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Die Neuerfindung des Sozialen

Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus
Buch | Softcover
172 Seiten
2008 | 3., unveränderte Auflage 2013
transcript (Verlag)
978-3-89942-746-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Neuerfindung des Sozialen - Stephan Lessenich
CHF 26,30 inkl. MwSt

Wandel des Sozialstaats oder gar Abbau? Dieser Essay analysiert den aktuellen Wandel des Sozialstaats und zeigt seine tieferen Hintergründe und Konsequenzen: nicht weniger als die radikale Neu-Definition des Sozialen!


Der Sozialstaat befindet sich in einer Phase nachhaltiger Umbrüche. Dies ist mittlerweile Allgemeingut. Doch wie dieser Wandel, ja diese »Krise« näher zu bestimmen ist - darüber herrscht alles andere als Klarheit. Die vorherrschenden Diskurse über die Demontage bzw. den »neoliberalen« Rückzug des Sozialstaats greifen zu kurz. Dieses Buch schlägt dagegen vor, den Wandel vom (ver-)sorgenden zum aktivierenden und investiven Sozialstaat als fundamentale Achsenverschiebung im Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen: als Neuerfindung des Sozialen. Es zeigt die Konturen einer »Aktivgesellschaft«, in der Mobilität, Flexibilität und Produktivität zu politischen Steuerungsformeln individuellen Selbstzwangs verkommen. Nicht länger das Wohlergehen der einzelnen Bürger steht im Vordergrund, sondern vielmehr die Wohlfahrt der »gesellschaftlichen Gemeinschaft«. Damit wird nicht weniger als das Grundversprechen der Moderne aufgegeben: ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Stephan Lessenich, geb. 1965, ist Professor für soziale Entwicklungen und Strukturen am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2013 bis 2017 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie sozialer Ungleichheit, Wohlfahrtsstaatstheorie, Kapitalismusanalyse und Gesellschaftstransformation sowie die Soziologie des Alter(n)s.

Besprochen in:

Rosa-Luxemburg-Stiftung, www.rosalux.de, 13.07.2008

www.single-generation.de, 10.11.2008

Kommune, 1 (2009), Jens Becker WSI Mitteilungen, 7 (2009), Günther Schmid

Jugendhilfe, 49/2 (2011), Michael Köhler

Besprochen in:Rosa-Luxemburg-Stiftung, www.rosalux.de, 13.07.2008www.single-generation.de, 10.11.2008Kommune, 1 (2009), Jens Becker WSI Mitteilungen, 7 (2009), Günther SchmidJugendhilfe, 49/2 (2011), Michael Köhler

»[A]uf so ein Buch wie das von Stephan Lessenich, das die Fachdiskussion auf knapp 133 Seiten verdichtet, hat man gewartet.«

»Obwohl erkennbar vor dem Beginn der aktuellen Wirtschaftskrise druckgelegt, stellt das gut lesbare Buch insgesamt einen gelungenen Entwurf zum Verständnis aktueller Entwicklungen des Sozialstaats in der Bundesrepublik dar.«

»Wie wandelt sich die Sozialstaatsidee in ökonomisch harten Zeiten? Der Jenaer Soziologe Stephan Lessenich steuert zu dieser oft nur abstrakt diskutierten Frage reichhaltiges Anschauungsmaterial bei. Erfrischend polemisch.«

»Lessenich gelingt eine schöne, zugespitzte Analyse der aktivierungspolitischen Programmatik in verschiedenen Politikfeldern.«

»Eine innovative und scharfsinnige Kritik moderner Subjektivierungsformen unter den sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen.«

»Wer sich für Fragen und Infragestellungen des Sozialstaates interessiert, wird mit Lessenichs Buch auf den gegenwärtigen Stand des Diskurses der soziologischen Sozialpolitikforschung gebracht.«

»Wer sich einen Überblick über dieses Thema verschaffen möchte, dem bietet sich das gut lesbare Buch als idealer Einstieg an.«

»Eine kenntnisreichere und prägnantere historische Soziologie des Sozialstaats in lesbarer Kurzform ist kaum vorstellbar, und die Kritik der Sozialpolitik im flexiblen Kapitalismus lässt in ihrer Balance an Scharfsinnigkeit und Besonnenheit kaum zu wünschen übrig.«

»Profunde[r] Ein- und Überblick in bzw. über die sozialstaatlichen Grundlagen, die Entwicklung der Verlaufsformen sowie die aktuelle Umsetzungspraxis (sozial-)staatlicher Aktivierungspolitik.«

»Eine schöne, zugespitzte Analyse der aktivierungspolitischen Programmatik in verschiedenen Politikfeldern.«

»Stephan Lessenich hat [...] eine bemerkenswerte, geistvoll und oft auch angebracht ironisch geschriebene Analyse des heutigen Sozialstaates vorgelegt.«

»Mit einer Vielzahl von Beispielen legt der Autor [...] Widersprüche der aktivierenden und investiven Sozialpolitik offen.«

Erscheint lt. Verlag 27.6.2008
Reihe/Serie X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 135 x 225 mm
Gewicht 276 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Allgemeines / Lexika
Sozialwissenschaften Soziologie Empirische Sozialforschung
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Capitalism • Gesellschaft • Kapitalismus • Political Science • Politics • Politik • Politikwissenschaft • Social Policy • Society • Sociology • Sozialer Wandel • Sozialpolitik • Sozialstaat • Soziologie
ISBN-10 3-89942-746-7 / 3899427467
ISBN-13 978-3-89942-746-2 / 9783899427462
Zustand Neuware
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