Ungleiche Netzwerke - Vernetzte Ungleichheit (eBook)
229 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92301-7 (ISBN)
Dr. Jan Mewes ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt 'Ethnic Diversity and Welfare State Solidarity' an der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) tätig.
Dr. Jan Mewes ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt ‚Ethnic Diversity and Welfare State Solidarity' an der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) tätig.
Inhalt 6
Abbildungsverzeichnis 8
Tabellenverzeichnis 9
Vorwort 11
1 Einleitung 12
2 Soziologische Theorien persönlicher Beziehungen 17
2.1 Der Begriff der persönlichen Beziehung 17
2.2 Freundschaft und Verwandtschaft 23
2.2.1 Verwandtschaftliche Beziehungen 24
2.2.2 Nicht-verwandtschaftliche Beziehungen: Freundschaft, Bekanntschaft und Nachbarschaft 30
3 Soziale Ungleichheit und persönliche Beziehungen 40
3.1 Soziologische Konzepte sozialer Ungleichheit 40
3.2 Die Freunde der Freunde: Das Prinzip der Transitivität 45
3.3 Schichtspezifisches Mobilitätskapital 48
3.4 Die Defizithypothese 49
3.5 Dekontextualisierung 51
3.6 Die Focustheorie 54
3.7 Die Affekttheorie des sozialen Austauschs 57
3.7.1 Zwischenresümee: Zur Leistungsfähigkeit der bisher vorgestellten Theorieansätze 65
3.8 Reziprozität und die Monopolisierung von Verwandtschaftsbeziehungen 66
4 Soziologische Netzwerkanalyse 73
4.1 Die Größe sozialer Netzwerke 78
4.2 Netzwerkdichte 79
4.3 Multiplexität 81
4.4 Geographische Distanz 82
4.5 Kontakthäufigkeit 84
5 Hypothesen 86
6 Operationalisierung und Daten 95
6.1 Die Operationalisierung des Bildungsniveaus 95
6.2 Die Operationalisierung des beruflichen Status 97
6.3 Die verwendeten Umfragedaten (I): Familiensurvey 98
6.4 Die verwendeten Umfragedaten (II): Netherlands Kinship Panel Study 99
6.5 Die verwendeten Umfragedaten (III): ALLBUS/ISSP 102
6.6 Die verwendeten Umfragedaten (IV): Survey Transnationalisierung 104
6.7 Soziodemographische Kontrollvariablen 105
6.7.1 Persönliche Netzwerke im Lebensverlauf 105
6.7.2 Geschlecht 107
6.7.3 Migrationshintergrund 108
6.7.4 Die verwendeten multivariaten Analyseverfahren 110
7 Empirische Analysen 112
7.1 Homophilie: Zur Bildungshomogenität persönlicher Netzwerke 112
7.2 Die Größe und die Komposition persönlicher Netzwerke 116
7.3 Die Dichte persönlicher Netzwerke 128
7.4 Schichtzugehörigkeit und Multiplexität 136
7.5 Ungleiche Netzwerkgeographien 146
7.6 Kontakthäufigkeit in persönlichen Netzwerken 157
7.7 Ungleichheit und Einstellungen zu persönlichen Beziehungen 163
7.7.1 Familiäre Solidarität: Schichtspezifische Bürden und Lasten? 164
7.7.2 Zur schichtspezifischen Instrumentalisierung persönlicher Beziehungen 168
7.7.3 Aktive Bevorzugung verwandtschaftlicher Beziehungen? 175
7.7.4 Soziale Ungleichheit, persönliche Netzwerke und soziale Isolation 177
7.8 Zur Schichtspezifik der Entstehungskontexte persönlicher Beziehungen 182
7.8.1 Soziale Ungleichheit und Entstehungskontexte persönlicher Beziehungen 182
7.8.2 Die schichtspezifische Wirksamkeit des Transitivitätsprinzips 185
7.8.3 Opportunitätsstrukturen produktiver Austauschbeziehungen 189
7.8.4 Offene und geschlossene Foci 193
7.9 Eine Anmerkung zur empirischen Tragweite der Ergebnisse 196
8 Resümee und Ausblick 198
9 Literaturverzeichnis 207
Anhang 218
5 Hypothesen (S. 91-92)
In den beiden vorherigen Kapiteln wurden verschiedene theoretische Ansätze in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Schichtzugehörigkeit und der Strukturierung persönlicher Netzwerke vorgestellt und diskutiert. Die dabei entwickelten Annahmen werden im Folgenden in forschungsleitende Hypothesen überführt. Zunächst formuliere ich Hypothesen im Hinblick auf globale Parameter persönlicher Netzwerke. Gemeint sind damit „mathematisch-quantitative Strukturbeschreibungen“ (Diewald 1991: 68) über alle in einem Netzwerk vereinigten Beziehungen hinweg.
Dabei wird es um die Frage gehen, wie sich die Schichtzugehörigkeit – in der empirischen Untersuchung operationalisiert anhand des Bildungsniveaus und des beruflichen Status – auf Merkmale wie Netzwerkgröße, -dichte, -multiplexität, -reichweite und –kontakthäufigkeit auswirkt. In einem nächsten Schritt wird der Fokus von der globalen Ebene persönlicher Netzwerke auf die subjektiven Faktoren ungleicher Netzwerkstrukturen verschoben. Zum Abschluss werden Hypothesen in Bezug auf die konkreten Entstehungskontexte von persönlichen Beziehungen entwickelt.
Zur Begründung der einzelnen Hypothesen werde ich in gebotener Kürze Argumente in Stellung bringen, die aus den theoretischen Kapiteln abgeleitet sind. Da vermutet werden kann, dass einige der im Folgenden skizzierten Zusammenhänge Konsequenzen für mehrere Dimensionen persönlicher Netzwerke haben, werde ich – um unnötige Redundanz zu vermeiden – gegebenenfalls auf bereits genannte Punkte der Hypothesenbildung verweisen. Die nachfolgend dargelegten Argumente, welche für die jeweilige Arbeitshypothese sprechen, sind mit eckigen Klammern markiert.
(1) In Bezug auf die Größe persönlicher Netzwerke vermute ich sowohl einen direkten als auch einen indirekten Effekt der Schichtzugehörigkeit. Vor allem aus der Perspektive der Affekttheorie des sozialen Austauschs kann vermutet werden, dass eine längere Verweildauer im Bildungssystem die Chance vergrößert, persönliche Kontakte zu knüpfen (direkter Bildungseffekt) [1.a]. Zugleich legitimieren hochwertige Bildungszertifikate der Migrationstheorie von Hoffmann-Nowotny zufolge höhere Ansprüche auf die Verfügbarkeit begehrter und knapper sozialer Ressourcen.
Daher ist zu vermuten, dass höher Gebildete vergleichsweise mobiler sind, um diesen Ansprüchen Folge leisten zu können. Räumliche bzw. residentielle Mobilität erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit dass bereits bestehende Kontakte seltener aktualisiert werden und neue Beziehungen am neuen Wohnort geknüpft werden. Vor allem die Häufigkeit von Kontakten zu Verwandten wie Eltern, Geschwister etc. dürfte unter den Bedingungen von Wohnortwechseln gemindert sein (indirekter Schichteffekt) [1.b].
| Erscheint lt. Verlag | 14.5.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Netzwerkforschung | Netzwerkforschung |
| Zusatzinfo | 229 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Empirische Sozialforschung | |
| Schlagworte | Benachteiligung • Empirische Analyse • Exklusion • Gesellschaft • Mobilität • Operationalisierung • Schichtzugehörigkeit • Soziale Ungleichheit • Sozialkapital |
| ISBN-10 | 3-531-92301-3 / 3531923013 |
| ISBN-13 | 978-3-531-92301-7 / 9783531923017 |
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