Rebellische Kleriker?
Eine unbekannte kanonistisch-patritische Polemik gegen Bischof Hinkmar von Laon in Cod. Paris, BNF, nouv. acq. lat. 1746
Seiten
2010
Hahnsche Buchh. (Verlag)
978-3-7752-5709-1 (ISBN)
Hahnsche Buchh. (Verlag)
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Die Pariser Handschrift des späteren 9.Jahrhunderts, enthält als Haupttext Cassiodors weit verbreitete Kirchengeschichte. Bisher unbeachtet blieb eine kanonistisch-patristische Sammlung, die wohl im frühen 10. Jahrhundert auf den üppig dimensionierten Rändern der fol. 15v–24v nachgetragen wurde und jetzt als editio princeps vorliegt. Quellenkritische Analysen, die ein beeindrukkendes Arsenal von Vorlagen zutage fördern (u. a. die Collectio Herovalliana, die pseudoisidorischen Dekretalen, Benedictus Levita, Ps.-Cyprians De duodecim abusivis saeculi, Briefe Gregors I. in der zweiteiligen Form des Registrum Hadrianum, Augustins Contra mendacium oder die Mönchsregel des Basilius), kommen zu dem Ergebnis, daß die benutzten Texte nicht über das Jahr 860 (Synode von Tusey) hinausführen. Sowohl überlieferungsgeschichtliche
als auch textkritische Spezifika stellen einen Bezug zum Metropolitanverband Reims her, näherhin zum Suffraganbistum Laon. In inhaltlicher Hinsicht spiegelt sich ein Konflikt wider zwischen nachgeordnetem Klerus und einem Bischof, der als criminosus, als falsus testis dei und sacrilegus etikettiert wird.
Alle Indizien weisen darauf hin, vorliegendes Kompendium als Polemik gegen Hinkmar von Laon zu begreifen, der seinen Klerus im Jahr 869 mehrfach provoziert und (vermeintliche) Rebellen in seiner Diözese ausgemacht hatte. Doch die „rebellischen Kleriker“ verstanden sich offensichtlich zu wehren ...
Der Autor ist überraschend kurz vor Erscheinen seines Buches im Alter von 51 Jahren verstorben.
als auch textkritische Spezifika stellen einen Bezug zum Metropolitanverband Reims her, näherhin zum Suffraganbistum Laon. In inhaltlicher Hinsicht spiegelt sich ein Konflikt wider zwischen nachgeordnetem Klerus und einem Bischof, der als criminosus, als falsus testis dei und sacrilegus etikettiert wird.
Alle Indizien weisen darauf hin, vorliegendes Kompendium als Polemik gegen Hinkmar von Laon zu begreifen, der seinen Klerus im Jahr 869 mehrfach provoziert und (vermeintliche) Rebellen in seiner Diözese ausgemacht hatte. Doch die „rebellischen Kleriker“ verstanden sich offensichtlich zu wehren ...
Der Autor ist überraschend kurz vor Erscheinen seines Buches im Alter von 51 Jahren verstorben.
| Reihe/Serie | Monumenta Germaniae Historica. Studien und Texte ; 49 |
|---|---|
| Sprache | deutsch; lateinisch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 306 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte |
| Schlagworte | Hardcover, Softcover / Geschichte |
| ISBN-10 | 3-7752-5709-8 / 3775257098 |
| ISBN-13 | 978-3-7752-5709-1 / 9783775257091 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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