Kannibale-Werden
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Kannibale Mann - die Verflechtungen kolonialer, anthropologischer und medizinischer Diskurse zeigen, wie männliche Identität im Angesicht des Kannibalen erfunden wurde.
Eine postkoloniale Geschichte deutscher Männlichkeit: Eva Bischoff rekonstruiert die Verflechtungen zwischen dem kolonialen, dem kriminologisch-anthropologischen sowie dem medizinischen Kannibalismus-Diskurs um 1900 und zeigt den Kannibalen als zentralen Referenzpunkt für die Konstruktion männlicher Geschlechteridentitäten auf. Gleichzeitig demonstriert sie, wie anstelle einer binären Differenz zwischen dem weißen Mann und dem kannibalischen Anderen vielmehr ein Kontinuum männlicher (Ab-)Normalität entworfen wurde.
Dieses Buch ist ein innovativer Beitrag zur Frage nach der Intersektionalität des Geschlechts.
Eva Bischoff (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am John-F.-Kennedy Institut der FU Berlin und Postdoktorandin am SFB 700 (Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des europäischen und US-amerikanischen Kolonialismus, die Postcolonial Studies, die Geschlechtergeschichte sowie die Geschichte der Kriminologie.
Besprochen in:
Zeitschrift für Genozidforschung, 12/1 (2011), Ulrich van der Heyden
Historische Anthropologie, 20/2 (2012), Marie Muschalek IASLonline, 18.04.2013, Thomas Kailer
Besprochen in: Zeitschrift für Genozidforschung, 12/1 (2011), Ulrich van der HeydenHistorische Anthropologie, 20/2 (2012), Marie Muschalek IASLonline, 18.04.2013, Thomas Kailer
»Insgesamt ist dieses Buch spannend zu lesen, ungemein detailreich gearbeitet, originell und geistreich.«
»[Bischoffs] Studie gelingt es überzeugend, die binäre Codierung zwischen Kannibale und Mann zu hinterfragen und demgegenüber aufzuzeigen, dass der Kannibale im diskutierten historischen Zeitraum inhärenter Bestandteil männlicher Identitätskonstruktion war.«
»Ein unbedingt lesenswertes Buch.Ein intelligentes und bestechendes Beispiel dafür, wie die akribische Ausleuchtung eines scheinbar randständigen Themas differenzierende Erkenntnisse über die Geschichte der deutschen Gesellschaft erlaubt.«
»Ein lesenswertes und die postcolonial studies in Deutschland mit einigen originellen Ideen bereicherndes Werk.«
| Erscheint lt. Verlag | 5.4.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Postcolonial Studies ; 8 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 225 mm |
| Gewicht | 539 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Neuzeit (bis 1918) |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Wirtschaftsgeschichte | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Spezielle Soziologien | |
| Schlagworte | Cultural History • Gender • Gender History • Gender Studies • Geschichtswissenschaft • Geschlecht • Geschlechtergeschichte • Geschlechteridentität • History • History of Colonialism • Identität • Kannibalismus • Kolonialgeschichte • Kolonialismus • Kolonialismus / Kolonialgeschichte • Kulturgeschichte • Lustmord • Männlichkeit • Postcolonialism • Postkolonialismus |
| ISBN-10 | 3-8376-1469-7 / 3837614697 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-1469-5 / 9783837614695 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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