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Predigt und Derascha (eBook)

Homiletische Textlektüre im Dialog mit dem Judentum
eBook Download: PDF
2006 | 1. Auflage
608 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-62390-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Predigt und Derascha -  Alexander Deeg
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Alexander Deeg, geb. 1972, Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD. Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Von 2000 bis 2009 Assistent im Fach Praktische Theologie am Lehrstuhl von Martin Nicol. Gemeinsame Weiterarbeit an der Dramaturgischen Homiletik. 2005 Promotion mit einer Arbeit zur Predigt im jüdisch-christlichen Dialog. 2011 Habilitation mit fundamentalliturgischen Überlegungen zum evangelischen Gottesdienst. 2009 bis 2011 Leiter des Zentrums für evangelische Predigtkultur der EKD. Seit 2011 Lehrstuhl für Praktische Theologie in Leipzig. Vorsitzender des Liturgischen Ausschusses der VELKD. International Secretary der Societas Homiletica. Schriftleiter der Göttinger Predigtmeditationen.

Alexander Deeg, geb. 1972, Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD. Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Von 2000 bis 2009 Assistent im Fach Praktische Theologie am Lehrstuhl von Martin Nicol. Gemeinsame Weiterarbeit an der Dramaturgischen Homiletik. 2005 Promotion mit einer Arbeit zur Predigt im jüdisch-christlichen Dialog. 2011 Habilitation mit fundamentalliturgischen Überlegungen zum evangelischen Gottesdienst. 2009 bis 2011 Leiter des Zentrums für evangelische Predigtkultur der EKD. Seit 2011 Lehrstuhl für Praktische Theologie in Leipzig. Vorsitzender des Liturgischen Ausschusses der VELKD. International Secretary der Societas Homiletica. Schriftleiter der Göttinger Predigtmeditationen.

Cover 1
Title Page 
4 
Copyright 
5 
Table of Contents 
6 
Body 
16 
Geleitwort von Rabbiner Prof. Dr. Dr. h.c. Jonathan Magonet 16
Vorwort 18
1. Predigt und Derascha – Einleitung und Wegbeschreibung 22
1.1 Eine Wiederentdeckung: Die Frage nach dem Text in der Predigt 23
1.1.1 Text und Predigt – drei homiletische Herausforderungen 24
1.1.2 Lesen-Lernen als homiletische Aufgabe 31
1.2 Eine Forschungslücke: Homiletische Wahrnehmung im christlich-jüdischen Dialog 33
1.2.1 Anwendung als leitende Perspektive bisheriger Ansätze einer Homiletik im christlich-jüdischen Dialog 34
1.2.2 Wahrnehmung als Perspektive praktisch-theologischer Arbeit im christlich-jüdischen Dialog 39
1.3 Eine Wegbeschreibung: Vergleichende Homiletik als Methode 43
I. Derascha und jüdische Predigt in historischer und hermeneutischer Perspektive 48
2. Jüdische „Predigt“ als Gegenstand der Forschung 50
2.1 Sekundärliteratur zur jüdischen „Predigt“ 50
2.2 Jüdische Predigten, Predigtsammlungen und Homiletiken 56
2.3 Folgerungen 61
3. Apriorische Tora-Erwartung und skripturale Hermeneutik. Midrasch und Derascha in tannaitisch-amoräischer Zeit 64
3.1 Ursprünge der Derascha 64
3.2 Apriorische Tora-Erwartung und skripturale Hermeneutik 73
3.2.1 Die Gefährdung der Ahnfrau – midraschisch gelesen 75
3.2.2 Vier Kennzeichen einer Textlektüre auf der Basis skripturaler Hermeneutik 77
3.2.2.1 „Wende sie um und wende sie um …“ – die Genauigkeit der Lektüre 77
3.2.2.2 „Siebzig Gesichter hat die Tora“ – die Pluralität der Lektüre 79
3.2.2.3 „… alles ist in ihr“ – die Intertextualität der Lektüre 84
3.2.2.4 „Die Geschehnisse der Väter sind ein Zeichen für die Kinder“ – die Aktualität der Lektüre 85
3.3 Midrasch und Derascha: Die Suche nach der mündlichen Derascha in den schriftlichen Midraschim 89
3.3.1 Rückschlüsse von schriftlichen Midraschim auf mündliche Deraschot 90
3.3.2 Die Peticha als Derascha 92
3.3.3 Exkurs: Rabbinische Gleichnisse als Deraschot? 95
3.3.4 Exkurs: Rabbinische Derascha und hellenistisch-jüdische Predigt 97
3.4 Ein Beispiel für eine Peticha 99
3.4.1 Der Text: WaR 13,2 99
3.4.2 Erläuterungen zu Form und Inhalt der Peticha 101
3.4.3 Erläuterungen zur Hermeneutik der Peticha 103
3.5 Zusammenfassung 104
4. Von der skripturalen zur meta-skripturalen Hermeneutik. Tendenzen im jüdischen Mittelalter 106
4.1 Von der skripturalen zur meta-skripturalen Hermeneutik 106
4.2 Drei Wege meta-skripturaler Hermeneutik 110
4.2.1 Tora-Hermeneutik in philosophischem Kontext 110
4.2.2 Tora-Hermeneutik in mystischem Kontext 114
4.2.3 Ethisch-fokussierte Tora-Hermeneutik 117
4.3 Zusammenfassung: Skripturale und meta-skripturale Hermeneutik 120
5. Zwischen Derascha und Predigt. Jüdische Predigt und jüdische Homiletik im 19. Jahrhundert 122
5.1 Die „erste jüdische Predigt“ als Auftakt einer Predigtbewegung 122
5.1.1 Der Weg in die Familie: Joseph Wolfs Predigt in Dessau (1808) 122
5.1.2 Predigtbewegung im Kontext von Emanzipation und Akkulturation 126
5.2 Der Aufbruch der Predigtbewegung und die Predigt als Imitation (1808 bis ca. 1830) 130
5.3 Jüdische Predigt als vielgestaltiges Phänomen und homiletische Differenzierungen (ca. 1830 bis 1871) 137
5.3.1 Ludwig Philippson: „Vermittelung des Alten und Neuen“ 137
5.3.2 Hermeneutik und Homiletik im liberalen, historisch-positiven und neo-orthodoxen Judentum 143
5.3.3 Adolf Jellinek: Der Midraschforscher als Prediger 149
5.4 Der Abschluss der Entwicklung moderner jüdischer Predigt und die erste jüdische Homiletik (1871 bis ca. 1900) 152
5.5 Zusammenfassung: Homiletische Hermeneutik zwischen Predigt und Derascha 157
6. Neue Hermeneutik und neue Predigt. Renaissance im deutschen Judentum zu Beginn des 20. Jahrhunderts 164
6.1 Die Krise im deutschen Judentum um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als Hintergrund jüdischer „Renaissance“ 164
6.2 Jüdische Renaissance als hermeneutische Renaissance 170
6.3 Jüdische Renaissance als homiletische Renaissance? 176
6.3.1 Joseph Wohlgemuth: „Beiträge zu einer jüdischen Homiletik“ (1903/04) 177
6.3.2 Homiletische Perspektiven in den 1920er Jahren 179
6.4 „Neuer Midrasch“ und „alte“ Lehre: Jüdische Predigt im Dritten Reich und zur Zeit der Schoa 186
7. Englischsprachige jüdische Predigt seit dem 19. Jahrhundert. Moderne Predigt zwischen Akzeptanz und Kritik 192
7.1 Zur Geschichte jüdischer Predigt in den USA: Ein Überblick bis 1937 193
7.2 Moderne jüdische Predigt und ihre Homiletik 196
7.3 Die moderne jüdische Predigt in der Diskussion der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 202
7.3.1 Die Herausforderung durch Abraham Joshua Heschels „Renaissance-Hermeneutik“ 202
7.3.2 Beginnende Predigtmüdigkeit 204
7.3.3 Reaktionen auf die Predigtmüdigkeit 206
7.4 Midraschischer Frühling und die Frage nach homiletischen Blüten 212
7.4.1 Der Midrasch als „Living Text“ in der Arbeit des „Institute for Contemporary Midrash“ (ICM) 213
7.4.2 „Bibliodramatic Midrash“ 216
II. Homiletisch lesen lernen im Kontext des Midrasch 220
8. Predigt und Derascha – Homiletik und christlich-jüdischer Dialog 222
8.1 Homiletik im christlich-jüdischen Dialog? – Überlegungen zur Vergleichbarkeit christlicher und jüdischer „Predigt“ 222
8.1.1 Zur Vergleichbarkeit christlicher und jüdischer „Predigt“ – zwei Impressionen 222
8.1.2 Stellenwert und Ziel der „Predigt“ in Judentum und Christentum 225
8.1.3 Tora und Christus – vom bleibenden hermeneutischen Unterschied zwischen Judentum und Christentum 227
8.1.4 Exkurs: Zur Bedeutung des Lesens in der christlichen Theologie 232
8.1.5 Homiletisch lesen lernen im christlich-jüdischen Dialog 239
8.2 Homiletik im christlich-jüdischen Dialog – Intertextualität als methodisches Paradigma 241
8.3 Homiletische Textlektüre im Kontext des Midrasch – Vorausblick auf die Durchführung im zweiten Teil der Erarbeitung 245
8.4 Homiletische Wahrnehmungen des Judentums – eine Einordnung in die Forschung 249
9. Textbändigung, Textverlust und Textbefreiung – zum homiletischen Umgang mit dem Text 254
9.1 Textbändigung und Textverlust in der Predigt 255
9.2 Wider Textbändigung und Textverlust: Wege zur Textbefreiung 261
9.2.1 Karl Barth: Textbefreiung in der „reinen Auslegungspredigt“ 261
9.2.2 Eberhard Jüngel: Die Dynamik doppelter Übersetzung als Textbefreiung 266
9.2.3 Rudolf Bohren: Pneumatologische und ästhetische Textbefreiung 269
9.2.4 Martin Nicol: Intertextuelle Textbefreiung 271
9.3 Exkurs: Literaturwissenschaftliche Textbefreiung 272
10. Der Kontext des Midrasch 278
10.1 Was ist rabbinischer Midrasch? – Drei Perspektiven der Forschung 278
10.1.1 Primär applikative Midrasch-Lektüren 279
10.1.2 Primär explikative Midrasch-Lektüren 282
10.1.3 Vermittelnde Modelle 285
10.2 Folgerungen 288
11. Midrasch – Perspektiven zu Hermeneutik, Methodik und Pragmatik homiletischer Textlektüre 290
11.1 Predigt als Kon-Textualisierung: Zur Hermeneutik einer homiletischen Textlektüre im Kontext des Midrasch 290
11.1.1 Kon-Textualisierung im rabbinischen Midrasch 290
11.1.1.1 Die Konzeptualisierung des Textes als graphisches Zeichen göttlichen Ursprungs 291
11.1.1.2 Die Topographie des Textes zwischen Exil und Sinai .. 295
11.1.1.3 Midrasch als Kon-Textualisierung – schriftliche und mündliche Tora 299
11.1.2 Predigt als Kon-Textualisierung 302
11.1.2.1 Kon-Textualisierung wider Textbändigung und Textverlust 302
11.1.2.2 Kon-Textualisierung als Aufgabe von Exegese und Homiletik 308
11.2 Predigt als slow and responsive reading: Zur Methodik einer homiletischen Textlektüre im Kontext des Midrasch 313
11.2.1 Slow and responsive reading – langsames und antwortendes Lesen 313
11.2.1.1 Die Dialogizität eines slow and responsive reading 315
11.2.1.2 Die Intertextualität eines slow and responsive reading 319
11.2.1.3 Die Kreativität eines slow and responsive reading 323
11.2.1.4 Exkurs: Homiletisches slow and responsive reading – Karl Barth als Beispiel 326
11.2.2 Vierfacher Schriftsinn als systematische Leseanleitung? 328
11.2.3 Exkurs: Giorgio Morandi – Slow and responsive reading in der bildenden Kunst 334
11.2.4 Exkurs: Slow and responsive reading wider die homiletische Eloquenz – zwei lyrische Spuren 336
11.3 Predigt als Lesen-Lernen: Zur Pragmatik einer homiletischen Textlektüre im Kontext des Midrasch 339
11.3.1 Talmud Tora: Lehren und Lernen als Ziel midraschischer Aktivität 339
11.3.2 Talmud Tora: Zwei Wiederaufnahmen im 20. Jahrhundert 342
11.3.3 Predigt als Lesen-Lernen 346
11.3.3.1 Voraussetzungen: Lehre als dimensionaler Begriff und dynamisch-wechselseitige Praxis 347
11.3.3.2 Folgerungen aus einer Bestimmung der Predigt als Lesen-Lernen 349
11.4 Zusammenfassung 358
12. Maschal und Nimschal – Predigt als „Übersetzung“ 360
12.1 Die homiletische Frage nach der Verbindung von Text und Lebenswirklichkeit 360
12.1.1 Homiletische Modelle zur Verbindung von Text und Lebenswirklichkeit – Versuch einer Kartographie 360
12.1.2 Die Metapher des Dritten Raumes – zur Topographie der Begegnung von Text und Lebenswirklichkeit 368
12.2 Die doppelte Verfremdung im Dritten Raum rabbinischer Gleichnisse 370
12.2.1 Die rabbinischen Gleichnisse als Dritter Raum zwischen Bibelwort und Lebenswirklichkeit 370
12.2.2 Doppelte Verfremdung im Wechselspiel von Maschal und Nimschal in rabbinischen Gleichnissen 377
12.3 Homiletische Perspektiven: Predigt als „Übersetzung“ 381
12.3.1 Der Dritte Raum der „Übersetzung“ bei Franz Rosenzweig 383
12.3.2 Predigt als „Übersetzung“ 385
12.4 Zusammenfassung 389
13. Haggada und Halacha – Perspektiven „haggalachischer“ Predigtrede 390
13.1 Haggada und Halacha als grundlegender Wechselschritt rabbinischer Schriftauslegung 391
13.1.1 Haggada und Halacha 391
13.1.1.1 Haggada 391
13.1.1.2 Halacha 394
13.1.2 Das Miteinander von Haggada und Halacha 399
13.1.2.1 Die notwendige Zusammengehörigkeit von Haggada und Halacha 400
13.1.2.2 Das Problem des Panhalachismus 402
13.1.2.3 Das Problem des Panhaggadismus 406
13.1.2.4 Die grundlegende Problematik der Trennung von Haggada und Halacha 409
13.1.3 Die Wahrnehmung des Miteinanders von Haggada und Halacha. Drei Ansätze aus dem 20. Jahrhundert 410
13.1.3.1 Chajim Nachman Bialik (1873–1934): Haggada und Halacha als Literatur 410
13.1.3.2 Max Kadushin (1895–1980): Haggada und Halacha als Methodik 415
13.1.3.3 Abraham Joshua Heschel (1907–1972): Haggada und Halacha als Lebensform 420
13.2 Gesetz und Evangelium im Kontext evangelischer Schriftauslegung und als homiletisches Problem 426
13.2.1 Gesetz und Evangelium als soteriologisch-hermeneutische Doppelformel 426
13.2.2 Gesetz und Evangelium als Thema der Homiletik 431
13.2.2.1 Die Aufnahme der Thematik durch Manfred Josuttis 431
13.2.2.2 Probleme der homiletischen Rezeption 434
13.3 Haggada und Halacha/Gesetz und Evangelium – zur Verknüpfung der beiden Diskurse 446
13.3.1 Axel Denecke: Haggada und Halacha in homiletischer Rezeption 447
13.3.2 Friedrich-Wilhelm Marquardt: Halacha (und Haggada) in dogmatischer Rezeption 450
13.3.3 Zur Frage nach der Analogie der Doppelformeln Halacha & Haggada und Gesetz &
13.4 „Haggalachische“ Predigtrede. Homiletische Perspektiven 454
13.4.1 Die Doppelformel Gesetz und Evangelium homiletisch ernst nehmen 454
13.4.2 Von der Haggada lernen 457
13.4.3 Von der Halacha lernen 459
13.4.4 Vom Miteinander von Haggada und Halacha lernen 464
13.4.4.1 Die Ebene der Predigtrede 464
13.4.4.2 Die Ebene homiletischer Reflexion 468
13.5 Zusammenfassung 472
14. Peticha und Chatima – Predigt als Eröffnung und Einführung 476
14.1 Die Peticha im Kontext midraschischer Hermeneutik .. 476
14.1.1 Vernetzungen in der Schrift vs. Ermittlung der Schriftaussage 480
14.1.2 Parataktische Collage vs. hypotaktischer Diskurs 482
14.1.3 Indirekte vs. direkte Applikation 483
14.2 Predigt als Eröffnung: Der Weg im Text 486
14.2.1 … nos in verbum suum mutuat 486
14.2.2 Parataktische Collage als Predigt-Struktur 489
14.2.3 Gestaltete Intertextualität 501
14.3 Predigt zwischen den Testamenten: Predigt als inszenierte kanonische Intertestamentarität . 510
14.4 Die Chatima und die Eschatologie der Predigt: Mit dem Text in Gottes neue Welt 524
14.5 Zusammenfassung 529
15. Predigt und Derascha – Rückblick und Ausblick 530
16. Literatur 536
Anhang: Glossar 594
Namenregister 598

Erscheint lt. Verlag 12.9.2006
Reihe/Serie Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie
Zusatzinfo mit 1 Grafik, 8 Tab. und 3 s/w Abb.
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Homiletik • Judentum • Predigt
ISBN-10 3-647-62390-3 / 3647623903
ISBN-13 978-3-647-62390-0 / 9783647623900
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