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Zwitter beim Namen nennen

Intersexualität zwischen Pathologie, Selbstbestimmung und leiblicher Erfahrung

(Autor)

Buch | Softcover
448 Seiten
2010
transcript (Verlag)
978-3-8376-1398-8 (ISBN)
CHF 47,30 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
    keine Neuauflage
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Zwitter haben keine Namen - sie existieren nicht. Der Band kritisiert den herrschenden Diskurs um Intersexualität und gibt dem Gegendiskurs eine Stimme. Eine aufrüttelnde Studie über den Kampf um leibliche Selbstbestimmung.


»Intersexualität« - Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen - stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen.

Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch- psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert. Die Studie zeigt: Selbstbestimmung in Bezug auf Körper und Fokussierung leiblicher Erfahrung statt Funktionalität können dem »Zwitter-Sein« zu einer Existenzweise verhelfen.

Kathrin Zehnder lehrt und forscht zur Thematik der Intersexualität an Universitäten und Fachhochschulen der Schweiz.

»Kathrin Zehnders Studie eröffnet dadurch einen einzigartigen Einblick in das Seelenleben betroffener Menschen.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2010 20100730

»Kathrin Zehnders Studie eröffnet dadurch einen einzigartigen Einblick in das Seelenleben betroffener Menschen.«

Besprochen in:NZZ, 05.08.2010www.querelles-net.de, 11 (2010), Heinz-Jürgen VoßNetzwerk für Männergesundheit-Newsletter, 38/11 (2010), Reinhard WinterPhase 2, 1 (2011), Merve WinterPostgender, 2 (2011), Michel Reiterjos fritz. bücher, 4 (2011), Caroline Günther

»Die Ausführungen zu den Internet-Medien der Intersexuellen-Community sind gut und beachtenswert. Hier sollten weitere Arbeiten ansetzen, um auch auf diese Weise die Sicht und die Erfahrungen intersexueller Menschen in Forschungen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Geschlechterforschung, aufzunehmen.«

»Die Studie kann sowohl wissenschaftlichen Laien wie auch Natur -und Geisteswissenschaftlern gleichermaßen empfohlen werden. Sie dokumentiert nicht nur die Ebene eines wichtigen und bisher in dieser Ausführlichkeit und Sensibilität kaum behandelten biologisch-medizinischen Aspekts, sondern benennt nebenbei auch Formen der Wissens- und Sprachkultur sowie des Umgangs miteinander und [...] dokumentiert den heutigen Stand der Wissenschaft.«

»Die Gesundheit eines intersexuellen Menschen hat sich allzu lange an der gelungenen operativen Anpassung an ›die Frau‹ oder ›den Mann‹ gemessen. Kathrin Zehnder dokumentiert die körperliche Erfahrung und die beginnende Selbstbestimmung von Zwittern aus der Perspektive der Soziologie.«

»Ein einzigartiger Einblick in das Seelenleben betroffener Menschen.«

»Ein gelungener Beitrag zur Erforschung des ›doing sex‹ von Geschlechtlichkeit im medizinischen Diskurs und den Kritiken an dieser Praxis. Zehnder präsentiert eine vielseitige und vielschichtige Analyse intersexueller Lebensrealitäten.«

»Nach der Lektüre stellt sich die Frage, wieso mit Intersexualität nicht immer so selbstverständlich umgegangen wird, wie es dieses Buch vormacht.«

»Interessant an Zehnders diskursanalytischer Untersuchung ist vor allem die Tatsache, dass es sich bei ihrer Studie zwar einerseits um einen Gegenentwurf mit einer explizit medizinkritischen Stoßrichtung handelt, die Medizin aber zugleich Schöpferin dieses Diskurses ist, da medizinische Kriterien die Eintrittskarte dafür bilden, wer sich am Netz als ›intersexuell‹ bezeichnen darf und damit auch zu bestimmten Foren zugelassen wird und wer nicht.«

»Sie werden beim Namen genannt, die verschiedenen Positionen, Argumentationsmuster und Wissensproduktionsprozesse, aber auch die Schmerzen, Erfahrungen, Ängste und Visionen. Und jetzt, da sie ihre Stimme erheben, liegt es an uns hinzuhören.«

»Zehnders Schilderungen der Online-Community sind insbesondere durch die zitierten Stimmen erhellend [...].«

Erscheint lt. Verlag 29.4.2010
Reihe/Serie Gender Studies
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 135 x 225 mm
Gewicht 630 g
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Body • Cultural Studies • Gender • Gender Studies • Geschlecht • history of medicine • Internetforen • Intersexualität • Körper • Kulturwissenschaft • Medizingeschichte • Queer Theory
ISBN-10 3-8376-1398-4 / 3837613984
ISBN-13 978-3-8376-1398-8 / 9783837613988
Zustand Neuware
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