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XX0XY ungelöst

Hermaphroditismus, Sex und Gender in der deutschen Medizin. Eine historische Studie zur Intersexualität

(Autor)

Buch | Softcover
698 Seiten
2010
transcript (Verlag)
978-3-8376-1343-8 (ISBN)
CHF 55,70 inkl. MwSt

Geschlecht: unbekannt. Diese innovative Studie kann auf bisher kaum untersuchte medizinhistorische Quellen zurückgreifen. Sie vermag so ein völlig neues Bild von der Geschichte der Intersexualität zu zeichnen.


»Gender« - zentraler Begriff der Geschlechterforschung - wurde als psychologisches Konzept im Kontext der medizinischen Normierung intersexueller Menschen in den 1950er Jahren geprägt. Seine Wurzeln reichen jedoch weit in die Geschichte des ärztlichen Umgangs mit Hermaphroditen zurück - und verweisen auf langfristige Wandlungen der Kategorie Geschlecht.

Ulrike Klöppel untersucht diese Zusammenhänge anhand der - bislang noch kaum untersuchten - medizinischen Literatur des deutschsprachigen Raums vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.__

Dr. Ulrike Klöppel ist Wiss. Mitarbeiter*in amInstitut für Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-UniversitätHeidelberg und promovierte im Fach Soziologie an der Universität Potsdam und forscht zur Medikalisierung von Inter* in Geschichte und Gegenwart, zu Trans* in der DDR, Geschlechtergeschichte, Queer History, Psychiatrie- und Arzneimittelgeschichte sowie zur Geschichte des AIDS-Aktivismus.

»Ulrike Klöppel legt mit ihrer Dissertation eine (ge)wichtige Studie vor, deren Lektüre in vielerlei Hinsicht lohnt. Allein ihre methodischen Ausführungen im Anschluss an Foucault einerseits, Fragen der Gender und Queer Studies andererseits regen zu weiteren Überlegungen an und sind entsprechend vielfältig anschlussfähig. Die Anzahl der vorwiegend medizinischen Quellen, die Klöppel bearbeitet und damit zugänglich gemacht hat, beeindruckt und schließt mehr als nur eine Lücke in der (historischen) Geschlechterforschung.«

Fabienne Imlinger, IASL online, 02.02.2011 20110202

»Ulrike Klöppel legt mit ihrer Dissertation eine (ge)wichtige Studie vor, deren Lektüre in vielerlei Hinsicht lohnt. Allein ihre methodischen Ausführungen im Anschluss an Foucault einerseits, Fragen der Gender und Queer Studies andererseits regen zu weiteren Überlegungen an und sind entsprechend vielfältig anschlussfähig. Die Anzahl der vorwiegend medizinischen Quellen, die Klöppel bearbeitet und damit zugänglich gemacht hat, beeindruckt und schließt mehr als nur eine Lücke in der (historischen) Geschlechterforschung.«

»[Die] Kritik an den Begriffen der Gendertheorie ist ausgesprochen aufschlussreich.[Der] spannende Blick auf Psychosexualität erweist sich [...] als wichtiges Bindeglied für die heutigen Geschlechterdiskurse, bei denen vor allem sozialer Druck, Identität und Erziehung angeführt werden, die angeblich den Mann/Frau-Gegensatz erfordern.«

»Ulrike Klöppel positioniert sich mit ›XXOXY ungelöst‹ deutlich: Ihr Buch ist ein engagierter und zugleich fundierter Beitrag gegen die dominierende medizinisch-psychologische Problemdefinition, damit intergeschlechtliche Menschen endlich über sich selbst bestimmen können.«

»Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch eine Fülle von Informationen und gewinnbringenden Überlegungen für die Geschlechterforschung, die Medizin- und Wissenschaftsgeschichte sowie die Beschäftigung mit Intersexualität insgesamt enthält und somit für alle an diesen Forschungsfeldern interessierten Menschen sehr lesenswert ist.«

»Studierende der Gender- und Queer Studies werden sich über dieses Werk freuen. Liegt hiermit doch eine umfassende wissenschaftliche Arbeit zum Thema Intersexualität vor [...].«

»Abgesehen vom Wissen über Intersexualität, das von Klöppel dezidiert (re-)konstruiert wird, zeichnet sich ihre Arbeit vor allem durch die genealogische Aufarbeitung des ›gender‹-Konzepts aus.«

»Da die erfolgreich reklamierte Autoritätsstellung durch ihre Protagonisten eine bis heute andauernde ist, wird die Akte ›XXOXY‹ wohl noch eine Weile offen und damit auch ungelöst bleiben. Nicht zuletzt deshalb wünscht man dem Buch eine möglichst große Leserschaft.«

»Ein Standardwerk zur Geschichte des Hermaphroditismus.«

Besprochen in:fiber, 17 (2010), Dominika KrejsPostgender, 2 (2011), Michel ReiterIASL online, 02.02.2011, Fabienne Imlinger

Erscheint lt. Verlag 27.2.2010
Reihe/Serie GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht ; 12
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 148 x 225 mm
Gewicht 993 g
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Gender • Gender History • Gender Studies • Geschichtswissenschaft • Geschlecht • Geschlechterforschung • Geschlechtergeschichte • Hermaphrodit • Hermaphroditismus • History • history of medicine • History of Science • Intersexualität • Medicine • Medizin • Medizingeschichte • Medizin, Geschichte • Medizin, Geschichte / Medizingeschichte • Queer Theory • Science • Wissenschaft • Wissenschaftsgeschichte
ISBN-10 3-8376-1343-7 / 3837613437
ISBN-13 978-3-8376-1343-8 / 9783837613438
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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