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Der Ort des Jüdischen in der katholischen Theologie

Buch | Hardcover
333 Seiten
2009
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-69103-8 (ISBN)
CHF 110,00 inkl. MwSt
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Welche Bedeutung hatten und haben die Israeltheologie und das Judentum in den theologischen Fächern?
Der vorliegende Sammelband nimmt Maß an der Bedeutung, die die Israeltheologie und das Judentum in den einzelnen Fächern hatten und haben.Karl Barth hat darauf hingewiesen, dass der Verlust des Judenchristentums einen unersetzbaren theologisch-kirchlichen Verlust bedeutet. Damit weist er in die Richtung, in die sich das Buchprojekt bewegt. Über Jahrhunderte war bereits diese Frage unmöglich. Es erscheint bis heute als ein Bruch mit einer langen Erinnerungstradition, dass diese Frage als Ausgangspunkt einer theologischen Disziplingeschichte gewählt wird.Diese Geschichte nimmt sich dabei in weiten Teilen als eine Disziplinierung Israels aus. Dass Israel mit Paulus die bleibende Wurzel des Christentums sei, hat sich theologisch bis in die Gegenwart nicht wirklich durchgesetzt. Stattdessen begegnet man immer wieder offenen oder versteckten Formen einer Verdrängung oder gar Ersetzung Israels durch Konzepte und Methoden christlicher Theologie. Erst nach der Shoah und katholisch im Zuge der Umstellungen des 2. Vatikanischen Konzils verändert sich die theologische Ausgangslage. Nach den Gründen und den Konsequenzen, nach den Voraussetzungen und der Bedeutung dieses theologisch-kirchlichen Befunds fragt dieser Band.Das entsprechende Problem wird methodologisch umgesetzt: Die Bestimmung Israels als locus theologicus wird zum zentralen Angelpunkt einer Ortsangabe der christlichen Theologie. Dann aber muss man weiterfragen: Warum wurde dies notwendig? Seit wann ist dies möglich? Und was verändert sich im Blick auf unser theologisches Wissen? Diese Fragen leiten die Disziplingeschichte der Theologie im doppelten Sinn an. Es geht um die Ortsbestimmungen des Jüdischen in den einzelnen Disziplinen. Und es geht um die Disziplinierung des Jüdischen durch die Theologie. Es geht um Verdrängungen, Ersetzungen. Es geht darum, Israel als verworfenen Teil theologisch wahrzunehmen.

Dr. Anton Bucher ist Professor für katholische Religionspädagogik an der Universität Salzburg.

Prof. Dr. Ottmar Fuchs ist emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Dr. Gerhard Langer ist Professor am Institut für Judaistik an der Universität Wien.

Dr. theol. Gregor Maria Hoff ist Professor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg und Fachbereichsleiter für Fundamentaltheologie und Ökumene.

This book tries to examine the importance of Judaism and Jewish theology in the different fields of catholic theology.

Erscheint lt. Verlag 16.9.2009
Co-Autor Marlis Gielen, Anton A. Bucher, Hans Hermann Henrix, Ulrich Winkler, Hans Paarhammer, Ottmar Fuchs, Rudolf Pacik, Werner Wolbert, Dietmar W. Winkler
Zusatzinfo mit 1 Tab.
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Maße 160 x 237 mm
Gewicht 664 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Judentum
Schlagworte Christentum • Judentum • Katholische Theologiegeschichte
ISBN-10 3-525-69103-3 / 3525691033
ISBN-13 978-3-525-69103-8 / 9783525691038
Zustand Neuware
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