Johann Gottfried Scheibel. Vom innersten Wesen des Christentums (eBook)
531 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-89971-670-2 (ISBN)
Dr. theol. Peter Hauptmann war Professor für Kirchengeschichte Osteuropas und Theologiegeschichte der Lutherischen Konfessionskirchen in Münster. Dr. theol. Peter Hauptmann was Professor of Eastern European Ecclesiastical History and Theological History of the Lutheran Confessional Church in Münster.
Dr. theol. Peter Hauptmann war Professor für Kirchengeschichte Osteuropas und Theologiegeschichte der Lutherischen Konfessionskirchen in Münster. Dr. theol. Peter Hauptmann was Professor of Eastern European Ecclesiastical History and Theological History of the Lutheran Confessional Church in Münster.
Inhalt 7
Vorwort 11
Abkürzungsverzeichnis 17
Abkürzungen der Titel von Schriften Johann Gottfried Scheibels 17
Sonstige Abkürzungen 20
Abkürzungen biblischer Bücher 20
Einleitung: Johann Gottfried Scheibels Lebensweg 23
Kindheit und Jugend im Elternhaus 23
Universitätsstudium in Halle 27
Predigtamt und Professur 36
Familiengründung 51
Entdeckung und Verteidigung des lutherischen Abendmahls 53
Widerstand gegen Union und Agende 64
Freunde und Mitstreiter 67
Kampf für eine freie lutherische Kirche 78
Unruhige Jahre in Sachsen 84
Zuflucht und Heimgang in Nürnberg 114
Im Urteil der Nachwelt 122
Auszüge aus dem Schrifttum Johann Gottfried Scheibels 129
Abendmahl 129
Abendmahlsvermahnung 155
Abendmahlsvorbereitung 164
Abendmahlszulassung 165
Abgrenzungen 165
Agenden 172
Ägypten 177
Altes Testament 180
Ammon, Friedrich Christoph von 185
Apokryphen 187
Begräbnis 187
Beichte 188
Bekenntnisschriften 188
Bibelgesellschaften 189
Bibellesen 191
Bibelübersetzungen 194
Biblisches Denken 194
Brautmystik 195
Breslau 195
Brotbrechen 199
Brüdergemeine 199
Buße 203
Calvin, Johannes 205
Chiliasmus 207
Christusweissagungen 208
Deutschland 212
Dichtung 214
Dogmatik 216
Dreieinigkeit 217
Endzeiterwartungen 217
Erbauungsstunden 222
Erweckung 223
Exegese 223
Freikirchlichkeit 237
Geheimnisse des Reiches Gottes 237
Gemeinde 238
Gesangbücher 240
Geschichtsforschung 240
Gesetz und Evangelium 241
Gewissenserforschung 242
Glaubenseinheit 244
Glaubensverfall 246
Gnadenwahl 256
Gnosis 257
Gottesdienst 261
Gotteserkenntnis 262
Griechenland 265
Hebräisch 268
Heilige Schrift 268
Heiligung 270
Heilsgewißheit 272
Hus, Jan 272
Inspiration 273
Judentum 273
Karfreitag 276
Katholizismus 277
Keuschheit 280
Kirche 280
Kirchenbedienstete 281
Kirchengeschichte 282
Kirchenverfassung 298
Kirchenzucht 311
Konfessionstypologie 312
Konfirmation 315
Konkordienformel 316
Konventikel 319
Laiendienste 320
Literaturgeschichte 325
Liturgie 326
Luther, Martin 330
Luthertum 352
Menschenvergötterung 358
Meßopfer 359
Methodisten 363
Mission 364
Mystik 367
Naturwissenschaften 369
Neologie 369
Neues Testament 375
Obrigkeit 376
Opfermahl 376
Ordination 378
Ostkirche 379
Papsttum 380
Perikopen 381
Pietismus 381
Polemik 383
Predigt 388
Rechtfertigung 389
Reformierte 390
Religion 395
Sakramente 397
Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst 397
Schlesien 399
Schrift und Bekenntnis 400
Schweiz 405
Seelsorge 406
Sonntagsheiligung 406
Sozinianer 407
Staat und Kirche 408
Taufe 409
Theater 411
Trauung 412
Union protestantischer Kirchen 412
Vernunft 422
Vernunftreligion 425
Vorsehung 430
Waldenser 432
Weihnachten 433
Wesen des Christentums 435
Wort Gottes 439
Zeitgeist 440
Zweifel 444
Zwingli, Ulrich 449
Anhang: Johann Gottfried Scheibel im Urteil der Zeitgenossen 453
Rulemann Friedrich Eylert 453
Henrich Steffens 458
David Samuel Roller 466
Wilhelm Harnisch 467
Adolph Zahn 469
Georg Philipp Eduard Huschke 471
Wilhelm von Kügelgen 473
Magnus Adolph Blüher 482
Jakob Wilhelm Georg Vilmar 483
Schrifttumsverzeichnis 487
Personenregister 497
Sachregister 507
Ortsregister 517
Stellenregister 523
Abbildungsnachweis 533
"Auszüge aus dem Schrifttum Johann Gottfried Scheibels (S. 127-128)
Abendmahl
Euch ist bekannt […], daß in der christlichen Welt drei verschiedene Meinungen über das Abendmahl des Herrn, über das Wichtigste dabei, obwalten. Nach der einen wird das Brot und der Wein, indem sie geweiht werden, in wahrhaftes Fleisch und Blut verwandelt. Nach der anderen ist beim Abendmahl nur Erinnerung des Geistes an Jesus wie an einen abwesenden Freund. Nach der dritten ist das gesegnete Brot und der gesegnete Wein Gemeinschaft mit dem Leibe und Blute des Herrn. Bei dieser Verschiedenheit der Überzeugung ist es notwendig, daß wir als Christen bloß bei dem Worte Jesu und dem nach seinem eigenen Wort durch seinen und des Vaters Geist erleuchteter Apostel bleiben, nach diesem prüfen. […]
Nach der Heiligen Schrift […] die Abendmahlslehre zu betrachten, erfordert wie bei jeder anderen ihrer Lehren, daß wir der Ordnung des Heils Jesu gemäß zunächst seine eigenen Worte, dann die seiner Apostel erwägen. Vom Heiligen Abendmahl sind nun offenbar vorzüglich die Einsetzungsworte des Herrn selbst zu betrachten. Es ist aber außerdem noch ein Abschnitt in den Evangelisten, der unverkennbar von dem Abendmahl Jesu handelt, obwohl neuere, auch sehr christliche Erklärer es nicht [zu erkennen] vermögen.
Es ist dies der Abschnitt, den einer der sprachkundigen Freunde Zwinglis [Oecolampadius] damals in der Untersuchung gegen Luther die eherne Mauer seines Lehrbegriffs nannte212 und von der ich […] gestehen muß, wie ich bei ihr noch vor zwei Jahren so schwankend ward, daß ich schon an die Möglichkeit dachte, nach meinem Gewissen dies Heiligtum verlassen und als Lehrer zu einer anderen Kirche übergehen zu müssen. Um so notwendiger ist es, da dieser Abschnitt so schwierig, daß selbst Luther ihn zuletzt aufgab und sich überredete, er handle nur vom geistigen Genuß der Lehre Jesu, bei ihm mit möglichst fester Treue durch die Gnade des Heiligen Geistes zu verweilen.
Es ist der zweite Teil des sechsten Kapitels Johannis, von dem hier die Rede sein muß. […] Man sieht, Jesus gebraucht hier Worte, welche die ganze Teilnahme an ihm, das ganze Leben mit ihm bezeichnen: ihn genießen, essen, zu ihm kommen, an ihn glauben. Das sieht man aber am deutlichsten aus dem wichtigen 57.Vers: »Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe durch den Vater, also wer mich isset, derselbe wird leben durch mich.« Es heißt nämlich in der eigentlichen Sprache des Evangelisten nicht, wie Luther übersetzte: um des Vaters willen, sondern: durch den Vater, und ebenso nachher: durch mich, nicht: um meinetwillen.
Wie also, sagt Jesus, ich nach meinem ganzen Wesen, ich, der allein geborene Sohn Gottes, der Sohn des Geistes vom Vater, lebe durch den Vater, also lebt der, der mich genießt, ganz durch mich, er empfängt mein Wesen, wie ich vom Vater, so er von mir. Jesus spricht also hier ganz allgemein von sich, von seinem ganzen Wesen. […] Nachdem also der Herr jene Worte: »Ich bin das Brot des Lebens«, geäußert hatte, sagte er offenbar hinzusetzend (V.51):
»Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt«. Hier unterscheidet der Herr sich – das Brot des Lebens, vom Himmel – von dem Brot, was er, das Brot des Himmels, geben werde, sein Fleisch, was doch nicht vom Himmel gekommen und gegeben werden solle für das Leben der Welt. Die Juden bemerken auch dies ganz richtig. Bisher haben sie nichts eingewendet. Jetzt heißt es (V.52): »Sie zankten untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?« Und was antwortet ihnen nun Jesus?"
| Erscheint lt. Verlag | 29.4.2009 |
|---|---|
| Zusatzinfo | mit 28 Abbildungen |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Erweckungsbewegung international • Luthertum • Theologie |
| ISBN-10 | 3-89971-670-1 / 3899716701 |
| ISBN-13 | 978-3-89971-670-2 / 9783899716702 |
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