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Geschichte des deutschen Bergbaus. Herausgegeben von Klaus Tenfelde

Band 1: Der alteuropäische Bergbau. Von den Anfängen bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts
Buch | Hardcover
691 Seiten
2012
Aschendorff (Verlag)
978-3-402-12901-2 (ISBN)
CHF 124,60 inkl. MwSt
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Die Entwicklung des Bergbaus im alten Europa ist aus heutiger Perspektive erstaunlich einheitlich verlaufen. Als die Gewinnung mineralischer Rohstoffe für kultische Zwecke und bald danach auch im Rahmen wirtschaftlicher Austauschbeziehungen begann, existierte noch kein Begriff für Europa. Schon in der Bronzezeit überschritten der Handel mit bergbaulich gewonnenen Rohstoffen – und damit auch das Wissen um deren Gewinnung und Verarbeitung – die Grenzen Europas, Afrikas und Asiens. Der Bergbau stellte zudem für einen entfalteten Handel unentbehrliche Materialien bereit: Edelmetalle, aus denen man Münzgeld prägte. Bergbau erlangte so schon in der Antike große politische Bedeutung.
Nach den „dunklen Jahrhunderten“, die der Völkerwanderung folgten, entstand eine Bergbauwirtschaft, die zunehmend in den Dienst mittelalterlicher Herrschaft gestellt wurde. Die fortschreitende „Monetarisierung“ der Politik seit dem 12. Jahrhundert ließ die kleinen und großen mitteleuropäischen Territorien im Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser nach Möglichkeiten suchen, sich an den lukrativen Geschäften mit Produkten des Bergbaus zu beteiligen, um ihre Herrschaft zu stützen.
Die voranschreitende Ausbeutung der Mineralvorkommen machte frühzeitig eine komplizierte Technologie notwendig, um die Bodenschätze aus immer größeren Tiefen zu heben. An der Wende zur Neuzeit erforderten die dafür notwendigen erheblichen Investitionen ein Engagement der großen Kaufmannsvermögen im Bergbau. Zudem erschloss die Kolonialisierung neue Rohstoffquellen für Herrschaft und Handel in Europa. Mit der allmählichen Herausbildung moderner Staatlichkeit und neuer Wirtschaftsformen verband sich eine wachsende staatliche Kontrolle und Regulierung der Montansphäre. Zugleich neigte sich die jahrhundertelange Dominanz des Bergbaus auf Metall ihrem Ende entgegen, und eine neue bergbaugeschichtliche Epoche im Zeichen von Salzen, Erzen und Kohlen kündigte sich an.

Die Entwicklung des Bergbaus im alten Europa ist aus heutiger Perspektive erstaunlich einheitlich verlaufen. Als die Gewinnung mineralischer Rohstoffe für kultische Zwecke und bald danach auch im Rahmen wirtschaftlicher Austauschbeziehungen begann, existierte noch kein Begriff für Europa. Schon in der Bronzezeit überschritten der Handel mit bergbaulich gewonnenen Rohstoffen - und damit auch das Wissen um deren Gewinnung und Verarbeitung - die Grenzen Europas, Afrikas und Asiens. Der Bergbau stellte zudem für einen entfalteten Handel unentbehrliche Materialien bereit: Edelmetalle, aus denen man Münzgeld prägte. Bergbau erlangte so schon in der Antike große politische Bedeutung.Nach den "dunklen Jahrhunderten", die der Völkerwanderung folgten, entstand eine Bergbauwirtschaft, die zunehmend in den Dienst mittelalterlicher Herrschaft gestellt wurde. Die fortschreitende "Monetarisierung" der Politik seit dem 12. Jahrhundert ließ die kleinen und großen mitteleuropäischen Territorien im Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser nach Möglichkeiten suchen, sich an den lukrativen Geschäften mit Produkten des Bergbaus zu beteiligen, um ihre Herrschaft zu stützen.Die voranschreitende Ausbeutung der Mineralvorkommen machte frühzeitig eine komplizierte Technologie notwendig, um die Bodenschätze aus immer größeren Tiefen zu heben. An der Wende zur Neuzeit erforderten die dafür notwendigen erheblichen Investitionen ein Engagement der großen Kaufmannsvermögen im Bergbau. Zudem erschloss die Kolonialisierung neue Rohstoffquellen für Herrschaft und Handel in Europa. Mit der allmählichen Herausbildung moderner Staatlichkeit und neuer Wirtschaftsformen verband sich eine wachsende staatliche Kontrolle und Regulierung der Montansphäre. Zugleich neigte sich die jahrhundertelange Dominanz des Bergbaus auf Metall ihrem Ende entgegen, und eine neue bergbaugeschichtliche Epoche im Zeichen von Salzen, Erzen und Kohlen kündigte sich an.

Christoph Bartels ist hauptberuflich Historiker. Neben seiner beruflichen Arbeit am Deutschen Bergbau-Museum Bochum sammelt, präpariert und bearbeitet er schon seit seiner Schulzeit Fossilien aus dem Hunsrückschiefer.

Klaus Tenfelde (1944 - 2011) war Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Innsbruck und Bielefeld. Von 1995 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Sozialgeschichte und Soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum inne. Dort war er zugleich Direktor des Instituts für Soziale Bewegungen und Initiator der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets und des Hauses der Geschichte des Ruhrgebiets.

Erscheint lt. Verlag 15.12.2012
Reihe/Serie Geschichte des deutschen Bergbaus ; 1
Sprache deutsch
Maße 215 x 275 mm
Gewicht 2915 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Wirtschaftsgeschichte
Schlagworte Bergbau • Bergbaugeschichte • Bergbau, Geschichte • Deutschland • Europa, Geschichte; Sozial-/Wirtschafts-Geschichte • Geschichte • Regionalgeschichte • Wirtschaftsgeschichte
ISBN-10 3-402-12901-9 / 3402129019
ISBN-13 978-3-402-12901-2 / 9783402129012
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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