erziehung: Historische Linien 116
3 Öffentliche Einrichtungen der Erziehung und Bildung: Haltungen, Erwartungen und Praktiken der Eltern und Kinder 119
3.1 Bilder von Kindertagesbetreuung 120
3.2 Vorstellungen von (Grund-)Schule 123
4 Erwartungen von Seiten der Betreuungs- und Bildungsinstitutionen 128
4.1 Die Sicht der Fachkräfte 129
4.2 Die Sicht der Lehrkräfte 130
5 Zusammenfassung und Ausblick 133
Literaturverzeichnis 136
Familiale Anregung wahrend der frtihenKindergartenzeit 141
1 Einleitung 141
1.1 Einkommensarmut und Bildungschancen 141
1.2 Familiale Qualitiit 145
2 Fragestellung 146
3 Methode 147
3.1 Forschungsdesign und Stichprobe 147
3.2 Instrumentenbeschreibung 149
4 Ergebnisse 150
4.1 Globule lind hereichsspezifische Anrcgung in Familien 151
4.2 Familiale Anregllng undf inanziette Ressaurcen 152
4.3 Zur Bedeutung von Bildung und Migration 156
5 Zusammenfassung und Ausblick 157
Literaturverzeichnis 159
Familie als Ort der Vernachlässigung elterlicher Pflichten? Arbeitslose und die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder 163
1 Das Ideal: Arbeitende Eltern und zukunftsträchtige Kinder 163
2 Tatort „neue Unterschicht“: Elterliche Vernachlässigung und kindliches Abweichen vom Pfad der Tugend 164
3 Der Blick auf Orientierungen und Sorgen real existierender Eltern 167
3.1 Die Zukunft der Kinder im elterlichen Blick: Normalbiographie als Ziel 168
3.2 Das elterliche Bemühen: Förderung von Bildung und Tugenden 170
3.3 Der elterliche Blick auf die finanzielle Situation 175
4 Fazit: Leben von Förderung und Liebe? 176
Literaturverzeichnis 177
Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung oder Kindergartenpflicht für alle? Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Kinderbetreuung in der Familie“ 179
1 Vorbemerkungen zur soziodemografischen Datenlage 181
2 Methodisches Vorgehen 182
3 Typologie der Begründungsmuster für die Betreuung eines Kindes in der Familie 183
4 Kindergartenpflicht und die Alternativen 190
4.1 Ausbau des Tagesbetreuungsangebots 190
4.2 Einführung der Kostenfreiheit 192
4.3 Einführung einer Kindergartenpflicht? 194
Literaturverzeichnis 197
Teil 3 Soziale Disziplinierung ohne Ende oder professionelleNeukonzeption - Exemplarisehe Analysen vonInstitutionen und Professionen 198
Frühkindliche Bildung und Betreuung im ‚Sozialinvestitionsstaat’ – mehr Chancengleichheit durch investive Politikstrategien?1 199
1 Politischer Wandel und eine „neue“ Perspektive auf Kinder 199
2 Der „investive turn“ in der Sozialpolitik: Konzeptionelle Eckpunkte eines Idealtypus 202
3 Familienpolitische Ausgangslage und Entwicklungstendenzen im bundesdeutschen System frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung 207
4 Zielgruppe Kinder? Kritische Reflexionen sozialinvestiver Politikstrategien aus Sicht der sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung 213
5 Schlussbemerkungen: Chancen der Neujustierung familien- und sozialpolitischer Maßnahmen für das Aufwachsen der Kinder 217
Literatur 219
Zwischen fürsorglichem Interesse und sozialer Disziplinierung – Betriebliche Kinderfürsorge in der bremischen Textilindustrie um 19001 223
1 Betreuungsnot und betriebliche Kinderfürsorge in historischer Perspektive 223
2 Beispiele Bremischer Textilindustrie: Die Jute Bremen und Nordwolle Delmenhorst 225
3 Familiäre Lebenslagen in den bremischen Textilfabriken 227
4 Kinderfürsorgeeinrichtungen in der Nordwolle und der Jute Bremen 229
4.1 Die Nordwolle 231
4.2. Die Jute 234
5 Motive und Begründungen für die Einrichtung betrieblicher Kinderfürsorge 238
5.1 Die Vielschichtigkeit unternehmerischer Kinderbetreuung und -erziehung 238
5.2 Die Freistellung der Mütter von der Betreuungsarbeit 239
5.3 Paternalistische betriebliche Kinderfürsorge am Beispiel der Fabrikantenfamilie Lahusen 240
6 Fazit 242
Literaturverzeichnis 244
Expertendiskurse zur Schulfähigkeit im Wandel. Zur Ausstreuung von Diagnostik 247
1 Kindheit unter Aufsicht 247
2 Expertenwissen zur Einschulungsuntersuchung 249
3 Von der Feststellung der Schulreife zum Screening möglicher Entwicklungsstörungen: Voraussetzungen schulischer Bildung im Wandel 252
3.1 Von Klein- und Schulkindern: der Gestaltwandel 252
3.2 Kinder reifen lassen: Schulreife 254
3.3 Schulfähige oder schon schulbereite Kinder? 256
3.4 Auffällig oder unauffällig? Screening aller Kinder 257
4 Zur Komplexität der Bildungsvoraussetzungen bei Schulbeginn 259
5 Zur Ausstreuung von Diagnostik in der frühen Kindheit 263
Literaturverzeichnis 264
Autorenverzeichnis 266

Erscheint lt. Verlag 8.11.2010
Reihe/Serie Kindheit als Risiko und Chance
Kindheit als Risiko und Chance
Zusatzinfo 276 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Bildungspolitik • Bildungsreform • Erziehung • Erziehungswissenschaft • Familie • Familien • Familienpolitik • Gesellschaft • Jugend • Jugendarbeit • Kinder • Kindheit • Sozialisation • Sozialpolitik • Wohlfahrt
ISBN-10 3-531-92382-X / 353192382X
ISBN-13 978-3-531-92382-6 / 9783531923826
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