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Gläubiger, Schuldner, Arme (eBook)

Netzwerke und die Rolle des Vertrauens
eBook Download: PDF
2010
190 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92346-8 (ISBN)

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Gläubiger, Schuldner, Arme -
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Armut und finanzielle Überforderung privater Haushalte sind zu einem gesellschaftspolitischen Problem ersten Ranges geworden. Allein in Deutschland gelten rund 10 % der über 18-Jährigen als überschuldet. Für die nächsten Jahre wird angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ein weiterer Anstieg armutsbedingter Problemlagen und von Privatinsolvenzen prognostiziert. Maßnahmen zur Unterstützung von armen und zahlungsunfähigen Personen sowie Präventionsstrategien zur Vermeidung von Armut und Überschuldung werden dringend notwendig. Der Forscherverbund 'Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke' der Universitäten Mainz und Trier hat es sich, gefördert durch die Exzellenzinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Facetten der Schuldenproblematik in transdisziplinärer Zusammenarbeit zu hinterfragen. Ziel der Forschergruppe, deren Mitglieder aus der Erziehungswissenschaft, der Geschichte, der Kriminologie, den Rechtswissenschaften, der Sozialmedizin sowie der Wirtschaftspädagogik kommen, ist die nähere Erforschung der Ursachenzusammenhänge zwischen der Entstehung von Armut und Schulden, den Auswirkungen dieser Problemlagen auf die wirtschaftliche, rechtliche, soziale und gesundheitliche Lebenssituation sowie dem Bewältigungshandeln der daraus resultierenden Probleme.

Professor Dr. C. W. Hergenröder ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Handels- und Zivilprozessrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Professor Dr. C. W. Hergenröder ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Handels- und Zivilprozessrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Inhalt 4
Vorwort 6
I Netzwerke – Von der Vergangenheit zur Gegenwart 7
Die neue Welt der Netzwerke – Ein Paradigma für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts? Die neue Welt der Netzwerke 8
1 Zur Geschichte der Netzwerkforschung und des/der Netzwerkbooms 8
1.1 Meilensteine der Netzwerkforschung 10
1.1.1 Das Small-World-Phänomen (Milgram – Tjaden/Wasson – Watts/Strogatz) 10
1.1.2 Die Stärke schwacher Beziehungen (Mark Granovetter) 11
1.1.3 Gemeinschaften verändern sich, aber sie lösen sich nicht auf (Barry Wellman) 12
1.2 Der kleine und der große Netzwerkboom 13
2 Ein sozialpsychologischer Blick: Netzwerke als Quelle von Identität, Anerkennung und Vertrauen 20
3 Zur interdisziplinären Attraktivität des Netzwerkkonzepts 22
Literatur 26
Kredit und Vertrauen in der römischen Oberschicht 28
1 Einleitung 28
2 Amicitia 29
3 Fides 36
4 Die wirtschaftliche Bedeutung von amicitia und fides 38
5 Die politische Bedeutung von gratia 41
6 Senatorische Unterstützungsnetzwerke 47
7 Fazit und Ausblick 50
Vertrauen und Kredit in der frühneuzeitlichen Stadt 54
1 Vorüberlegungen zum Hypothekenkredit in Bezug auf Vertrauen 55
2 Räumlich-soziale Nähe als Basis des Vertrauens 57
3 Wirtschaftliche Krise – Krise des Vertrauens 62
4 Ausblick 65
Rheingraf Carl Magnus von Grehweiler – Ein hochadliger Verschwender des 18. Jahrhunderts Rheingraf Carl Magnus von Grehweiler 68
Finanzielle Verhältnisse als kriminologischer Indikator sozialer Einbindung 79
1 Theoretische Vorklärungen 79
2 Entwicklungskriminologie 82
3 Angewandte Kriminologie 83
4 Gemeinsame Bedingungen von Schulden und Kriminalität – zwei empirische Beispiele 89
Netzwerkbildung unter Bedingungen von Armut und Migration 100
1 Theoretischer und methodischer Rahmen 100
2 Forschungsergebnisse 102
3 Fazit 109
Literatur 111
Soziale Integration in der Überschuldung – Wie bedeutsam ist dies für die Gesundheit? Soziale Integration in der Überschuldung 112
1 Einleitung/Hintergrund 112
2 Ergebnisse 113
3 Resultat 119
II Thesenvorträge zur Netzwerkbedeutung aus Sicht einzelner Wissenschaftsdisziplinen 121
Netzwerke in der Wirtschaftspädagogik 122
Literatur 124
Netzwerke in der Neueren Geschichte 125
1 Vorüberlegungen 125
2 Ausgangslage 126
3 Kreditgeschäfte in einer Kleinstadt 129
4 Netzwerke als Wettbewerbsvorteil 131
5 Netzwerkanalyse als Methode 134
Netzwerke in der Rechtswissenschaft 135
1 Netzwerk – die gesellschaftliche Erscheinung 135
2 Rezeption sozialwissenschaftlicher Theorie in der Rechtswissenschaft 137
3 Juristische Rezeptionsebenen netzwerkanalytischen Denkens 138
3.1 Netzwerk als Rechtsbegriff 138
3.2 Netzwerk als Organisationskategorie 140
3.3 Netzwerk als Handlungskooperation 141
4 Soziale Netzwerkanalyse und persönliche Abhängigkeit 142
5 Ausblick 143
Netzwerke in der Politikwissenschaft 144
1 Einleitung 144
2 Netzwerkanalyse. Forschungsstand und Netzwerkdefinition 146
3 Handlungstheoretische Grundlagen der Vertrauensvergabe 149
4 Die soziale Einbettung der Vertrauensvergabe 155
5 Schlussbemerkung 159
Literatur 160
Netzwerke aus ethnologischer Perspektive 162
1 Der Siegeszug des Netzwerkparadigmas – Netzwerke sind überall 163
2 Schneisen im Netzwerkdschungel – Ein Fischernetz ist kein Netzwerk 164
3 Getrennt essen, gemeinsam zahlen? – Netzwerkvertrauen und Reziprozitätserwartung 167
4 Ist der Exzellenzcluster ein Netzwerk? – Ein Lackmustest 170
5 Einmal Netzwerk und zurück – Zur Genese und Dynamik von Netzwerken 173
Literatur 176
Netzwerke in den Geschichtswissenschaften 178
Autorenverzeichnis 182

Erscheint lt. Verlag 18.6.2010
Zusatzinfo 190 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Armut • Gesellschaft • Migration • Netzwerkanalyse • Privatverschuldung • Recht • Soziale Netzwerke • Überforderung • Vertrauen
ISBN-10 3-531-92346-3 / 3531923463
ISBN-13 978-3-531-92346-8 / 9783531923468
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