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Leben! Sterben!

Leben! Sterben!

200 Jahre Mexiko
Buch | Hardcover
112 Seiten
2010
Du Kulturmedien (Verlag)
978-3-905852-25-7 (ISBN)
CHF 20,95 inkl. MwSt
Mit einer grandiosen Sonderausstellung neuer Entdeckungen aus Teotihuacan feiert Mexiko das 200-jährige Jubiläum seiner Unabhängigkeit und das 100-Jahr-Jubiläum der Revolution. Kaum bekannt ist: Bereits tausend Jahre vor den Azteken war Teotihuacan die grösste Stadt im präkolumbischen Amerika: eine kosmopolitische Metropole mit den gewaltigsten Bauwerken Mittelamerikas und kulturelle wie wirtschaftliche Grossmacht. Doch angesichts der aktuellen Krisen – schwache Wirtschaft, hohe Kriminalität, Schweinegrippe, schlechte soziale Stimmung – fragen sich Kritiker und Künstler vor Ort: Was haben wir überhaupt zu feiern? Du nimmt die beiden Jubiläen zum Anlass, die spektakulären Funde aus Teotihuacan ins Umfeld des Kulturschaffens der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Mexikos zu stellen: Was beschäftigt die Elite der Filmemacher, bildenden Künstler, Architekten, Musiker, Schriftsteller und Intellektuellen? Oder kurz: Wo steht Mexiko heute?

Aus dem Inhalt:
I. Hintergrund - Kirsten Einfeldt: Grundlose Feier - In diesem Jahr jubiliert Mexiko gleich doppelt: zweihundert Jahre Unabhängigkeit und hundert Jahre Revolution. Angesichts der chronischen Probleme des Landes sehen viele keinen Anlass für Festlichkeiten. Singen mögen sie dennoch.

Ausstellung ¿ Brigitte Ulmer: Teotihuacán, Hauptstadt der Götter: Als die Azteken die verlassene Pyramidenstadt Teotihuacán fanden, sahen sie darin nicht weniger als den "Ort, an dem man zu Gott wird". Über die Erbauer und deren Lebensweise rätselt die Wissenschaft bis heute. Fest steht, dass sie nicht ganz so friedlich waren, wie es ihre Hochkultur erscheinen lässt.
Archäologie - Miguel Baez im Gespräch mit Brigitte Ulmer: "Ich würde fragen: Wer waren deine Herrscher?" Der Archäologe Miguel Baez hat als Student in Teotihuacán gegraben und sich der untergegangenen Kultur mit Neugier, Geduld und viel Fantasie genähert. Und meist mit dreckigen Händen.
Geschichte - Alex Gertschen: Mexikaner zweiter Klasse - Die mexikanische Geschichtsschreibung erhebt die Azteken gern zu Nationalhelden. Ihre Nachfahren jedoch werden bis zum heutigen Tag diskriminiert.
Gesellschaft - Sandro Benini: Gemetzel ohne Ende - Im entfesselten mexikanischen Drogenkrieg sterben jeden Tag Dealer, Polizisten, Staatsanwälte und Journalisten, während die Bosse Milliarden verdienen. Parallel zu dem Gemetzel ist eine Narco-Kultur entstanden, mit protziger Architektur und staatsschmähenden Heldenliedern.
Fotografie - Daniele Muscionico: "Ich neige zum Morbiden" - Graciela Iturbide ist die populärste Fotografin Lateinamerikas. In Europa kennt man sie als künstlerische Poetin. Doch da ist auch noch die glühende politische Aktivistin.
Politik - Anne Huffschmid: Verführt, mit einem Schaudern - Beatriz Paredes ist Mexikos mächtigste Frau, weil sie das empfindsame Gegenstück zum landestypischen Machismo darstelle, wie sie sagt. Für ihren Erfolg nutzt sie durchaus scharfe Waffen.

Erscheint lt. Verlag 24.2.2010
Reihe/Serie Du Kulturmagazin ; 804
Mitarbeit Chef-Herausgeber: Oliver Prange
Verlagsort Zürich
Sprache deutsch
Maße 241 x 315 mm
Gewicht 590 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Allgemeines / Lexika
Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Schlagworte Lateinamerika • Mexico City • Mexiko • Mexiko; Kultur • Mexiko; Politik/Zeitgesch. • Zeitschrift, Loseblatt-Ausgabe / Kunst/Allgemeines, Lexika • Zeitschrift/Magazin
ISBN-10 3-905852-25-X / 390585225X
ISBN-13 978-3-905852-25-7 / 9783905852257
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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