Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Heinrich von Kleist und die Auflösung der Ordnung

Poetologische Strategien im erzählerischen Werk

(Autor)

Buch | Softcover
140 Seiten
2010
Tectum Wissenschaftsverlag
978-3-8288-2483-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Heinrich von Kleist und die Auflösung der Ordnung - Eva Fricke
CHF 34,85 inkl. MwSt
Der Schriftsteller Heinrich von Kleist hinterließ nach seinem Selbstmord im Jahr 1811 ein rätselhaftes Werk: In seinen Dramen und Erzählungen geht es um Hass und Mord, Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld und immer wieder um Sein und Schein. Dabei hadern die Figuren in Kleists Erzählwelten mit dieser Unterscheidung ebenso sehr wie der Leser. Kaum ein anderer Autor hat mithin derart viele divergente Interpretationen angeregt. Darüber versäumte die Forschung lange, nach dem eigentlichen Grund für die Offenheit seiner Texte zu suchen. Viele Interpreten taten auffällige Widersprüche und Inkohärenzen schlicht als Fehler oder Schwäche Kleists ab. Eva Fricke spürt gezielt die Störungen, Abweichungen und Paradoxien auf und sucht darin eine poetologische Strategie Kleists. Seine Erzählkunst, etwas zu bezeichnen und es im gleichen Moment wieder zurückzunehmen, seine Sprachbehandlung und seine ambivalente Figurengestaltung sollten nicht übergangen werden, sondern machen im Gegenteil einen großen Teil seiner Ästhetik aus. Exemplarisch deutlich wird das anhand der Erzählungen Die Verlobung in St. Domingo , Das Erdbeben in Chili und Die Marquise von O . Nichts darin ist eindeutig gestaltet und bleibt unwidersprochen.
Der Schriftsteller Heinrich von Kleist hinterließ nach seinem Selbstmord im Jahr 1811 ein rätselhaftes Werk: In seinen Dramen und Erzählungen geht es um Hass und Mord, Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld - und immer wieder um Sein und Schein. Dabei hadern die Figuren in Kleists Erzählwelten mit dieser Unterscheidung ebenso sehr wie der Leser. Kaum ein anderer Autor hat mithin derart viele divergente Interpretationen angeregt. Darüber versäumte die Forschung lange, nach dem eigentlichen Grund für die Offenheit seiner Texte zu suchen. Viele Interpreten taten auffällige Widersprüche und Inkohärenzen schlicht als Fehler oder Schwäche Kleists ab. Eva Fricke spürt gezielt die Störungen, Abweichungen und Paradoxien auf und sucht darin eine poetologische Strategie Kleists. Seine Erzählkunst, etwas zu bezeichnen und es im gleichen Moment wieder zurückzunehmen, seine Sprachbehandlung und seine ambivalente Figurengestaltung sollten nicht übergangen werden, sondern machen im Gegenteil einen großen Teil seiner Ästhetik aus. Exemplarisch deutlich wird das anhand der Erzählungen "Die Verlobung in St. Domingo", "Das Erdbeben in Chili" und "Die Marquise von O...". Nichts darin ist eindeutig gestaltet und bleibt unwidersprochen.
Erscheint lt. Verlag 15.10.2010
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 212 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Germanistik
Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Schlagworte Ambiguitäten • Ambivalenz • Brentano, Clemens • Das Erdbeben in Chili • Die Marquise von O... • Die Marquise von O… • Die Verlobung in St. Domingo • Drama • Eichendorff, Joseph von • Erzählungen • Paradoxie • Weimarer Klassik
ISBN-10 3-8288-2483-8 / 3828824838
ISBN-13 978-3-8288-2483-6 / 9783828824836
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Eine Einladung

von Klaus Willbrand; Daria Razumovych

Buch | Hardcover (2025)
S. Fischer (Verlag)
CHF 32,90