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Personalentwicklung und Personalmanagement in der Sozialwirtschaft (eBook)

Tagungsband der 2. Norddeutschen Sozialwirtschaftsmesse

Volker Brinkmann (Herausgeber)

eBook Download: PDF
2008
VI, 194 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-90946-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Personalentwicklung und Personalmanagement in der Sozialwirtschaft -
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Der Band versammelt bei einer Fachtagung der 2. Norddeutschen Sozialwirtschaftsmesse in Kiel entstandene Aufsätze. Im Mittelpunkt stehen folgende Themen: Personalgestaltung sozialer Arbeit zwischen Markt, Staat und öffentlichen Garantien; Personalmanagement und Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft sowie Soziale Arbeit als Dienstleistung.

Prof. Dr. Volker Brinkmann lehrt Planung, Finanzierung, Organisation und Management sozialer Dienstleistungseinrichtungen am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der FH Kiel.

Prof. Dr. Volker Brinkmann lehrt Planung, Finanzierung, Organisation und Management sozialer Dienstleistungseinrichtungen am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der FH Kiel.

Inhaltsverzeichnis 6
Vorwort 8
Markt, Staat und öffentliche Garantien. Zum Konzept der Sozialökonomie 10
Teil I: Personalgestaltung Sozialer Arbeit zwischen Markt, Staat und öffentlichen Garantien 13
Der zweite Professionalisierungsschub durch Sozialmanagement 14
1 Professionalisierungsschub in der Sozialen Arbeit 14
2 Über lange Zeit unprofessionelles Management in Organisationen der Sozialen Arbeit 15
3 Unübersichtlichkeit und Notwendigkeit der Bewältigung des Wandels 21
4 Bedarf an Managementqualifikation steigt 22
5 Bewältigung des Umbruchs: Bedarf an Change Management 24
6 Managementkompetenz – Bedarfsdeckung durch Studiengänge 25
7 Neue Konstellationen auf dem Qualifizierungsmarkt 27
8 Voraussetzungen für einen zweiten Professionalisierungsschub 29
9 Die Praxis gewinnt hinzu was sollte sie zur Ausbildung beisteuern?
10 Weshalb bin ich pessimistisch hinsichtlich eines möglichen zweiten Professionalisierungsschubs? 33
11 Warum bin ich dennoch optimistisch hinsichtlich eines zweiten Professionalisierungsschubs 34
Literatur 39
Erkenntnisse aus dem Umbau und der Modernisierung des Dach- und Spitzenverbandes Caritas – Personalbeteiligung und Personalentwicklung 42
1 Ein kurzer Blick in die Geschichte der Caritas 42
2 Modernisierung der verbandlichen Caritas 45
3 Ein Blick in die Praxis verbandlicher Modernisierung 50
Literatur 53
„Wie viel Solidarität können wir uns leisten? – Plädoyer für einen starken Staat und nachhaltige Hauhaltspolitik“ 54
Teil II: Personalentwicklung und Personalmanagement in der Sozialen Arbeit 63
Aktuelle Entwicklungen des Personaleinsatzes in sozialen Diensten und Einrichtungen: das Beispiel „ Pflege“ 64
1 Der Faktor ‚Personal‚ im Erbringungskontext sozialer Dienstleistungen 66
2 Soziale Dienste und Einrichtungen unter Veränderungsdruck 73
3 Demografischer Wandel 80
4 Die Beschäftigungssituation in der Pflege 87
5 Personalwirtschaft und Demografie: Maßnahmen und Projekte 97
Literatur 100
Durchlässigkeit und Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen – Neue Chancen für ErzieherInnen? 106
1 Durchlässigkeit bedarf der Anerkennung von Leistungen und Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen 107
2 Neue Chancen für Erzieherinnen und Erzieher durch Anrechnung von Kompetenzen 108
3 Die Berücksichtigung des Gender-Mainstreaming in der Durchlässigkeit und Anrechnung 111
Literatur 112
Anhang 113
Alt werden und jung bleiben im Beruf. Das Potenzial ( nicht nur) der älteren Mitarbeiter/ innen stärken 118
1 Was meint „ABF“? – das Konzept in Grundzügen 118
2 Warum ist „ABF“ wichtig für Leitungskräfte? 119
3 Wie bauen Leitungskräfte „ABF“ in ihre Praxis ein? 121
Literatur 126
Human Resources in der (Sozial-)Verwaltung, Mitarbeiteraufgaben in modernisierten Verwaltungsstrukturen. Zum organisatorischen Erfolg der Konzepte des New Public Management 128
1 Aufgaben der Abteilung Verwaltungsmodernisierung 128
2 Definitionen kritische Anmerkungen
3 Modernisierte Verwaltungsstrukturen – Abkehr vom Hierarchieprinzip 131
SozialarbeiterInnen als Selbstständige 134
1 Vorbemerkung 134
2 Selbstständige in der Sozialarbeit 135
3 Erläuterungen zu den relevanten Rechtsformen selbstständiger Tätigkeit 136
4 Mögliche Arbeitsfelder 137
5 Fragen der Finanzierung 138
6 Was es sonst noch zu beachten gibt 140
Literatur 141
Kontaktanschriften 141
Qualitätsentwicklung durch Personalentwicklung. Oder: Vom organisationalen Umgang mit Unbestimmtheit und Unbestimmbarkeit 142
1 Personalentwicklung: Kein attraktives Thema für Organisationen der Sozialwirtschaft 142
2 Qualitätsentwicklung statt „Qualitätsmanagement“ als Referenzfaktor der Personalentwicklung 144
3 Der organisationale Umgang mit Unbestimmtheit 146
4 Folgerungen: Aktuelle Trends der Personalentwicklung in der Sozialen Arbeit? – Von bloßer „ Abrichtung“ zur Integration von Bildungselementen 150
5 Ausblick: Zum Voraussetzungszusammenhang aufgeklärter Personalentwicklung 162
Entwicklungstendenzen und Perspektiven der Aus- und Weiterbildung in der Sozialwirtschaft: Die neuen Unübersichtlichkeiten 164
1 Einleitung 164
2 Ein erinnernder Rückblick: Grundlinien der Hochschul- und Studiengangsreform in den 1970er Jahren 164
3 Der Bologna-Prozess: neue Impulse für Reformen im Hochschulbereich 166
4 Probleme, Herausforderungen, neue Verwerfungen 167
5 Studienangebote im Bereich Sozialmanagement und Sozialwirtschaft an deutschsprachigen Hochschulen 169
6 Beschreibung und Auswertung der Ergebnisse / empirische Befunde 172
7 Fachliche Einordnung und übergreifende Entwicklungsnotwendigkeiten 176
8 Zusammenfassung und Ausbildung: Entwicklungsidee virtuelle Hochschule 179
Literatur 183
Internet 183
Teil III: Der Dienstleistungsbegriff in der Sozialen Arbeit 185
Fürsorgliche Aktivierung – aber kostengünstig! Zur Kritik der Dienstleistungsorientierung 186
1 Einleitung 186
2 Wie der Dienstleistungsbegriff die Soziale Arbeit erobern konnte – oder: Vom sorgenden zum aktivierenden Sozialstaat 188
3 Warum der ökonomische Dienstleistungsbegriff in der Sozialen Arbeit problematisch ist 192
4 Dienstleistungsorientierte Soziale Arbeit – Folgen für die Beteiligten 194
5 Schlussbemerkungen 196
Literatur 198
Autorenverzeichnis 200

Qualitätsentwicklung durch Personalentwicklung. Oder: Vom organisationalen Umgang mit Unbestimmtheit und Unbestimmbarkeit (S. 141-142)

Hans Klaus

Personalentwicklung stellt in Einrichtungen Sozialer Arbeit (wie in privatwirtschaftlichen Unternehmen) die zentrale Steuerungsfunktion dar, um die gebotene, immer wieder neu zu definierende Beschaffenheit (= „Qualität") der angestrebten Leistungen zu gewährleisten. Dabei kommt es wesentlich auf die sogenannten extrafunktionalen Kompetenzen an. Ohne diese kann keine „Unordnung" in die Systeme eingelagert werden. Genau das aber ist notwendig, um – mit der Wirkung einer permanenten Qualitätsentwicklung – Komplexität und Dynamik zu handhaben.

1 Personalentwicklung: Kein attraktives Thema für Organisationen der Sozialwirtschaft

Die Personalentwicklung, verstanden als Konzept für die inhaltlich-didaktische und für die methodische Ausrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung zur Anpassung bzw. Steigerung von Qualifikationen und Kompetenzen der in einer Organisation arbeitenden Menschen, ist in aller Munde. Das Personal wird als wichtigster „strategischer" (Erfolgs-)Faktor apostrophiert und soll also entsprechend nachhaltig „gepflegt" und bewirtschaftet werden, wobei Personalentwicklungsausgaben als „Investitionen" in Erhalt und Ausbau der künftigen Leistungsfähigkeit der Organisation gelten. Gerade auch für Organisationen Sozialer Arbeit werden solche Postulate erhoben.

Eine genauere Analyse erhellt, dass man es bei diesbezüglichen Äußerungen oft mit Gemeinplätzen oder mit bloßen Lippenbekenntnissen zu tun hat. So umfassend und intensiv wie behauptet erweist sich reale Personalentwicklungsarbeit dann doch nicht. Eine wichtige Ursache mag die folgende sein: Personalentwicklung stellt einen bedeutsamen Faktor auf den Negativseiten der betrieblichen Rechnungskreise dar, da Auszahlungen, Ausgaben, Kosten und Aufwand entstehen. Ihr Nutzen als Beitrag zu den Positivkategorien Einzahlungen, Einnahmen, Leistungen und Erträgen ist jedoch bestenfalls über Indikatoren erfass bar, einer unmittelbaren Messbarkeit und damit dem Steuerungsverständnis des klassischen Controllings entzieht sie sich insofern nach Voraussetzung weitgehend. In privatwirtschaftlichen Unternehmen mit langfristiger Orientierung scheint der Zusammenhang zwischen engagierter Personalentwicklungsarbeit und Erfolgspotenzial jedenfalls dem Grunde nach (an-)erkannt zu werden.

Allerdings gibt es zwischen den Branchen und den Größenklassen erhebliche Unterschiede beim Wertevolumen, nicht alle Unternehmen erreichen Quoten von 5 % des Umsatzes und mehr an Aufwand für Personalentwicklung wie bei IBM, Bosch oder Lufthansa Technik. In Einrichtungen der „Sozialwirtschaft" dagegen erscheint die Situation noch etwas schwieriger:1 Es handelt sich bei diesen oft schon um „Non-for-profit- enterprises" (NPE), die in privatrechtlicher Form und privatwirtschaftlich geführt werden, wenn auch in der Regel unter Anerkennung ihrer „Gemeinnützigkeit" im Sinne der Abgabenordnung. Sie werden – neuerdings verstärkt – Marktmechanismen ausgesetzt, um über mehr wirtschaftlichen Druck eine höhere Effizienz („Tun wir die Dinge richtig?") der Prozesse zu erzielen.

Ob auch mehr Effektivität („Tun wir die richtigen Dinge?"), einschließlich hoher „Qualität", erreicht wird, bleibt nicht immer im Blick der politischen und verwaltungsmäßigen Vorgaben. Bei öffentlicher Preisregulierung bleibt einem NPE die Chance versagt, sich auf der Basis besonderer Personalkompetenzen durch eine besondere Güte der Leistung gegenüber anderen Anbietern zu differenzieren. So entsteht lediglich der Druck, an Personalentwicklung zu „sparen", Soll-Quoten für Personalaufwand oder Soll-Betreuungsrelationen in Leistungsvereinbarungen oder bei Prüfungsrichtlinien sollen und können nur verhindern, dass die Volumina unter eine bestimmte Marke rutschen, um so Mindeststandards an Qualität zu sichern.

Erscheint lt. Verlag 8.9.2008
Zusatzinfo VI, 194 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Dienstleistung • Management in der Sozialwirtschaft • Soziale Arbeit • Soziale Dienstleister • Sozialmanagement • Sozialpolitik • Sozialwirtschaft • Staatliche Sozialsysteme • Wirtschaftspolitik
ISBN-10 3-531-90946-0 / 3531909460
ISBN-13 978-3-531-90946-2 / 9783531909462
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