Gendered Profession (eBook)
263 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92303-1 (ISBN)
Prof. Dr. Constance Engelfried ist Professorin an der Hochschule München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Lehrgebiet Theorie und Organisation Sozialer Arbeit.
Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck verwaltet eine Professur an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fachbereich Soziale Arbeit (FH Braunschweig/Wolfenbüttel); sie gründete das Gender Institut Hamburg.
Prof. Dr. Constance Engelfried ist Professorin an der Hochschule München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Lehrgebiet Theorie und Organisation Sozialer Arbeit. Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck verwaltet eine Professur an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fachbereich Soziale Arbeit (FH Braunschweig/Wolfenbüttel); sie gründete das Gender Institut Hamburg.
Inhalt 5
Einleitung Gendered Profession 7
Szenario 1: München: „…Wir müssen den Mainstream verlassen …“ 13
Szenario 2: Hamburg: „…Wir müssen zurück in den Mainstream …“ 14
Szenario 3: „…Wohin soll es denn nun gehen …?“ 16
Literatur 21
Teil I Soziale Arbeit zwischen Frauenberuf und Frauenbewegung 22
Die bürgerliche Frauenbewegung und die Entwicklung der sozialen Arbeit zum Beruf – Ein Überblick 23
1 Einleitung 23
2 Vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung des Deutschen Reiches 24
3 Die Zeit des Deutschen Kaiserreichs 27
3.1 Von den Anfängen bis zum Ende der Bismarck-Ära 27
3.2 Die Wilhelminische Epoche bis zum Ersten Weltkrieg 27
3.3 Der Erste Weltkrieg als Schrittmacher und Wendepunkt 30
4 Die Zeit der Weimarer Republik 32
Literatur 37
Alice Salomon – Pionierin der Sozialen Arbeit in Disziplin, Profession und Ausbildung 41
1 Soziale Arbeit als Antwort der bürgerlichen Frauenbewegung auf soziale Probleme und der Zugang zu Machtquellen 42
2 Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft 48
3 Konsequenzen für die Professionalisierung der Sozialen Arbeit 52
Literatur 56
Bertha Pappenheim und die Bekämpfung des Frauenund Mädchenhandels 59
1 Geachtet von Zeitzeugen, unterschätzt im geschichtlichen Kontext 59
2 Bertha Pappenheims Kampf gegen Mädchenhandel 63
3 Ursachenforschung und Bekämpfung des Mädchenhandels 66
4 „Was tun mit den Geretteten?fi 69
Literatur 72
Fürsorge im Nationalsozialismus – Die Beteiligung von Fürsorgerinnen an einem ausmerzenden System 75
1 Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus – ein immer noch randständiges Thema 76
2 Das Handeln der Fürsorgerinnen 79
3 Ergebnisse 80
4 Die Kategorie „minderwertig“ 82
5 Fürsorgerinnen beteiligt an der Beund Verurteilung von Klientinnen und Klienten 86
Literatur 87
Soziale Arbeit als Frauenberuf: der lange Weg zur Gendered Profession 89
1 Soziale Arbeit als „Gendered Professionfi– was ist damit gemeint? 90
2 Die historische Polarisierung der Geschlechtscharaktere 92
3 Zur Entwicklung der Sozialen Arbeit als Gendered Profession in Deutschland 94
4 Soziale Arbeit heute: Nicht überall steht Gender drauf, wo Gender drin steckt 96
5 Gender und Soziale Arbeit in Zukunft: viel mehr als nur „Geschlecht hinzufügenfi 101
Literatur 102
Teil II Gender und Soziale Arbeit 104
Die eigene Stimme finden. 40 Jahre Neue Frauenbewegung in Deutschland und die Impulse für die Soziale Arbeit 105
Mädchenarbeit – die kleine Schwester der Frauenbewegung 117
1 Geschichte und Herkunft der Mädchenarbeit 117
1.1 Prinzipien der Mädchenarbeit 119
1.1.1 Geschlechtshomogene Arbeitssettings – Räume für Mädchen 119
1.1.2 Ganzheitlichkeit 120
1.1.3 Parteilichkeit 122
1.1.4 Partizipation 122
1.2 Errungenschaften der feministischen Mädchenarbeit 122
2 Wo steht die Mädchenarbeit heute? Herausforderungen und Dilemmata 127
2.1 Verdeckungszusammenhang 127
2.2 Jungenarbeit 127
2.3 Mädchenarbeit als Teil der Jugendhilfe 128
2.4 Veränderungen im sozialen Bereich 129
2.5 Verankerung von Mädchenarbeit 129
2.6 Die Mädchenarbeiterin als Fachfrau 130
2.7 Generationenwechsel und neuer Feminismus 130
3 Die Zukunft der Mädchenarbeit 131
Literatur 136
Making masculinities: Männlichkeiten im Fokus der Gender studies 137
1 Jungenund Männerforschung als Teil der Gender studies 137
2 Männlichkeiten geraten in den Blick 140
2.1 Frauen der ersten Stunde beforschen Jungen und Männer 141
2.2 Anfänge kritischer Jungenund Männerforschung in der Bundesrepublik Deutschland 147
2.3 Die Wiederentdeckung des „richtigenfi Mannes– Maskulinistische Positionen 150
2.4 Der Blick auf Dilemmata und Möglichkeiten: antisexistische Standpunkte 153
3 Aktuelle Positionierungen und Perspektiven der Jungenund Männerforschung 157
Literatur 163
Gender Mainstreaming: Stand und Perspektiven in Organisationen der Sozialen Arbeit 168
1 Gesellschaftliche Modernisierungsprozesse zwischen Verheißung und Zumutung 169
2 Organisationskulturen und -prinzipien in Bewegung: Machtspiele und Geschlechterverhältnisse 171
3 Geschlechterpolitische Strategien und Gender-Kompetenz als Bestandteile des Managementhandelns 174
4 Gender-Kompetenz als Indikator für die Lernbereitschaft und -fähigkeit einer lernenden Organisation 177
5 Anforderungen an die Führungskräfte in Veränderungsprozessen 179
6 Erfolgsfaktoren und Perspektiven für die Implementierung von GenderMainstreaming als Bestandteil des betrieblichen Change Managements 181
7 Ausblick 184
Literatur 186
Auf dem Weg zu einer neuen GeschlechterUnOrdnung? Eine Zukunftsvision Sozialer Arbeit 188
1 Historische und strukturelle Dimensionen der aktuellen Geschlechterordnung 190
1.1 Feministische Perspektiven 194
2 GeschlechterUnOrdnung der Zukunft 198
3 Wegweisende Perspektiven 201
4 Caring als Herausforderung für Sozialpolitik und Geschlechterdemokratie 201
5 Thematisierungsmacht und Gedächtnis der Konflikte 202
Literatur 204
Die Pluralisierung des Religiösen Genderreflexive Perspektiven in einer diversitätsbewussten Sozialen Arbeit – exemplarisch disk 208
1 Pluralität des Religiösen 211
2 Religion und Religiöse Vielfalt – Begriffsklärungen 212
3 Jugendforschung und Religion 214
4 Europa und das Religiöse (unter dem Eindruck der Moderne) 217
5 Believing without belonging (Grace Davies) und das Zeitalter des Bastelgottes (Ulrich Beck) – neue Dimensionen in der Nachmode 218
6 Die problematische Neugierde auf die Religion der Anderen 221
7 Diversity Education 223
8 Anerkennung von Verunsicherung 224
Literatur 226
Teil III Zusammenfassung und Ausblick 229
Gendered Profession – Perspektiven und Ausblick 230
1 Suchund Denkbewegungen1 230
2 Produktive Kontroversen 231
3 Das Politische – Soziale Ungleichheit im Blick 236
4 Pädagogische Perspektiven 240
5 Die wissenschaftliche Perspektive: Vielfalt verlangt Priorisierung 245
Literatur 251
Autorinnen und Autoren 254
Teil III Zusammenfassung und Ausblick (S. 237-238)
Gendered Profession – Perspektiven und Ausblick
Constance Engelfried/Corinna Voigt-Kehlenbeck
1 Such- und Denkbewegungen
Es ist nahezu vollbracht: Fast alle Beiträge liegen den Herausgeberinnen vor, das Rezensieren und Überarbeiten der Texte ist in vollem Gange. Beiträge werden hin- und hergeschickt, kommentiert und verändert. Es gilt nur noch, das Buch technisch zu vollenden. Eine große Aufgabe aber steht noch bevor. Der zusammenfassende letzte Artikel, in dem die Herausgeberinnen die neuen Erkenntnisse präsentieren, muss entwickelt, vorbesprochen und geschrieben werden. Eine wichtige Aufgabe, Denkbewegungen sind gefordert!
Die Herausgeberinnen stehen in kontinuierlichem Mailkontakt und führen über dieses Medium spannende Fachdebatten zu den einzelnen Artikeln des Bandes, informieren sich gegenseitig über neuere, spannende Literatur. Durch anregende Telefonate ist es möglich, Positionierungen neu zu überdenken, Erfahrungen anders einzuordnen. Kontroverse Herangehensweisen werden spürbar – immer wieder zeigen sich ähnliche Verortungen. Es entstehen neue Fragen, die diskutiert werden. Denkbewegungen erweitern sich! Die Entscheidung fällt:
Der Diskurs zwischen den Herausgeberinnen soll auf ein noch höheres Niveau gehoben werden. Sie beschließen, sich einen ganzen Nachmittag in der Mitte Deutschlands zu treffen, in Frankfurt, im Café Hauptwache. Schon einmal gab es ein Fachgespräch an einem zentralen Ort in Karlsruhe, bei dem die konzeptionelle Anlage des Bandes diskutiert wurde. Beflügelt von neuen Denkbewegungen, die in Gang gebracht wurden, verließen die Herausgeberinnen das Café, um die konzeptionelle Ausrichtung des Bandes zu verfeinern, voller Elan die eigenen Beiträge zu verfassen und die AutorInnen über die Weiterentwicklungen in Kenntnis zu setzen. Denkbewegungen bewirken lustvolles Arbeiten.
Das Treffen in Frankfurt beginnt mühsam: wie bei jedem wissenschaftlichen Diskurs erkennbar zeigt sich auch hier, dass das Stellen bedeutender Fragen und die wissenschaftliche Bearbeitung des Gegenstandes nicht dazu führt, dass einfache Antworten gefunden werden können. Im Gegenteil: Es stellen sich neue Fragen, weitere Denkhorizonte und Ebenen werden freigelegt. Die Herausgeberinnen steigen ein in diesen Diskurs, formulieren Wirrungen und vermeintlich klare Erkenntnisse, erläutern sich ihre verschiedenen und ähnlichen Zugänge und Perspektiven, legen die zu Papier gebrachten Gedanken auf den Tisch, verstummen, werden eifrig, lachen, haben erleuchtende Momente und sind letztendlich sehr zufrieden mit sich! Denkbewegungen machen glücklich!
| Erscheint lt. Verlag | 28.5.2010 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 263 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sozialpädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Schlagworte | Gender • Geschichte • Integration • Mainstream • Pädagogik • Soziale Arbeit • Theoriebildung |
| ISBN-10 | 3-531-92303-X / 353192303X |
| ISBN-13 | 978-3-531-92303-1 / 9783531923031 |
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