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Glauben kommt vom Hörensagen

Studien zu den Renaissancen von Mission und Apologetik

(Autor)

Buch | Softcover
350 Seiten
2010
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-62442-5 (ISBN)
CHF 104,00 inkl. MwSt
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Was hat die Christenheit über ihren Glauben zu sagen?
Lässt die Christenheit noch etwas von ihrem Glauben hören? Was hat sie dann zu sagen? Dörte Gebhard stellt die problematischen Aufbrüche und die lehrreichen Untergänge von Mission und Apologetik im 19. und 20. Jahrhundert vor. Sie haben nach langem wissenschaftlichem und kirchenleitendem Schweigen zur Jahrtausendwende eine Renaissance erlebt. Sie wird als komplexes Sprachphänomen analysiert.Bei der Rekonstruktion von Wirkungsgeschichten werden inzwischen geleerte Begriffe und Sprachgewohnheiten des 20. Jahrhunderts wie Krise, Dialog und Markt in Frage gestellt. Die 2000jährige christliche Missionsgeschichte zeigt, dass Glauben nur dann vom Hörensagen kommen kann, wenn auch die Sprache gewaltfrei bleibt. Exemplarisch stellt Gebhard die Sprachkriege um die christliche Wahrnehmung der Welt und die verbalen Diskriminierungen der Adressaten von Mission und Apologetik vor. Die frühere Rede von »Heiden« und heute von Kunden erscheint damit auf ähnliche Weise problematisch-zeitgenössisch.Stattdessen empfehlen sich Sprachspiele, die die Selbstbezeichnungen der Adressaten wahrnehmen, die Zahlen und statistisches Material mit weniger Glauben bedenken, die mit Ehrfurcht und Sympathie Menschen ansprechen üben und die besonderen Eigenarten pluraler, kirchlicher Gemeinschaften sorgfältiger pflegen. Das positive Potenzial menschlicher Sprache, besonders des mündlichen Ausdrucks, wird für die Praktische Theologie neu erschlossen. Plädiert wird für Wortwahlen, die der Freiheit des Evangeliums entsprechen. Dafür müssen sich die weit voneinander entfernten Fächer Missionswissenschaft und Praktische Theologie, besonders die Homiletik, wieder neu begegnen und befruchten.

PD Dr. theol. Dörte Gebhard ist Privatdozentin für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich.

Does Christianity still make itself heard? If so, what do Christians have to say about their faith? The problematic new starts and the instructive declines of missionary work and apologetics in the 19th and 20th centuries are presented. After a long silence on the part of academia and the church leadership they experienced a renaissance at the turn of the millennium, which is analysed as a linguistic phenomenon. The focus lies on the linguistic wars surrounding the Christian perception of the world and the verbal discrimination of those addressed by missionary work and apologetics. A look at the effect that specific terms have had shows the problematic, but above all the positive potential of human language. A more precise and more appealing choice of words corresponding to the freedom of the Gospel is advocated. To this end, the subjects missionary science and practical theology, particularly homiletics, which are far apart, can draw closer together again and have a mutually stimulating effect.>

Erscheint lt. Verlag 18.8.2010
Reihe/Serie Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie ; Band 064
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Maße 155 x 232 mm
Gewicht 590 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Apologetik • Glaube • Mission • Sprache
ISBN-10 3-525-62442-5 / 3525624425
ISBN-13 978-3-525-62442-5 / 9783525624425
Zustand Neuware
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